17°

Mittwoch, 26.06.2019

|

Ein Talent der Abteilung Attacke

Sven Zurawski landet bei Rennen der Rad-Bundesliga immer häufiger auf Spitzenplätzen - 11.06.2019 20:00 Uhr

Immer wieder zeigte sich Sven Zurawski in den Rennen vorne – und wurde mehrfach dafür belohnt. © Foto: az


Die Grundlage für die gute Form wurde bei einem zehntägigen Trainingslager mit dem gesamten neunköpfigen Kader und dem sportlichem Leiter Christian Schrot sowie Mechaniker Jakub Durt Anfang März am Gardasee gelegt.

Die Erfolge stellten sich bald ein. In Schönaich bei Böblingen setzte sich eine fünfköpfige Spitzengruppe vom Feld ab, darunter neben Zurawski zwei weitere Auto-Eder-Sportler. Der 17-Jährige, aus dem RC Herzogenaurach hervorgegangen, sicherte sich den zweiten Platz hinter seinem Teamkollegen Marco Brenner.

Im österreichischen Langkampfen gab es erneut einen Silber-Platz für Zurawski. Das Team Auto Eder dominierte dort mit einem Dreifachsieg. Bei Temperaturen um die zehn Grad und starkem Regen fuhr Klaus Betzinger bereits in der dritten Runde davon. Eine Runde später schlossen Zurawski und Brenner mit einem weiteren Fahrer auf. Die vierköpfige Spitzengruppe arbeitete gut zusammen und hatte schnell einen Vorsprung von mehreren Minuten auf das Feld.

Ungefähr 30 Kilometer vor dem Ziel attackierte Marco Brenner erfolgreich aus der Spitzengruppe heraus, was später den Sieg für ihn bedeutete. Sven Zurawski gelang es etwa 25 Kilometer vor dem Ziel ebenfalls aus der verbliebenen Fluchtgruppe zu attackieren und kam als Zweiter ins Ziel. Betzinger konnte seinen Gefährten im Finale abschütteln und machte das "Eder-Podium" perfekt.

Sven Zurawskis Fazit: "Ich denke, wir sind heute ein sehr starkes Rennen gefahren und konnten uns als dominierendes Team präsentieren. Wir können nun mit einem guten Gefühl in Frankfurt an den Start gehen." Dort fand ein Rennen der Junioren-Bundesliga statt. Die Fahrer mussten 84,5 anspruchsvolle Kilometer bewältigen, ehe der Sieger des Radklassikers feststand. Wie schon fast gewohnt, übernahm das Team Auto Eder die Kontrolle im Feld. Zurawski begab sich in die Fluchtgruppe und konnte sich bei den Bergwertungen jeweils den zweiten Platz sichern.

Als das Peloton kurz vor dem Finale wieder zusammen war, attackierte der Herzogenauracher und konnte eine kleine Lücke öffnen. Allerdings wurde er auf den letzten Metern vom Feld geschluckt und musste sich mit Platz sieben zufriedengeben. "Ich habe mich auf der Strecke sehr gut gefühlt und mein Bestes gegeben. Leider hat es dann am Ende mit der Attacke nicht ganz gereicht, aber ich bin trotzdem sehr zufrieden", kommentierte er das Rennen.

Bei der 32. Main-Spessart-Rundfahrt, einem weiteren Rennen der Bundesliga, kam es noch besser. Von Beginn an war das Tempo auf dem 121 Kilometer langen Kurs schnell, immer wieder kam es zu Attacken, doch das Team Auto Eder kontrollierte das Feld. Sven Zurawski konnte sich im Laufe des Rennens mit einer Minute Vorsprung vom Feld lösen. In Runde vier schlossen Teamkollege Marco Brenner und ein weiterer Fahrer auf. Das Trio an der Spitze harmonierte gut und konnte seinen Vorsprung weiter ausbauen. Im Sprint um Platz zwei musste sich Zurawski knapp geschlagen geben und wurde Dritter, was die Norm für den Nationalkader bedeutete.

Da in diesem Rennen auch die bayerische Straßenmeisterschaft ausgefahren wurde, holte er sich in dieser Wertung den Vizemeistertitel. Den gleichen Rang schaffte er bei der bayerischen Meisterschaft im Einzelzeitfahren im unterfränkischen Zeilitzheim. Es rollt also bei Sven Zurawski. 

nn

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus: Herzogenaurach