Eine besondere Bürgermedaille

8.1.2018, 14:57 Uhr
Bewegender Moment: Sohn Jörg (2. v. r.) nimmt für den verstorbenen Vater Günter Himmler die Bürgermedaille und Urkunde entgegen. Mit auf dem Bild die Gemeindespitze (v. l.) mit Sandra Berlacher, Klaus Hacker und Johannes Kreß.

Bewegender Moment: Sohn Jörg (2. v. r.) nimmt für den verstorbenen Vater Günter Himmler die Bürgermedaille und Urkunde entgegen. Mit auf dem Bild die Gemeindespitze (v. l.) mit Sandra Berlacher, Klaus Hacker und Johannes Kreß. © Foto: Roland Meister

Seit längerem gehört es zur Tradition in Oberreichenbach am Dreikönigstag verdiente Bürger mit der Bürgermedaille, bzw. mit einer Dankesurkunde auszuzeichnen. Nach einem Musikstück vom Ensemble "Octissimo" begrüßte Bürgermeister Klaus Hacker die Gäste, darunter die Landtagsabgeordneten Gabi Schmidt und Walter Nussel sowie Ute Salzner in Vertretung des Bezirkstagspräsidenten Richard Bartsch.

In seinen Grußworten ging Hacker kurz auf die derzeitige Lage der Bundesregierung ein und berichtete über die wichtigsten Ereignisse des zurückliegenden Jahres für die Gemeinde.

Der Höhepunkt des Abends war zweifelsfrei die Verleihung der Bürgermedaille. Die Laudatio auf den Empfänger der Medaille trug dritter Bürgermeister Johannes Kreß vor.

Kreß begann zunächst mit einer kleinen Vorführung. Er füllte ein Glas zunächst mit Steinen, dann mit Kies und Sand. Es wurde klar, dass es wichtig ist, zuerst die großen Steine in das Glas zu geben, da diese sonst später keinen Platz mehr finden. Die großen Steine, so Kreß, könnten für Gesundheit, Familie, Kinder oder Träume stehen.

25 Jahre im Gemeinderat

Die Auszeichnung mit der Bürgermedaille war in diesem Jahr etwas Besonderes. Sie erhielt ein Mensch, der Oberreichenbach von Geburt an erlebt, erforscht und mitgestaltet hat: Günter Himmler, zuletzt zweiter Bürgermeister und mehr als 25 Jahre im Gemeinderat, Feuerwehrkamerad, begeisterter Sänger und nicht zuletzt engagierter Bürger der Gemeinde Oberreichenbach.

Geboren wurde Himmler am 30. März 1954. Die ehrenamtliche Tätigkeit begann bereits im Kindesalter, als er seinen Vater bei der Tätigkeit als Mesner in der Kirche in Oberreichenbach unterstützte.

Es folgte neben der bereits erwähnten langjährigen Tätigkeit im Gemeinderat auch eine Zeit als Kommandant bei der Feuerwehr in Oberreichenbach. Günter Himmler war aber vor allem ein ausgeprägter Familienmensch. Vielleicht deshalb, weil er einige schwere Schicksalsschläge in seiner Familie zu verkraften hatte. Sein Bruder Gerhard verstarb überraschend und viel zu früh, und auch den Verlust seines Vaters musste Himmler im Alter von 16 Jahren verkraften.

Günter Himmler war ein offenherziger und geselliger Mensch. Er empfing seine Mitmenschen immer mit offenen Armen und einem freundlichen Lächeln.

Stellvertretend für die Familie, Gerda und die beiden Kinder Karolin und Jörg mit ihren Ehepartnern, nahm Jörg Himmler die Bürgermedaille aus den Händen des Bürgermeisters entgegen und bedankte sich mit Tränen in den Augen für die Ehre, die seinem Vater zuteil wurde.

Für ihr ehrenamtliches Engagement wurden Jürgen Seddig (2. v. l.) und Erich Rupprecht mit Dankesurkunden ausgezeichnet. Dahinter die Laudatoren Bernd Liebezeit und Franz Teschauer.

Für ihr ehrenamtliches Engagement wurden Jürgen Seddig (2. v. l.) und Erich Rupprecht mit Dankesurkunden ausgezeichnet. Dahinter die Laudatoren Bernd Liebezeit und Franz Teschauer. © Foto: Roland Meister

Neben der Bürgermedaille gibt es in der Gemeinde Oberreichenbach auch Dankesurkunden für verdiente Persönlichkeiten. In diesem Jahr erhielten sie Jürgen Seddig und Erich Rupprecht.

Die Laudatio für Seddig trug Bernd Liebezeit vor. Seddig kam 1986 nach Oberreichenbach und engagierte sich politisch mit der Gründung der CSU-Ortsgruppe. Hier war Seddig bis 2001 auch Vorsitzender. Als Gemeinderat prägte Seddig über zehn Jahren das Geschehen in der Gemeinde mit. Noch heute ist Seddig federführend bei der Planung der Fahrten mit dem Bürgerbus, bei dessen Einführung er maßgeblich beteiligt war.

Bei Erich Rupprecht, dessen Laudatio Franz Teschauer übernahm, stand die Feuerwehr im Mittelpunkt. Rupprecht wurde 1953 in Markt Erlbach geboren und kam im Alter von drei Jahren nach Oberreichenbach. Seit 1968 ist Rupprecht Mitglied bei der Feuerwehr und leistete mehr als 40 Jahre aktiven Dienst. Daneben war Rupprecht mehr als 30 Jahre als Kassier tätig und war Mitorganisator zweier Feuerwehrjubiläen.

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