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Freitag, 07.08.2020

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Fachschüler investierten hunderte Arbeitsstunden

Berufsschüler präsentierten Projekte: Plasma-CNC-Schneider, Offroad-Buggy und solarbetriebene Pumpe - 27.07.2020 14:00 Uhr

Im Freien haben die Fachschüler ihre Projekte vor Mitschülern, der Schulleitung, dem Lehrerkollegium und dem Verwaltungsteam präsentiert.

© Foto: Berufsschule


Die Vorstellung des Plasma-CNC-Schneiders erfolgte durch ein sechsköpfiges Team. Für die Inbetriebnahme wurden ungefähr 1200 Stunden Arbeitszeit investiert. Neben der Realisierung und Wartung musste auch eine ausführliche Dokumentation erfolgen.

Die Kosten eines solchen Spezial-Schneiders würden sich am freien Markt auf rund 45 000 Euro belaufen. Für das an der Schule verbleibende Gerät, das in den kommenden Jahren durch die nachfolgenden Schüler genutzt und weiterentwickelt werden kann, konnten sich die Realisierungskosten bei rund 5500 Euro eingrenzen lassen.

Ein besonderer Hingucker war das Projekt "Offroad-Buggy". Hier hat das vierköpfige Team, das sich sogar in Einheitskleidung mit eigens entworfenem Logo präsentierte, ein altes Quad "umfunktioniert". Gut 300 Konstruktionsstunden und weitere 600 Fertigungsstunden unter Verwendung des CAD-Programms waren nötig, um aus den verwendeten Einzelteilen wie Motor, Achse und Tank in Kombination mit einem selbst konstruierten und in leuchtendem rot lackierten Stahlrahmen ein völlig funktionsfähiges besonderes Fahrzeug zu kreieren.

Mit seinen 20 PS erreicht der Buggy eine Geschwindigkeit von 60 bis 70 km/h und soll nun nach der Zulassung durch den TÜV als landwirtschaftliches Nutzfahrzeug eingesetzt werden. Investiert wurden hier aus Eigenmitteln rund 4000 Euro.

Innovativ und zukunftsweisend präsentierten die fünf Mitglieder des Teams "solarbetriebene Brunnenpumpe" ihr Projekt. Bei dieser Doppelkolbenpumpe, die durch Solarbetrieb die entsprechenden Batterien mit Energie füllt, kann eine Wassersäule mit einer Tiefe von bis zu vier Metern angesaugt werden.

Durch Sponsoren unterstützt

Bei diesem Projekt wurden rund 700 Arbeitsstunden investiert und durch unterstützendes Sponsoring, das in Eigenregie durch die Fachschüler organisiert wurde, konnten hier die Investitionskosten von 1500 Euro nahezu gedeckt werden. Da es auf dem Markt kein vergleichbares Modell gibt, wird man hier sicher die Weiterentwicklung und Nutzung des Wissens zur Optimierung und Etablierung auf dem Markt anstreben.

Am Ende der Präsentationen konnten die Schüler in nötigem Sicherheitsabstand die einzelnen Projekte begutachten und ihre Fragen stellen. Schulleiter Martin Wirsching, der stets Vertrauen in seine Schüler hat, ließ es sich abschließend nicht nehmen, mit dem Buggy eine Ehrenrunde über den Hof zu drehen. Die Schulleitung, das Lehrerkollegium, das Verwaltungsteam und die geladenen Mitschüler bekundeten durch kräftigen Applaus ihren Respekt für die Fachschüler, die trotz der schwierigen Zeit ihre Projekte mit Motivation und Entschlossenheit zum Abschluss gebracht haben.

nn

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