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Montag, 21.10.2019

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Das alte Handy spenden und damit Gutes tun

Höchstadter Kolpingfamilie unterstützt Missio-Aktion - 31.01.2019 06:57 Uhr

Im Fitnessstudio clever fit von Pavla und Andreas Gebhardt können die alten Handys abgegeben werden: Über viele Spenden freuen sich Marga Labandowsky (zweite von rechts) und Christop Heitzer (rechts) von der Kolpingfamilie. © Foto: Katrin Bayer


Marga Labandowsky ist mit ihrem ehrenamtlichen Engagement derzeit gut beschäftigt. Seit Mitte Dezember kann man alte Handys in die Sammelboxen geben, die die Höchstadter Kolpingfamilie als Kooperationspartner von Missio aufgestellt hat – und die bereits gut genutzt werden. 68 Handys hat Labandowsky bereits zu der Münchner Verwertungsfirma geschickt, die die Telefone auseinandernimmt und die Rohstoffe zur Wiederverwendung vorbereitet – oder noch funktionsfähige Handys auch zum Weiterverkauf wieder aufbereitet. "Und 48 weitere liegen schon bei mir zuhause".

Bundesweit werden bis zum 20. Juni, dem Weltflüchtlingstag, Handys gesammelt. Die Ziele: Durch die Wiederverwendung der in den alten Handys enthaltenen Rohstoffe Ressourcen und die Umwelt schonen, das Elend in den afrikanischen Goldminen eindämmen, aber auch die globale Gerechtigkeit fördern und Fluchtursachen bekämpfen. Denn ein Teil des Erlöses, den die Firma mit der Rohstoff-Verwertung erzielt, geht an Hilfsprojekte im Kongo.

"Sorgen machen muss sich übrigens niemand, der ein Handy abgibt", beruhigt Labandowsky. Die Spender sollten ihre SIM- und Speicherkarten ohnehin entfernen, bevor sie ihr Mobilgerät in eine der Sammelboxen werfen. Sollte die Verwertungsfirma aber doch noch eine Karte in einem Handy finden, wird diese geschreddert — in falsche Hände geraten die Daten also nicht.

"Manche Leute geben auch Ladekabel und Kopfhörer mit ab", hat Labandowsky beobachtet. Gesammelt und benötigt werden diese aber nicht. "Die bringen ich dann halt zum Wertstoffhof", sagt die Ehrenamtliche.

Sammelstellen zu finden, wo die Kolpingfamilie ihre Boxen aufstellen durfte, sei übrigens gar nicht so einfach gewesen. Gerade Ketten wie Drogerien oder Discounter hätten von ihren Zentralen die Anweisung, solche Sammelaktionen Dritter nicht zu erlauben. Umso mehr habe sie sich gefreut, wenn Geschäftsleute wie die Betreiber des Fitnessstudius clever fit im AischPark-Center gleich zugestimmt hätten.

ZIn Höchstadt stehen die Sammelboxen in der Zentralbibliothek des Gymnasiums, im Sekretariat der Ritter-von-Spix-Schule, im Fitnessstudio clever fit, im Medisport Zentrum, in der Physiotherapie-Praxis Nicole Dallner und bei Textildruck Axel Bauer.

Katrin Bayer Nordbayerische Nachrichten Herzogenaurach/Höchstadt E-Mail

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