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Erlangen-Höchstadt: Martina Stamm-Fibich will Landrätin werden

Kreisvorstand und Kreistagsfraktion der SPD schlagen die Bundestagsabgeordnete als Kandidatin vor. - 01.10.2019 18:27 Uhr

Martina Stamm-Fibich (2. v. r.) soll für die SPD ins Rennen um den Landrats-Posten gehen. Kreisvorsitzender Fritz Müller, die Vize-Vorsitzende der Kreistagsfraktion, Mechthild Weishaar-Glab (2. v. l.) und Ortsvorsitzende Renate Schroff sprachen sich für sie aus. © Foto: Rainer Groh


Das hat SPD-Kreisvorsitzender Fritz Müller in Herzogenaurach, dem Sitz des größten Ortsvereins in ERH, bekanntgegeben. Die gebürtige Bruckerin, ehemalige Gemeinderätin von Hemhofen, Kreisrätin und Bundestagsabgeordnete bringe alles mit, was man für das Amt der Landrätin brauche, sei quasi die personifizierte Frauenpower. Martina Stamm-Fibich besitze vor allem die Fähigkeit, den Bürgern nahezubringen, was in Verwaltung und politischen Gremien des Landkreises erarbeitet werde. Und sie habe "den besten Draht zum Landkreis".

Auch die SPD-Kreistagsfraktion schätze die Fähigkeiten der Politikerin sehr, so Mechthild Weishaar-Glab, die stellvertretende Fraktionssprecherin. Als "politisches Schwergewicht" bezeichnete die Herzogenauracher Ortsvereinsvorsitzende Renate Schroff die designierte Kandidatin. Der größte Ortsverein sei froh, dass Martina Stamm-Fibich antrete.

So ein kommunales Mandat sei eben die Krönung, wenn man als Politikerin unmittelbar etwas bewegen wolle, sagte Stamm-Fibich zu ihren Beweggründen. Wenn sie bedenke, welche Befugnisse Landräte und auch Bürgermeister haben, komme sofort der Wunsch, "so viel möchte ich auch mal entscheiden".

Sie könne nicht behaupten, dass ein Bundestagsmandat ein "Job für nebenbei" sei. Namentlich in sechs Jahren Gesundheitspolitik sei sie "gut unterwegs". Gleichwohl, Bildung, Erziehung und Pflege seien auch auf kommunaler Ebene die Herausforderungen der nächsten Jahre. Da brauche es entsprechenden Einsatz: Die kreiseigenen Bildungseinrichtungen müssten weiter fitgemacht werden. Der Landkreis müsse an den Voraussetzungen arbeiten, dass Erziehungseinrichtungen Personal finden – nicht zuletzt mit erschwinglichem Wohnraum. Es gehe nicht an, dass Erzieherinnen 40 Kilometer weit einpendeln müssen, weil sie im Landkreis keine Wohnung finden. Eine Möglichkeit, den "eklatanten Mangel" an erschwinglichen Wohnungen zu mildern, sei die kommunale Wohnungsbaugesellschaft GeWo Land, die gute Ansätze zeige. Stamm-Fibich: "Ich werde mich dafür stark machen, dass die Leute im Landkreis wohnen bleiben können".

Stamm-Fibich spricht sich klar für die StUB aus, hält einen Ost-Ast für erstrebenswert und will, dass die Vorzüge des Öffentlichen Personennahverkehrs den Bürgern besser nahegebracht werden. "Ich möchte mehr treiben, als es im Augenblick der Fall ist", so die Sozialdemokratin aus Möhrendorf.

RAINER GROH

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