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Der HEC verpasst in Sonthofen eine Gelegenheit

Zu wenig Durchschlagskraft: Höchstadt Alligators verlieren beim Schlusslicht - 20.01.2019 21:58 Uhr

Sorge um Maximilian Otte (rechts): Der HEC- Verteidiger, hier im Vorrundenspiel gegen Sonthofen, musste die Partie verletzt abbrechen. © Archivfoto: Thomas Hahn


Das Spiel war 1:4 ausgegangen und trotzdem fand HEC–Trainer Martin Ekrt nach der Niederlage gegen die Starbulls Rosenheim am Freitag nur lobende Worte für seine Mannschaft. "Wir haben taktisch und kämpferisch sehr gut gespielt", sagte der Coach: "Wir haben nur durch drei einzelne Fehler verloren, aber wenn man da ganze Spiel sieht, haben wir es sicher nicht verdient, zu verlieren." Zwei Drittel hatten die Alligators gegen das krisengeschüttelte, aber designierte Spitzenteam aus Rosenheim gut mitgehalten.

Am Sonntag stand nun eine Partie auf dem Spielplan, bei der der HEC seine Playoff-Ambitionen mit einem Sieg hätte unterstreichen können. Doch beim Tabellenletzten ERC Sonthofen taten sich die Höchstadter vor allem in der Offensive schwer – und verloren am Ende knapp mit 0:1.

In einer ausgeglichenen Partie mussten die Alligators einen frühen Schock verkraften. Maximilian Otte musste nach einem Check von hinten auf dem Eis behandelt werden und konnte zunächst nicht weiterspielen (6.). Für Sonthofens Michel Maaßen hatte die unfaire Aktion eine Spieldauerstrafe plus Fünf-Minuten-Strafe für sein Team zur Folge.

Doch die lange Überzahl konnte der HEC trotz Chancen für Thilo Grau, Oleg Seibel und Lukas Lenk nicht für Tore nutzen. Zumal eine Strafe für Lenk wegen Stockschlags nach knapp vier Minuten die Gleichzahl wieder herstellte.

Umkämpftes Spiel

Das Spiel blieb umkämpft, keines der beiden Teams konnte sich entscheidend in den Vordergrund spielen. Sonthofens Chancen konnte HEC-Goalie Philipp Schnierstein gewohnt reaktionsschnell meist vereiteln. Auch im zweiten Drittel gab es für die Zuschauer ein munteres Hin und Her zu bestaunen – nur Tore durften sie weiter keine bejubeln. Dafür konnten sich die mitgereisten Höchstadter Anhänger zumindest kurzzeitig darüber freuen, dass Otte wieder auf dem Eis stand. Doch schon bald musste der HEC-Verteidiger unter Schmerzen wieder zurück in die Kabine.

Die beste Gelegenheit für die Alligators in diesem Durchgang: Seibel traf nach 28 Minuten nur den Pfosten des Sonthofener Tores. Gegen Ende des Drittels verlor die Partie allerdings an Tempo, beide Goalies gaben sich keine Blöße. Acht Minuten vor dem Ende musste Höchstadt einen bitteren Rückschlag einstecken: Franz Mangold traf zum 1:0 für das Schlusslicht der Meisterrunde, das kaum noch eine Chance auf den Einzug in die Playoffs hat.

Zu wenig Zug

Nun mussten die Alligators einem Rückstand hinterherrennen. Doch die HEC-Spieler entwickelten – ähnlich wie gegen Rosenheim – zu wenig Zug vors gegnerische Tor und brachten sich mit einer Strafe wegen Spielverzögerung beim Wechseln selbst aus dem Konzept. So blieb es in einer Partie, in der beide Mannschaften ihre Überzahl-Situationen schlecht ausspielten, bei einer knappen Niederlage für den HEC.

In der Tabelle hat das 0:1 zwar zunächst keine direkten Konsequenzen. Weil auch der EV Lindau zeitgleich gegen Selb verlor, hat Höchstadt weiter vier Punkte Vorsprung auf Platz neun. Doch angesichts von zuletzt nur zwei Siegen in zwölf Spielen war die Partie gegen den Letzten der Meisterrunde eigentlich eine gute Gelegenheit, um wieder für ein Erfolgserlebnis zu sorgen.

Nun bekommt es der HEC am kommenden Wochenende mit dem Tabellenzweiten und dem Dritten, dem EC Peiting und dem EV Landshut, zu tun. Das Heimspiel gegen Peiting findet am kommenden Sonntag um 18 Uhr im Eisstadion statt. 

cgö/alep

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