Donnerstag, 06.05.2021

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Denkmalprämierung 2021: Fachwerkhaus in Höchstadt gewinnt

Der Bezirk Mittelfranken hat das Gebäude "Zum Zwetschger" prämiert – als einziges Objekt in ERH - 13.04.2021 05:58 Uhr

Eine Madonnenfigur aus dem 18. Jahrhundert ziert das generalsanierte Fachwerkhaus, das sich in der Höchstadter Hauptstraße direkt an den Stadtturm anschmiegt. Der Bezirk Mittelfranken hat die Generalsanierung des Gebäudes jetzt prämiert.

12.04.2021 © Archivfoto: Manfred Welker


Es geht um eine ideelle Ehrung, bei der die Preisträger eine Urkunde erhalten. Coronabedingt ist die Preisvergabe auch in diesem Jahr ausgefallen, aber Hausbesitzer Reinhard Grasse freut sich jetzt über die Würdigung im begleitenden Bildband. Eineinhalb Jahre lang hat er das alte Fachwerkhaus in der Hauptstraße 1 in Höchstadt renovieren lassen, viel Geld, Arbeit und Energie hineingesteckt.

Das Halbwalmdachhaus mit ehemals verputztem Fachwerk im Obergeschoss ist direkt an den Torturm angefügt, den Giebel ziert eine Madonnenfigur aus dem 18. Jahrhundert.

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Das Haus wurde im Jahr 1668 auf dem Keller eines Vorgängergebäudes errichtet. Eine Inschrift mit dieser Datierung und dem Namenskürzel J K lässt vermuten, dass es sich bei dem Erbauer um Johann Kohler handelte. Das Anwesen bewohnte ehemals die Familie Riegler, Hausname Zwetschger, die im Erdgeschoss ein Einzelhandelsgeschäft betrieb.

Zwischenzeitlich stand das Bauwerk lange Jahre leer, bis Reinhard Grasse das Anwesen erwarb und sich dazu entschloss, das Gebäude zu renovieren und als Weinstube zu nutzen. "Rund 250 Tonnen Altmaterial haben wir hinausgeschafft und allein 32 Tonnen Lehm für den Innenputz wieder hineingetragen", erzählt Grasse rückblickend.

Reinhard Grasse in der guten Stube.

09.05.2019 © Maria Däumler


Die umfassende Generalsanierung war hauptsächlich durch viel Eigenleistung möglich. Bei der Baumaßnahme wurde das Fachwerk im Obergeschoss der Fassade freigelegt, genauso wie die Holzbalkendecke im Innenraum. Das Fachwerk wurde repariert, das freigelegte und zum Teil rekonstruierte Fachwerk nach Befund farbig gefasst.

Jetzt hofft Reinhard Grasse, dessen Weinstube seit November 2020 wegen der Corona-Pandemie geschlossen ist, dass er vielleicht im Juni wieder aufsperren darf. Er würde vor allem das geplante Kulturprogramm gerne fortsetzen.

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wel/cf

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