Samstag, 29.02.2020

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Das Ziel: Eine neue Mitte für Münchaurach

Ambitioniert: Zwei Areale sollen eine gestalterische Einheit ergeben, obwohl die Fürther Straße dazwischen liegt. - 14.02.2020 15:00 Uhr

Die Brachfläche im Ortskern von Münchaurach (vorne) und das Kriegerdenkmal mit dem ehemaligen Klosterfriedhof (auf der anderen Seite der Fürther Straße) sollen gemeinsam zu einem neuen attraktiven Ortskern werden. © Foto: Richard Sänger


  Stadtplaner Frieder Müller-Maatsch stellte dem Gemeinderat zwei Entwürfe vor, die bei einer Bürger- und Ideenwerkstatt entwickelt wurden. Das Gebiet umfasst die Einmündung der Fürther Straße in die Königsstraße sowie das Kriegerdenkmal mit einem Teil des früheren Klosterfriedhofes und das Grundstück des Feuerwehrgerätes.

Die Fläche wird derzeit als Parkplatz genutzt, soll aber Aufenthaltscharakter bekommen. In den Umbau wird das Kriegerdenkmal mit dem ehemaligen Klosterfriedhof einbezogen. Die Gemeinderäte entschieden sich mehrheitlich für Variante II und damit für eine Verbindung des FFW-Geländes und des alten Friedhofes.

Die Straßenkreuzung soll überarbeitet werden. Dabei soll der Kurvenradius angepasst werden, da viele Lkw die Kurve nicht nehmen können. Deswegen soll auch die Einmündung der Fürther Straße entschärft und nach Möglichkeit eine Rechtsabbiegespur gebaut werden. Dem Vorschlag des Planers, den nördlichen Gehweg zu verbreitern und dafür die Staatsstraße etwas nach Süden zu verschwenken, konnte die Mehrheit des Gremiums nichts abgewinnen. Konrad Kreß (CSU) befürchtet, dass dann die Schleppkurve für die Lkws nicht mehr ausreichend sei.

Beim alten Friedhof soll am Ende ein Aufenthaltsbereich entstehen, die Platzfläche am FFW-Haus soll als aktiver Bereich gestaltet werden. Das Denkmal sowie die alten Grabsteine würden an den Platzrand versetzt werden.

Der Planer schlägt vor, die beiden Platzflächen symmetrisch aufzubauen. Die Platzfläche soll auf das umliegende Niveau abgesenkt werden. Hierbei muss beachtet werden, dass die Fläche früher ein Friedhof war. Es soll ein Wohlfühlbereich mit Grün- und Fußwegen sowie Sitzgelegenheiten und Pflanzbeeten entstehen.

An der Wand zur Nachbarscheune könnte ein Unterstand entstehen, der mit Säulen ein biberschwanzgedecktes Pultdach trägt. Hier können Informations- und Anschlagtafeln untergebracht werden. Gleichwohl schlägt der Planer vor, die Scheune zu erwerben und als Eventscheune umzubauen. Das Gremium entschied sich für die Variante 2 und daraus ergibt sich dann eine Dreigliederung der drei Plätze mit verschiedenen Ansprüchen, die aber zusammen wirken und beplant sowie barrierefrei entstehen sollen.

Der Entwurfsplanung wurde mehrheitlich zugestimmt und das Planungsbüro wird jetzt die Vorschläge einarbeiten und abklären, ob die Rechtsabbiegespur gebaut werden kann. 

RICHARD SÄNGER

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