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DLRG-Schwimmer fighten im See um den Sieg

Zehn Herzogenauracher bei Premiere der bayerischen Freigewässermeisterschaften erfolgreich - 04.09.2019 14:57 Uhr

Retten auf einem wackligen Gefährt: Wie im echten Leben ging es bei den Meisterschaften am Kleinen Brombachsee um Sekunden, wenn Menschen im Wasser in Gefahr sind.

04.09.2019 © Foto: Wolfgang Schneider


Die Freigewässer-Wettbewerbe entscheiden sich essentiell von denen im Hallen- oder Freibad. Beim Surf Race etwa müssen die Sportler nicht nur einen Rundkurs schwimmen, sondern danach auch noch eine kurze Strecke ins Ziel laufen.

Beim Board Race starten die Aktiven mit ihrem Rettungsbrett von der Wasserkante aus und müssen eine etwa 600 Meter lange Strecke zurücklegen.

Beim Surfski Race ist mit dem Rettungskajak ist ein Kurs von rund 700 Metern zu umfahren. Start und Ziel befinden sich im knietiefen Wasser.

Ganz gemein ist die Disziplin Beach Flags, ein Strandkurzsprint nach den Regeln der "Reise nach Jerusalem": Beim Start liegen die Rettungssportler auf dem Bauch mit den Füßen an der Startlinie. Die Hände liegen verschränkt im Sand. Das Kinn liegt auf den Händen. Ziel ist es, auf den Startpfiff hin einen der Stäbe in etwa 20 Meter Entfernung zu ergreifen. Weil weniger Stäbe als Starter vorhanden sind, scheiden nach und nach immer mehr Sportler aus.

Beim Board Rescue befinden sich für alle Mannschaften jeweils ein Verunglückter und ein Retter am Start. Auf das Startsignal hin schwimmt der Verunglückte zu der ihm zugeteilten Boje und signalisiert seine Ankunft an der Boje mit Handzeichen. Auf dieses Signal hin paddelt der Retter mit dem Rettungsbrett zu seinem Verunglückten. Der wird dann aufgeladen, und beide paddeln zurück zum Ufer.

Beim Rescue Tube Rescue (Gurtretterstaffel) setzt sich die Mannschaft zusammen aus einem Verunglückten, einem Flossenschwimmer und zwei Helfern. Auch hier schwimmt ein "Verunglückter" zu einer Boje, wird vom Flossenschwimmer mit dem Gurt abgeschleppt, Die Helfer dürfen nun ebenfalls ins Wasser, dem Duo entgegenkommen, an geeigneter Stelle den Verunglückten übernehmen und ihn ans Ufer bringen.

Beim Oceanman Relay absolviert jeder der vier Rettungssportler einer Mannschaft eine der Disziplinen Surf Race, Board Race und Surfski Race.

In der offenen Altersklasse der Männer war der jüngste Herzogenauracher der Beste: Tobias Kreutz (Jahrgang 2003) verpasste mit 39 Punkten als Vierter von 20 Starter denkbar knapp das Podest. Seine Vereinskameraden Christian Ziebuhr, Sebastian Winkler, Philipp Harig, Johannes Heinz und Tim Dulitz landeten auf den Plätzen fünf, ahct, zehn, zwölf und 15.

Xenia Schröder gewann als einziges Mädchen in der AK 12 natürlich diese Klasse, Marie Dulitz wurde unter fünf Teilnehmerinnen der AK 13/15 gute Zweite. Elisa Jahnke kam nur in den Staffeln zum Einsatz.

hp

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