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Der wohl größte Bierkasten der Welt kommt von Löwenbräu aus Adelsdorf

Fränkische Brauerei trotzt der Corona-Krise mit witziger Aktion - 09.12.2020 10:06 Uhr

120 Flaschen passen rein. Für den Kasten selbst fallen 300 Euro Pfand an.

08.12.2020 © Löwenbräu Adelsdorf


Als der erste Lockdown die Brauerei aus dem Landkreis Erlangen-Höchstadt im Frühjahr traf, reagierte Familie Wirth mit blanko-Etiketten: Wer wollte, konnte ein Motiv entwerfen. Unter allen Einsendungen wurden die zehn besten Kreationen ausgewählt, gedruckt und auf Bierflaschen geklebt. Die Idee mit dem riesigen Kasten, erzählt Hans-Günter Wirth, habe er damals schon gehabt. Aber irgendwie sei sie untergegangen.

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Doch aktuell steckt die Adelsdorfer Brauerei, die erst vor kurzem mit dem European Beer Star ausgezeichnet wurde, wieder in der Krise: Wie viele andere Brauereigaststätten auch, dürfen die Wirths nicht mit Staatshilfen rechnen, weil sie als Mischbetrieb durchs Förder-Raster fallen. Hans-Günter Wirth ist sauer. Und hat dennoch seinen Humor behalten: Von einem regionalen Schreiner ließ er sich zwei Mega-Kästen aus Holz anfertigen. "Einer allein wiegt schon zwischen 40 und 50 Kilo". Gefüllt werden können die Kästen mit beliebigen Biersorten. Preis pro Kasten: 90 Euro - für 120 Flaschen.

Erste Bestellung geht Weihnachten raus

Großen Gewinn wird er damit nicht machen. Heruntergerechnet auf normale Kästen, ist die große Nummer nur sechs Euro teurer, so Wirth. Dafür legt er aber zwei Wintermützen mit dem Logo der Brauerei obendrauf.

Löwenbräu-Fans auf Facebook sind begeistert. Der erste Kasten, sagt Wirth, geht an Weihnachten raus, der zweite kurz danach. Wenn die Bestellungen steigen, muss der Junior-Chef einen Zeitplan austüfteln, wie er mit den beiden Kästen alle zufriedenstellt. Oder notfalls nochmal beim Schreiner anklopfen.

Bier aus Franken gesucht: Quizrunde Nr. 1

© Montage: Sabine Schmid

Sie sind ein Freund der fränkischen Bierkultur? Und schätzen die regionalen Privatbrauereien? Wunderbar. Aber erkennen Sie die Brauerei auch am Kronkorken? Testen Sie Ihr Wissen bei unserem Quiz!

© Achim Bergmann

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Frage 1/10:

Silberner Brauerstern auf Hellblau. Wer ist's?

Die Brauerei Wagner aus Merkendorf, erstmals erwähnt 1797. Rund um Bamberg wird das Wagner sehr geschätzt, besonders das ungespundete Lager und das naturtrübe Kellerbier.

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Frage 2/10:

Diese Kirchtürme deckeln welches Bier?

Brauerei Trunk aus Vierzehnheiligen/Bad Staffelstein, der gute Stoff wird auch Nothelfer genannt. Nothelfer? Die Erklärung ist einleuchtend: Seit 1803 wird das Bier oberhalb der Wallfahrtskirche Vierzehnheiligen gebraut. Und wenn die erschöpften Pilger seit jeher oberhalb des Gotteshauses aus dem nahen Wald kommen, stärken sich nicht wenige erst mal mit einem kühlen Bier, bevor sie dann die Kirche betreten.

© Achim Bergmann

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Frage 3/10:

Nicht verkehrt, mit Schild und Schwert.

Seit über 300 Jahren in Familienbesitz zählt Held aus Oberailsfeld schon zu den bekannteren Privatbrauereien in der Region. Besonders das Helle ist beliebt. Seit 1680 wird hier schon gebraut.

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Frage 4/10:

Hier springt der Hirsch - auf welche Brauerei?

1845 übernahm der Müllerssohn Johannes Kraus das damalige "Wirtschaftsguth" in Hirschaid - und seither ist die Brauereigaststätte ohne Unterbrechung im Besitz der Familie.

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Frage 5/10:

Ein grüner Baum, wo steht der?

"Zum Grünen Baum" heißt der Brauereigasthof der Familie Bayer aus Theinheim im Steigerwald. Gefeiert wird hier oft, unlängst erst ein runder Geburtstag: Seit 1718 wird hier schon gebraut.

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Frage 6/10:

Ein bunter Vogel - auf welchem Bier sitzt er?

"Zum Pfau!", heißt es öfter, wenn es nach Frauendorf geht. Seit 1867 ist die Familie Hetzel Herr über die dort ansässige Brauerei.

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Frage 7/10:

Der Zwerg vom Berg, wo braut er sein Bier?

Der markante Zwerg stammt von der Staffelberg-Bräu aus Loffeld. In der sechsten Generation, seit 1856, führt die Familie Geldner-Wehrfritz dort die Brauerei. Zehn Jahre später, 1866, ließ Jakob Geldner ein eigenes Brauhaus folgen, nochmals zehn Jahre später dann eine eigene Faßhalle.

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Frage 8/10:

Raubtier mit Schild und Krone. Wer ist's?

In Untersiemau/Birkach wird seit 1822 das "Eller" gebraut. Als beliebtestes gilt das Rotbier, Christian Eller braut aber auch ein süffiges Pils.

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Frage 9/10:

Schwarzer Adler, wer hat sich den gekrallt?

Adler-Bräu aus Stettfeld ist inmitten der unterfränkischen Haßberge daheim - und das schon seit 1730. Bräustübla, Biergarten, Sudhaus und sogar einen "Bärentrunk" gibt's hier.

© Achim Bergmann

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Frage 10/10:

Weißer Löwe - wo kommt der her?

Hier sind Wirths-Leute am Werk! Die nun schon 9. und 10. Generation der Familie Wirth führt das Löwenbräu. Natürlich nicht zu verwechseln mit dem Münchner! "Unser" Löwenbräu stammt aus Neuhaus im Aischgrund und das schon seit 1747. Im Sortiment gibt es hier mehrere Löwen und sogar eine "Karpfen Weisse".

© Montage: Sabine Schmid

Lust auf ein weiteres Bier-Quiz?

Dann hier entlang!


Franken ist die Heimat des Bieres. Kein Wunder, denn die Region wartet mit der höchsten Brauereidichte Europas auf. Rund 300 Brauereien in Mittel-, Ober- und Unterfranken schaffen eine einzigartige Biervielfalt.

Alle Neuigkeiten und Wissenswertes zum fränkischen Bier finden Sie auch in der Facebook-Gruppe Wir lieben Bier aus Franken. In unserem Brauerei-Guide können Sie herausfinden, wer Ihre Lieblings-Biersorte ausschenkt.

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