Grippe nimmt Longhorns die Puste

12.11.2018, 17:50 Uhr
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Diese deutliche Niederlage hatte eine klar auszumachende Ursache. Denn es fehlten nicht nur die ProA-Spieler um Nils Haßfurther, Moritz Sanders und Matthew Meredith, es grassierte auch eine Grippewelle in der Mannschaft. Ben Gahlert und Robert Merz konnten gar nicht erst antreten, und die meisten der verbliebenen sieben Longhorns gingen geschwächt in die Partie. Die Folge dieses unglücklichen Umstands müssen die Herzogenauracher trotzdem tragen und stehen nun bei 4:4 Siegen auf dem achten Tabellenrang. Die Gastgeber aus Oberfranken rangieren punktgleich auf dem sechsten Tabellenplatz und haben sich damit ebenfalls im Mittelfeld etabliert.

"Klar war unser Ziel, hier zwei Punkte mitzunehmen. Aber ich kann meinen Spielern im Allgemeinen und insbesondere den verbliebenen sieben Spielern keinen Vorwurf machen, denn sie haben alles gegeben. Aber das hat gegen die gute Bamberger Mannschaft einfach nicht gereicht." So Longhornstrainer Nikola Jocic nach dem Spiel.

Zu Beginn der Partie sah es noch gar nicht so schlecht aus, denn die TSHler starteten gut und lagen durch zwei Mitteldistanzwürfe von Mike Kaiser nach drei Minuten mit 8:4 in Führung. Doch in Folge zogen die Bamberger in der Defensive deutlich an und man merkte den Herzogenaurachern schon jetzt an, dass sie nicht mit voller Leistung spielen konnten. Viele Würfe gingen knapp daneben. Immer wieder wirkten die Longhorns einen halben Schritt zu langsam, um sich einen wirklichen freien Wurf zu erspielen. Aus den Rebounds konnten die Bamberger ihr flottes Fast Break-Spiel aufziehen, wodurch sie konstant zu leichten Punkten kamen. Resultat war eine 18:10-Führung der Gastgeber vor dem zweiten Viertel.

Kampf aufgenommen

Nun wollten sich die Herzogenauracher doch nicht so leicht geschlagen geben und kämpften wie die Löwen. Sie stellten auf Zonenverteidigung um, wodurch sie die leichten Abschlüsse der Bamberger in Korbnähe komplett unterbanden und auch im Kampf um den Rebound waren sie engagierter, wodurch sie den Bambergern zweite Wurfchancen verwehrten. Das hohe Engagement in der Verteidigung führte allerdings auch dazu, dass die Aurachstädter in der Offensive noch weniger zu Wege brachten, woraus ein Low Scoring Game resultierte. Die Bamberger gewannen dieses Viertel mit 11:9 und führten so zur Halbzeit mit 29:19.

In der Halbzeit schöpfte die TSH noch einmal Hoffnung und kam voller Tatendrang aus der Kabine. Angeführt vom stärksten Herzogenauracher Patrick Horstmann, der 14 Punkte und 14 Rebounds auflegte, konnten die Longhorns den Rückstand sukzessive verkürzen und nach knapp fünf Minuten stand es 35:30.

Doch nun übernahm der Bamberger Aufbauspieler Kevin Jefferson das Kommando und setzte zu einem beeindruckenden Zwischenspurt an. Zehn seiner 18 Punkte erzielte er in den folgenden 5:37 Minuten und führte die Seinigen fast im Alleingang zu einer 49:39-Führung.

Zu Beginn des letzten Viertels versuchte das Trio Larry Hall, Daniel Dorberth und Anthony Bauer, das Spiel noch mal zu drehen. Nach zwei Minuten hatten sie auf 53:47 verkürzt, doch jetzt ging den sieben angeschlagenen Herzogenaurachern endgültig die Puste aus. Die harte Verteidigung der Bamberger und der Kampf im zweiten und dritten Viertel forderte ihren Tribut und die Aurachstädter mussten abreißen lassen. Die Bamberger fanden in Michael Lachmann und Christoph Dippold ihre Punktegaranten und brachten so das Spiel sicher und verdient nach Hause.

"Die Niederlage wird unserem Selbstvertrauen und unserem Optimismus nichts anhaben. Die Voraussetzungen waren denkbar schlecht, was aber nicht als einzige Ausrede herhalten darf. Wir müssen jetzt noch intensiver trainieren." So Kapitän Mike Kaiser nach dem Spiel.

TSH: Dorberth 7, Horstmann 14, Schlindwein 2, Hall 11, Kaiser 4, Bauer 8, Übbing 3.

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