24°

Donnerstag, 25.04.2019

|

Es summt und brummt auf dem Dachgarten

Herzogenaurach: Dorothea Lang gewann beim Wettbewerb "Wir tun was für Bienen" den ersten Platz - 24.10.2017 14:00 Uhr

Im Sommer, wenn alles blüht, summt und brummt es auf dem Dachgarten. Hier werden Pflanzen angebaut, die Bienen besonders gerne mögen. © Dorothea Lang


Die Stiftung für Mensch und Umwelt hatte dazu aufgerufen, mithilfe von bienenfreundlichen Pflanzen die unterschiedlichsten Gärten in Blühoasen zu verwandeln. Rund 600 Teilnehmer folgten dem Aufruf und pflanzten heimische Blumen, gestalteten Gärten um oder neu, bauten Nisthilfen und legten Beete an. Die Fachjury suchte in fünf Kategorien die jeweils besten Beiträge aus.

Dorothea Lang ist stolz auf ihren Dachgarten, mit dem sie den ersten Preis beim bayernweiten Pflanzenwettbewerb unter dem Motto „Wir tun was für Bienen!“ in der Kategorie Privatgärten gewonnen hat. © Edgar Pfrogner


"Die sorgfältige Dokumentation meiner Arbeit scheint die Jury überzeugt zu haben", lacht Dorothea Lang. "Mein Projekt insektenfreundlicher Dachgarten geht grundsätzlich schon ins fünfte Jahr, doch ein durchgehendes Trachtfließband umzusetzen, versuche ich gezielt erst seit Januar diesen Jahres", beschreibt sie ihre Arbeit. Trachtfließband bedeutet: Von Februar bis Oktober sollten ausreichend Pollen- und Nektarpflanzen vorhanden sein, die von den Bienen beflogen werden können.

Sichtbarer Erfolg

"Die Erfolge sind schon nach ein paar Monaten zu sehen", so Lang. "Anfangs hatte ich nur ein paar Hornfeilchen auf meinem Balkon. Irgendwann habe ich dann gemerkt, dass immer weniger Bienen herumschwirrten und wollte etwas dagegen tun." Jetzt kann man auf ihrem Dachgarten Reisighaufen und ein Insektenhotel finden. "Ich merke deutlich, dass wirklich mehr Insekten als vorher da sind", so Lang.

"Wir sind begeistert von den tollen Wettbewerbsbeiträgen und es fiel uns schwer, die Besten auszuwählen", kommentierte Corinna Hölzer von der Stiftung für Mensch und Umwelt. Auch Hans-Dieter Schuster vom Bayerischen Umweltministerium freute sich, als er die Urkunden gemeinsam mit der Stiftung überreichte. Der Wettbewerb lief im Rahmen der Aktion "Natur in der Stadt" des Staatsministeriums für Umwelt.

"Ob es fünf oder 500 Quadratmeter sind, spielt erst mal keine Rolle. Wichtig ist, das Potenzial für das bunte summende Leben in unseren Gärten zu erkennen. Lebensräume für unsere bedrohten Wildbienen sind nicht die Kiesgärten, die im Moment stark im Trend sind. Es sind vielmehr nektar-und pollenreiche Blühpflanzen und Strukturen zum Nisten wie offene Sandflächen, Natursteine und Totholz."

Die "Wildgarten-AG" des Ökologischen Bildungszentrums in München stand in der Kategorie "Firmen-/Institutions- und Vereinsgärten" ganz oben auf dem Siegertreppchen. In der Kategorie "Kleingartenwesen siegte der InterKulturGarten aus Pfaffenhofen an der Ilm. Die Johann-Nepomuk-von-Kurz-Schule aus Ingolstadt gewann mit der Bienen-AG für ihre "Bienenweide im Schulgarten" den ersten Preis in der Kategorie "Schul-, Kita-, und Jugendclubgärten", und die Green City e.V. aus München gewann in der Kategorie "Kommunale Flächen" den ersten Preis.

Auch am Wettbewerb "Deutschland summt!" hat Dorothea Lang teilgenommen. Der Sieger soll in den nächsten Tagen bekannt gegeben werden. 

amm

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus: Herzogenaurach