Donnerstag, 21.11.2019

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Erster Sieg für TSH-Handballdamen

Drittligateam gewinnt in Halle-Neustadt dank einer endlich wieder kompakten Abwehr - 13.10.2019 19:44 Uhr

Eiskalt: Laura Brockschmidt traf in Halle-Neustadt neunmal und verwandelte dabei sieben von acht Siebenmetern.


Die Voraussetzungen waren für beide Teams ähnlich. Nach einem verkorksten Auftaktprogramm mit drei Niederlagen in Folge sollte ein Erfolgserlebnis her. Das Spiel begann schleppend, erst in der dritten Minute erkämpfte sich der SV sein erstes Tor über Rechtsaußen Viktoria Kranz. Keine der beiden Mannschaften vermochten ihre Angriffe erfolgreich auszuspielen. In der sechsten Minute war es Kreisläuferin Kristin Lang, die für die TSH das erste Tor erzielte. Über ein 2:2 erkämpften sich die Herzogenauracherinnen nach und nach Vorteile.

Vor allem die zuletzt schwächelnde Abwehr präsentierte sich stark verbessert. Nur 17 Gegentore ließ die TSH in 60 Minuten zu, vier Tore weniger als sie im Heimspiel gegen die TSG Eddersheim bereits in einer Halbzeit hinnehmen musste. Für TSH-Spielerin Laura Brockschmidt war die Defensivarbeit letztlich auch der Schlüssel zum Erfolg: "Jede hat sich für jede eingesetzt und wir waren heute richtig heiß darauf, Abwehr zu spielen." Außerdem erwischte Torhüterin Milena Deppisch einen Sahnetag und entschärfte bis zur siebten Minute bereits zwei Siebenmeter.

Aufbauend auf die kompakte Abwehr nutzten die Fränkinnen die Ballgewinne, um in den Gegenstoß zu kommen und Saskia Probst und Amelie Theobald auf den Außenbahnen in Szene zu setzen.

Im Angriff zeigte auch Kreisläuferin Kristin Lang, wie wichtig sie nach ihrer Verletzung wieder für die Mannschaft ist. Sowohl aus dem schnellen Spiel heraus als auch aus dem Positionsangriff war die 22-Jährige wieder eine willkommene Anspielposition. Neben zwei eigenen Toren erkämpfte sie einige Siebenmeter, von denen Laura Brockschmidt sieben und Jana Lichtscheidel einen verwandelte.

Zwar wurden die Tormöglichkeiten nicht immer konsequent genutzt, dennoch setzten sich die Kästl-Schützlinge bis zur 21. Minute auf 9:5 ab. Das war auch der Halbzeitstand, weil in der defensiv geprägten Partie bis zur Pause keine Tore mehr fielen.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit knüpfte Herzogenaurach an die schwache Phase an und verschlief die ersten Minuten komplett. Mit einem 5:0-Lauf holte SV Union Halle-Neustadt II auf und glich zum 11:11 aus. In einem engen Spiel behielt die Turnerschaft jedoch kühlen Kopf, arbeitete gemeinsam in der Abwehr und warf sich wieder mit vier Toren in Front. Über ein 17:13 stellte sie erneut einen soliden Abstand her und gewannen am Ende verdient und ungefährdet mit 22:17.

Trainer Hans-Jürgen Kästl ist nach dem Spiel vor allem mit dem Ergebnis zufrieden: "Es war insgesamt kein niveauvolles Spiel, wir hätten es uns einfacher machen können. Wichtig ist, dass wir die zwei Punkte gewonnen haben." Der TSH-Trainer ist erleichtert, dass sein Team die mental schwierige Aufgabe erfolgreich gemeistert und dem Druck standgehalten hat.

Den positiven Schwung möchten die Handballerinnen mit in die nächsten Partien nehmen. Die Tabelle zeigt, dass am Ende der Saison jeder Zähler entscheidend sein wird und die TSH keine Zeit verschwenden darf, um Punkte für den Klassenerhalt zu sammeln. Das soll schon nächsten Samstag gelingen, wenn die HSG Kleenheim-Langgöns in Herzogenaurach zu Gast ist.

TSH: Deppisch, Gerling (n.e.); Luber, Dresslerova, Quetsch, Hopp, Brockschmidt 9/7, Probst 4, Lichtscheidel 2/1, Lang 2, Theobald 3, Neumann 2, Heinrich (n.e.).

LENA MERGNER

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