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Den Alligators schwimmen die Felle langsam davon

Eishockey-Oberliga Trotz einer erneut guten Offensive eine 5:7-Niederlage in Lindau — Sikorski: "Wir haben ein Kopfproblem" - 03.02.2019 21:00 Uhr

Definitiv zu oft ist die Scheibe in Lindau beim HEC-Keeper Philipp Schnierstein eingeschlagen. © Foto: Christian Flemming


Bereits das Eröffnungsdrittel mit der 4:3-Führung der Islanders verlief recht munter. Nach trägem Beginn steckte Viktor Lennartsson (5.) die Scheibe zu Filip Stopinski, der sie zur Lindauer Führung in den Winkel drosch. Als kurz darauf Jari Neugebauer wegen Stockschlags die Strafbank drücken musste, zog der EVL sein Powerplay auf. Sean Morgan nahm Maß und hielt an der blauen Linie drauf. HEC-Goalie Philipp Schnierstein, der nicht den besten Tag erwischt hatte und zunächst unsicher wirkte, sich jedoch mehr und mehr steigerte, konnte den Schuss nur abklatschen – auf die Kelle von Jan Hammerbauer. Der Doppeltorschütze von Freitag beim 2:1-Sieg der Islanders in Memmingen benötigte zwei Versuche, um die Scheibe über die Linie zu drücken (8.) – und befand sich wenig später auf der Strafbank. Das war wiederum das Wecksignal für Höchstadt. In Überzahl legte Michal Petrak quer zu Ondrej Nedved. Wie ein Strich flog der Puck zum Anschlusstreffer ins Gehäuse von EVL-Goalie David Zabolotny.

Und weiter ging das muntere Scheibenschießen. Zunächst fälschte EVL-Spielercoach Chris Stanley den Schlagschuss von Fredrik Widen zum 3:1 für Lindau ab (14.). Doch als Dominik Ochmann das Spielgerät in Fußballmanier spielen wollte, luchste ihm Neugebauer die Scheibe ab, stürmte nach vorne und passte zum freistehenden Vitali Aab. Der ließ sich nicht zweimal bitten und netzte zum 2:3 aus Sicht der Gäste aus dem Aischgrund ab (18.). Ein feiner Pass von Tobias Fuchs, den EVL-Kapitän Andreas Farny zu Widen weitersteckte – und es stand 4:2. Glück für Höchstadt, dass Morgan Sekunden vor der ersten Drittelpause am eigenen Tor kurz nicht aufpasste. Michael Cejka schaltete am schnellsten und traf zum 4:3.

Kaum aus den Kabinen gekommen, schwappte die Torflut zunächst heftig weiter. Hammerbauer staubte ab, als Schnierstein den Schuss von Ochmann nicht unter Kontrolle brachte (23.) – 5:3. Doch blieben die Panzerechsen dran und glichen sogar aus: Erst überwand Neugebauer (25.) Zabolotny, zwei Minuten später war Petrak zu Stelle. Jedoch hatte Hammerbauer etwas dagegen: Nachdem er kurz vor Schnierstein von Marc Roth gelegt worden war, verwandelte er den fälligen Penalty sicher zum 6:5 – HEC-Coach Petr Kasik nahm die Auszeit für Höchstadt.

Danach stellten beide Mannschaften das Toreschießen ein, bis in die Schlussphase. Weder konnten die Alligatoren zwei Überzahlspiele verwerten, noch traf EVL-Kontingentmann Viktor Lennartsson, als er vor der zweiten Pause zweimal frei vor Schnierstein aufkreuzte.

Im Schlussdrittel wogte die Begegnung hin und her. 1:20 Minuten vor Ende der regulären Zeit nahm der HEC seinen Goalie vom Eis. 45 Sekunden vor Spielschluss gab es Bully im Lindauer Drittel. Das gewann Stanley gegen Petrak, die Scheibe flutschte zum dahinterstehenden Fredrik Widen, der ins leere Tor traf – 7:5.

Trainer Daniel Sikorski war mit der Defensivleistung unzufrieden, denn "eigentlich müssen fünf Tore auswärts zum Sieg reichen. Aber wir haben ein kleines Kopfproblem, das wir erst mal loswerden müssen". 

PETER SCHLEFSKY

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