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Football-Derby in Hemhofen: "Werden sie einfach überrennen"

Erstmals prallen mit Geechers und Herzo Rhinos zwei lokale Teams aufeinander - 02.08.2019 07:02 Uhr

„Wir werden sie einfach überrennen“, sagt Gechers-Chef Theofanis Triantafillos und vertraut seiner „Power-Offense“ (hier läuft Kai Meister einem Gegner unwiderstehlich davon).


Erwarten Sie beim Gegner Überraschungen?

Theofanis Triantafillos: Da gibt es keine Überraschungen, da die Rhinos mit vielen verschiedenen Spielzügen operieren. Für unsere Verteidigung wird es gegen diese komplexe Offensive schwer.

Joachim Gerlach: Ehrlich gesagt nein. Ich habe Hemhofen ein paarmal gesehen. Sie spielen einen körperbetonten Football, wollen den Erfolg mit der Brechstange erzwingen. Das wird am Sonntag wieder so sein.

Was fürchten Sie am meisten bei Ihrem Kontrahenten?

Triantafillos: Gar nichts. Die größte Angst haben wir davor, uns zu verletzen. Denn wir sind personell eng besetzt. Wenn Spieler ausfallen, ist schnell die Luft raus. Viele Spiele, die wir verloren haben, hätten wir gewinnen können, wenn wir mehr Leute hätten.

Team-Play und Taktik sind für Rhinos-Trainer Joachim Gerlach der Schlüssel zum Erfolg. Und: „Wer mehr einstecken und mehr austeilen kann, wird den Platz als Sieger verlassen.“


Gerlach: Diesen körperbetonten Einsatz der Hemhofen Gechers, so wie ich ihn beim letzten Spiel gesehen habe. Wir als Neulinge sind das nicht so gewohnt und müssen noch daran arbeiten.

Was sind die Schwächen und was die Stärken Ihrer Mannschaft?

Triantafillos: Unsere Stärke ist die Power Offense – mit dem Kopf durch die Wand. Als Schwäche sehe ich unsere Power Defense. Wenn der Gegner seinem Quarterback Zeit verschaffen kann, sind wir zu schlagen.

Gerlach: Zu unseren Schwächen werde ich bestimmt nichts sagen. Allerdings sind viele von unseren Kollegen im Urlaub, darunter auch Leistungsträger. Unsere Stärke ist, dass wir als Team auftreten. Wir haben keine herausragende Angreifer, aber unser Spiel ist in den letzten Spiel dennoch in die richtige Richtung gelenkt worden.

Wie viele Anhänger erwarten Sie?

Triantafillos: Das lässt sich schlecht schätzen. Ich würde mal sagen so 300 bis 350, je nachdem wie das Wetter wird.

Gerlach: Es ist ein Nachbarderby, und Hemhofen liegt nicht weit weg. Im Bamberg haben uns 200 Fans begleitet. Diesmal rechne ich mit 200 bis 300 Unterstützern.

Welche Bedeutung hat dieses erste Footballderby im Landkreis für Sie?

Triantafillos: Alles. Beide Teams haben die gleiche Punktzahl. Mit einem Sieg wären wir vor den Herzo Rhinos. Deshalb wollen wir unbedingt gewinnen und den Leuten zeigen, dass wir das können.

Gerlach: Ich bin erschrocken, als ich das gehört habe. Für mich ist es nicht mehr Derby als die Spiele gegen Nürnberg oder Coburg. Jedes dieser Spiele ist ein Frankenderby.

Wie bereitet sich Ihre Mannschaft auf das Derby vor?

Triantafillos: Wir machen nichts Spezielles, trainieren wie gewohnt zweimal in der Woche. Wir haben vom Gegner eine Videoanalyse. Wichtig ist für uns das gemütliche Beisammensein. Wir treten als Gemeinschaft auf.

Gerlach: Ich gehe davon aus, dass es körperbetont zugehen wird. Deshalb wird auch sehr körperbetont trainiert. Das wird der Schlüssel zum Erfolg. Wer mehr einstecken und mehr austeilen kann, wird den Platz als Sieger verlassen. Natürlich spielt auch die Taktik eine Rolle.

Wird das Derby härter verlaufen als ein normales Footballmatch?

Triantafillos: Ich denke nicht. Es wird grundsätzlich eine Härte wie bei jedem anderen Spiel geben. In den Zweikämpfen gibt man volle Kanne. Aber wir werden fair auftreten.

Gerlach: In den sozialen Medien werden ja schon fleißig Nettigkeiten ausgetauscht. Aber reden kann man viel, wenn der Tag lang ist. Entscheidend ist, was auf dem Platz abgeht. Die Schiedsrichter müssen das Ganze gut leiten, damit es nicht eskaliert.

Die Hemhofen Gechers sind im Landkreis der Platzhirsch, nun ist mit den Herzo Rhinos ein Konkurrent aufgetaucht.

Triantafillos: Man merkt dies vor allem am Personal. Es ist schwerer geworden, an Spieler zu kommen. Wir haben um die 40 Akteure und Herzo auch. Deswegen müssen wir auch in den sozialen Medien arbeiten, um auf uns aufmerksam zu machen. Aber Konkurrenz belebt das Geschäft.

Gerlach: Als Neuling hat man es natürlich schwer. Die Erfahrung spielt in dieser Sportart eine große Rolle. Die fehlende Erfahrung müssen wir uns hart erarbeiten. Dazu sind solche Spiele wie am Sonntag ideal.

Warum gewinnt Ihr Team?

Triantafillos: Weil die Rhinos bisher noch nicht gegen so eine Mannschaft, wie wir es sind, gespielt haben. Wir werden sie einfach überrennen.

Gerlach: Weil wir als Team spielen.

Wagen Sie einen Tipp, wie die Begegnung ausgeht.

Triantafillos: 21:9 für uns.

Gerlach: Wir gewinnen 24:12. 

HANS JOCHEN SCHAUER

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