Samstag, 18.01.2020

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Fußballer-Glück in Niederndorf: "Bezirksliga wäre Highlight"

Der Hesse Andreas Göttmann hat in Niederndorf sein sportliches und privates Glück gefunden. - 06.12.2019 07:00 Uhr

Aktuell Torjäger Nummer eins der Kreisliga Erlangen: Andreas Göttmann vom ASV Niederndorf (schwarzes Trikot/hier gegen die DJK Erlangen) weiß mit seiner Erfahrung, wo die „Bude“ steht.


Der Beruf verschlug Andreas Göttmann vor über neun Jahren von Hessen nach Mittelfranken, auf der Suche nach einem Team landete er beim ASV Niederndorf. 241 Ligaspiele und 195 Saisontreffer später ist der 32-Jährige aus der Mannschaft nicht mehr wegzudenken – und verschwendet selbst auch keine Gedanken an etwas anderes als den ASV.

"Ans Herz gewachsen"

"Nach meinem Umzug aus Hessen in die Region habe ich in Niederndorf mein Glück gefunden. Das Umfeld und die ganzen Menschen sind mir ans Herz gewachsen und ich fühle mich hier superwohl. Da zieht es mich auch nicht mehr weg", legt sich Göttmann fest.

Mit 36 Treffern hatte er in der Saison 2011/12 wesentlichen Anteil am Niederndorfer Kreisligaaufstieg und auch in dieser Saison läuft es wieder rund: Zur Winterpause hat der Offensivmann 15 Tore auf dem Konto und führt damit die Torjägerliste an. Die Geschichte könnte sich also wiederholen – nur eben eine Liga höher.

Nach dem Aufstieg der Teams aus Adelsdorf und Tennenlohe in der letzten Saison hatte man beim ASV auch kein Problem damit, die Favoritenrolle anzunehmen. "Ich kann mich noch daran erinnern, dass wir zu Beginn der Saison gesagt haben, wenn wir gut in die Runde starten und verletzungsfrei bleiben, dann können wir vorne mitspielen. Beides ist nicht eingetreten", so Göttmann.

Und so startete Niederndorf mit den Ausfällen von Patrick Geyer, Max Nimmrichter und Neuzugang Oskar Valdmaa mit zwei Unentschieden etwas schleppend in die Saison. Nach und nach fand der ASV aber in die Erfolgsspur zurück und so steht zur Winterpause Platz drei zu Buche. Gewinnt der ASV die beiden Nachholspiele, dann geht es noch einen Platz nach oben.

"Wir sind in der Mannschaft noch enger zusammengerückt und haben dann öfters aufgrund unserer Mannschaftsleistung die Punkte ergattert. Alles in allem sind wir sehr zufrieden mit der Hinrunde", blickt Göttmann zurück.

Neben seiner Leistung auf dem Platz trägt Göttmann in dieser Saison auch erstmals Co-Trainer zum Erfolg seiner Mannschaft bei, Anfang der Spielzeit beorderte ihn Trainer Costa Büle in den Trainerstab. "Ich hab ja schon damals in Niederndorf als Spieler mehrere Jahre mit dem Costa gearbeitet und ein gutes Verhältnis auf und neben dem Platz zu ihm entwickelt.

Als Büle einen Co. gesucht hat, hat er dann direkt an mich gedacht", so Göttmann. Und so sei es für ihn keine Frage gewesen, das Amt anzunehmen. "Das Tolle ist auch, dass ich mich im Training ganz aufs Spielersein konzentrieren kann. In Sachen Taktik und Aufstellung bin ich dafür sehr stark involviert", sagt Göttmann.

Ob es für seine Schützlinge am Ende dann für den ganz großen Coup reicht, könnte sich unmittelbar nach der Winterpause entscheiden, denn mit Ebermannstadt wartet Anfang März direkt ein dicker Brocken. "Für uns gilt es gleich, unsere Kräfte zu mobilisieren und gut reinzukommen. Dann können wir weiter vorne mitmischen – da wollen wir auch gar nicht tiefstapeln", gibt Göttmann vor.

Platz zwei soll es dann nach Möglichkeit werden; und auch einen Bezirksligaaufstieg würde man beim ASV gerne mitnehmen: "Ich glaube grundsätzlich für die Vereinsgeschichte und die Mannschaft, gerade die jungen Spieler, wäre es schon ein Riesen-Highlight, mal ein Jahr in der Bezirksliga zu spielen", sagt Göttmann und schiebt nach: "Danach muss man dann eben schauen, ob das dann auch langfristig etwas wäre. Es ist ja kein Geheimnis, dass in der Bezirksliga schon der ein oder andere Schein wandert und das war eben noch nie die Niederndorfer Vereinsphilosophie. Wir definieren uns eher über unseren Zusammenhalt."

Bis man sich beim ASV aber damit befassen muss, gilt es noch eine Rückrunde zu absolvieren. Und diese dürfte es noch in sich haben. Göttmann: "Nach der guten letzten Saison unterschätzt uns niemand mehr. Wir merken, dass die Spiele noch einmal einen Tick schwerer geworden sind."

BENEDIKT HOFMANN

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