Erlangen: Eines der größten BMW-Autohäuser geplant

11.10.2018, 18:00 Uhr
Das Autohaus Wormser in Herzogenaurach.

Das Autohaus Wormser in Herzogenaurach. © Edith Kern-Miereisz

Das Autohaus BMW Wormser an der Bamberger Straße strukturiert um. Anfang Oktober wurde mit einem Neubau in Erlangen-Tennenlohe begonnen. Für das Herzogenauracher Autohaus hat Wormser erst am 27. September 2018 einen Fünf-Jahres-Vertrag mit BMW abgeschlossen.

Das Haus in Herzogenaurach sei zu klein geworden, sagt Wormser-Marketingreferentin Sara Sydath auf NN-Nachfrage, hinzu kam, dass die BMW AG der Wormser Gruppe angeboten habe, das Gebiet Erlangen als Vertragspartner für die Marken BMW und Mini zu betreuen. Letzteres ist bereits seit 1. Oktober Realität, bis das neue Autohaus steht, dauert es hingegen noch bis 2020. Die Bauarbeiten im Reutleser Weg in Erlangen-Tennenlohe haben allerdings schon begonnen, wie es heißt. Erste Erdarbeiten seien bereits im Gange.

Eines der größten Autohäuser Deutschlands geplant

Dort soll laut einer Pressemitteilung "eines der größten und modernsten BMW- und Mini-Autohäuser Deutschlands" entstehen. 
Die Mitarbeiter aus Herzogenaurach sollen mit nach Erlangen gehen und dort wie gewohnt für den Verkauf von Fahrzeugen der beiden Marken sowie Werkstattleistungen und den Verkauf von Zubehör zuständig sein. Von Erlangen aus wird Wormser auch weiterhin das Verkaufsgebiet Herzogenaurach betreuen.

Das Firmengrundstück an der Bamberger Straße, seit rund 50 Jahren Eigentum von Wormser, ist seit 1970 Sitz der Wormser GmbH. Darüber informierte Bernd Nicol, seit zehn Jahren Geschäftsführer und seit 1999 im Herzogenauracher Unternehmen, auf NN-Anfrage. Der Firmenchef, Spediteur Hans Wormser, war trotz intensiver Bemühungen seines Vorzimmers nicht zu erreichen. Bernd Nicol erläuterte außerdem, seit 1. Oktober 2018 sei nicht nur vertraglich mit dem Autokonzern geregelt, dass BMWs die nächsten fünf Jahre von Wormser verkauft werden, sondern auch BMWi. Über das Autohaus in Höchstadt laufen die Verträge für das Produkt Mini. 

Wormser will sich nicht "komplett entfernen"

Bernd Nicols Einschätzung zufolge "hat Herr Wormser nicht vor, sich aus Herzogenaurach komplett zu entfernen. Bis auf Weiteres bleibt Herzogenaurach bestehen." Überdies werde auch in den Großraum investiert: "Vor drei Jahren erst haben wir Höchstadt und Forchheim völlig umgebaut." Ebenfalls erst 2017/2018 war durch Wormser der Neubau eines der modernsten Autohäuser der Region in Coburg und eine Teilmodernisierung des Autohauses in Herzogenaurach nach den Vorgaben der BMW AG erfolgt. 

In Erlangen musste das Autohaus Fink seine BMW- und Mini-Gebietshoheit nun an den neuen Platzhirsch abtreten. Geschäftsführer Stefan Fink sieht das mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Es sei einfach ein Trend, dass Hersteller sich eher an die großen Anbieter binden. 

Das Autohaus Fink sei kleiner, dafür aber auch familiärer. Deshalb ist Fink nicht in Sorge, seine Kunden zu verlieren: "Wir dürfen weiterhin BMW und Mini verkaufen, können jetzt aber außerhalb der strengen Verkaufsstandards agieren, die BMW vorgibt." Das schaffe ganz neue Freiheiten, auch in Sachen Preise, die auch an die Kunden weitergegeben werden könnten. Er vergleicht das mit Onlineportalen, die ihren Kunden ganz andere Konditionen anbieten können als Vertragsautohäuser. Als Vertragswerkstatt werde das Autohaus Fink zudem weiterhin tätig sein. "Wir werden nicht verschwinden", sagt Stefan Fink. "Wir sind wirtschaftlich erfolgreich und werden von unseren Kunden geschätzt."

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