Dienstag, 12.11.2019

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"Dieser wunderschöne Sport kann sehr gemein sein"

Trainer Nikola Jocic hadert nach dem 79:83 der Longhorns in Weimar mit Glücksgöttin Fortuna, weil diese zum zweiten Mal in Folge "zickt". - 13.10.2019 21:07 Uhr

Etwas genervt: TSH-Trainer Nikola Jocic nach der zweiten knappen Niederlage in Folge. © Thomas Hahn


Longhorns-Trainer Nikola Jocic: "Manchmal kann dieser wunderschöne Sport schon sehr gemein sein. Innerhalb zwei Wochen zwei Spiele derart knapp zu verlieren und dann auf dem elften Tabellenplatz zu stehen, anstatt auf den zweiten, tut schon sehr weh. Auch heute hatten wir mehrfach die Chance, zwei Punkte mit nach Hause zu nehmen, aber dann springt dieser Ball doch ein ums andere Mal um Millimeter daneben und plötzlich ist alles eine ganz andere Geschichte. Aber wir wissen, dass in uns einiges an Potenzial steckt und wir werden weiter arbeiten, dass schon nächste Woche wieder erfolgreicher für uns endet."

Bei Culture City Weimar/Jena II spielten die Aurachstädter von Beginn an stark auf und rannten und kämpften, als wenn es kein Morgen gäbe. Der erneut überzeugende Vedran Nakic traf schnell zwei Dreier für die TSH und schwupps, war sie in Führung.

Doch die Weimaraner kamen ebenfalls gut in die Partie und fanden im alles überragenden Vincent Hofmann, der 25 Punkte und 12 Rebounds holte, ihren Mann in Sachen Punkteproduktion. So ging das Spiel in den ersten fünf Minuten hin und her, doch im Schlussabschnitt des ersten Viertel konnten sich die Goethestädter leicht absetzen und gingen mit einer 20:14-Führung ins zweite Viertel.

Dort drehte dann Mike Kaiser mächtig auf, der mit 19 Punkten Topscorer der TSH war. Mit einigen spektakulären Zügen zum Korb und ein, zwei netten Sprungwürfen aus der Mitteldistanz hielt er die Seinigen fast im Alleingang im Spiel, während auf der Gegenseite Aufbauspieler Benjamin Dizdar die Verantwortung übernahm. Flugs schoss er zwei Dreipunktwürfe und die Gastgeber aus Thüringen konnten ihre Führung behaupten. In den letzten zwei Spielminuten ließen die Herzogenauracher wie schon im ersten Viertel etwas nach und die Hausherren konnten sich bis zur Halbzeitpause auf 39:29 absetzen.

In der Halbzeit fand Jocic offenbar die richtigen Worte, denn die TSH-Herren übernahmen fortan das Momentum und konnten den Rückstand verkürzen. Larry Hall und Mathias Schlindwein, der abermals eine starke Partie zeigte und 14 Punkte auflegte, davon allein 13 im dritten Viertel, brachten die Ihrigen sukzessive wieder heran und konnten zwischenzeitlich auf vier Punkte Rückstand verkürzen.

Doch dann übernahm wieder die große Garde Weimaraner das Kommando unter den Körben. Vincent Hofmann dominierte in Verbund mit Dominik Shusel, der 24 Punkte und zwölf Rebounds ansammelte, die Zone. Dennoch konnten die Longhorns bis auf 56:63 dranbleiben.

Auch im letzten Viertel hatten die Aurachstädter Vorteile auf ihrer Seite und konnte durch Chris Kwilu und Antonio Jularic den Rückstand weiter einschmelzen. Mit ihrer Dynamik konnten sie sich immer wieder im direkten Duell gegen ihre jeweiligen Gegenspieler durchsetzen und anschließend auch gegen mehrere Verteidiger erfolgreich vollstrecken.

Zwei Minuten vor Ende war dann die TSH bis auf 77:79 dran und hatte gleich drei Angriffe hintereinander die Chance, das Spiel auszugleichen, aber ein ums andere Mal gingen die Abschlüsse knapp daneben. Und da die Aurachstädter diese Einladungen nicht annahmen, machten die Weimaraner in Person von Vincent Hofmann die Partie zu und konnten schließlich verdient, wenn auch äußerst knapp, gewinnen.

Longhorns: Jularic 5/1 Dreier, Kwilu 11, Kaiser 19/1, Hall 17/3, Schlindwein 14/3, Ngan 2, Buniatian, Nakic 11/3.

psi

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