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Gesucht: Lesepaten für Kinder

Seniorenbeirat startet Neuversuch — Offene Ohren in Kindergärten und Schulen - 20.04.2012 17:53 Uhr

Robert Weigl (v. l. ), die Leiterin der Stadtbibliothek Gabriele Lechner, Herbert Goldmann und Gerlinde Martini sind dabei beim Neuversuch des Seniorenbeirats, Lesepaten für Kinder zu finden. © Daniel Kardos


Goldmann, der auch bei der Gründung der hilfsbereiten Herzo-Heinzelmännchen eine wichtige Rolle spielte, gewann für seine Idee schnell engagierte Mitstreiter aus dem Seniorenbeirat.

Neben Gerlinde Martini, die bereits den „Leih-Oma“- Status besitzt, engagiert sich vor allem Robert Weigl, ehemaliger Rektor der Röttenbacher Grund- und Hauptschule.

In die neu geschaffene Projekt-Arbeitsgruppe hat man darüber hinaus ganz bewusst Gabriele Lechner integriert, weil sie als Chefin der Stadtbibliothek an der Quelle sitzt und am besten Bescheid weiß, was in dieser Altersgruppe gern gelesen wird oder eventuell gelesen werden sollte.

Zunächst einmal wurde der Bedarf ermittelt, um die geplante Maßnahme zu rechtfertigen und einen nachhaltigen Neuanfang zu garantieren.

Auf offene Ohren stießen die Organisatoren bei allen Herzogenauracher Kindergärten, weiterhin signalisierten die Schulleitungen der Carl-Platz-Schule und der Volksschule Liebfrauenhaus, ein solches Projekt zu unterstützen, um Kindern in Kleingruppen das Lesen näher zu bringen.

Die Niederndorfer Cunz-Reyther-Grundschule bot sich ihrerseits an, zukünftigen Lesepaten Hilfestellung zu leisten, da man aufgrund eines schon seit Jahren bestehenden Leseclubs von Eltern in diesem Bereich genügend Erfahrungen besitze.

Anfang April traf sich die Arbeitsgruppe mit Karl-Heinz Kremer, dem Leiter der Gruppe Leseinitiative des Generationen-TREFFS Forchheim, die seit zehn Jahren besteht, momentan 22 Lesepaten umfasst und 2003 einen Bürgerpreis in der Kategorie Projekte gewann.

Von ihm erhielt man wertvolle Ratschläge, die dann den Herzogenauracher Gegebenheiten angepasst wurden. In mühevoller, doch kreativer Kleinarbeit entstand ein mehrseitiger bunter Leitfaden, den man jedem Interessierten in die Hand drücken will.

Unter dem Motto „Wir machen mit – Aktion Herzo-Lesepaten“ wird zu-nächst einmal die Frage beantwortet, wer sich angesprochen fühlen sollte, nämlich „Menschen aus allen Alters-, Bevölkerungs- und Berufsgruppen“, die ihre Freude am Lesen weitergeben möchten und die Lesekompetenz von Kindern fördern wollen.

Darüber hinaus enthält die kleine Broschüre Tipps zur Erwartungshaltung von Schule und Kindergarten, zum richtigen Umgang mit Kindern, zur Hilfe bei der Literaturauswahl, aber auch zu Problemen der Haftpflicht- und Unfallversicherung.

Mit bunten informativen Plakaten und Flyern, die in Geschäften und Behörden aushängen oder ausliegen, wird in den nächsten Wochen für die begrüßenswerte Aktion des hiesigen Seniorenbeirats geworben.

Zum Welttag des Buches gibt es am 24. April in der Herzogenauracher Stadtbücherei eine Veranstaltung, die ebenfalls auf das Projekt der „Herzo-Lesepaten“ hinweist.

Denn „Wer zu lesen versteht, besitzt den Schlüssel zu großen Taten, zu unerträumten Möglichkeiten“. Diese Anregung des Philosophen und Schriftstellers Aldous Huxley sollte vielen Herzogenaurachern Mut machen, sich an diesem Projekt der rührigen Arbeitsgruppe um Goldmann, Martini und Weigl zu beteiligen.GOTTHARD LOHMAIER 

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