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Große Bühne für die Macher hinter den Kulissen

Erster Ehrungsabend für langjährige Funktionäre in Sozialem, Kultur und Sport — 16 Persönlichkeiten ausgezeichnet - 08.02.2013 17:27 Uhr

Alle drei Bürgermeister erwiesen den verdienten Ehrenamtlichen die Reverenz. 16 Persönlichkeiten aus sozialem Leben, Kultur und Sport wurden ausgezeichnet. © Margot Jansen


Bürgermeister German Hacker ehrte bei dieser Premiere 16 Persönlichkeiten, die sich 25 Jahre oder länger besondere Verdienste um Soziales, Kultur oder Sport erworben haben. Davon unberührt bleibt die bisherige Praxis für die Ehrenamtlichen der Rettungsdienste und der Feuerwehren.

An diesem Abend galt die Ehrung den Menschen, die nicht unbedingt im Fokus der Öffentlichkeit stehen, die aber durch ihr Engagement einen wichtigen Beitrag für die Gesellschaft leisten. German Hacker wies in seiner Rede auf die enorme Bedeutung des Ehrenamtes hin: keine Kommune, kein Land könne ohne es existieren.

Die 16 (aus 61 Vorschlägen) geehrten Frauen und Männer kamen aus den unterschiedlichsten Vereinen und Gruppierungen. In alphabetischer Reihenfolge nahmen sie ihre Urkunde, einen Bildband und einen Scheck über 100 Euro entgegen.

Christian Baier von der Freiwilligen Feuerwehr Steinbach machte den Anfang. Seit über 60 Jahren ist er dabei, auch wenn er heute keinen aktiven Dienst mehr tätigt, so ist kein Feuerwehrfest ohne ihn denkbar. Für Monika Geinzer von der Kolpingsfamilie, seit 2002 stellvertretende Vorsitzende, liegt der Schwerpunkt ihres Engagements in der Jugendarbeit. Siegfried Gumbrecht, Ehrenmitglied der Schützengilde Edelweiß 1955 Niederndorf, betreut aktuell die Umbaumaßnahmen des Vereinshauses.

Tätowierungsmeister, Errichter des „Frankenheims“, Mitorganisator der „Frankenheim-Kerwa“ – viele Aktivitäten für den Kaninchenzuchtverein B 455 – gehen auf das Konto von Walter Hornof. Das „Urgestein“ beim Sportkegelclub „Gut Holz“ ist Waldemar Maier. Zehn Jahre lang erster Vorsitzender, opfert er auch heute noch seine Freizeit für die Spielmobilkinder und die Jugendlichen des Vereins. Ohne Herbert Maier von der Turnerschaft ist das Sportabzeichen nicht denkbar. Seit Jahrzehnten ist er Prüfer und Obmann.

Selbst in jungen Jahren aktiver Sportler in den Disziplinen Einrad-, Kunstradfahren und mehrfach Deutscher Meister ist Alfred Müller vom Rad- und Kraftfahrerverein „Soli“- der richtige Übungsleiter für die Jugend. Die Musik beim Volkschor hat es Maria Müller angetan. Seit über 40 Jahren ist sie Mitglied, seit über 30 Jahren stimmen unter ihrer Ägide die Finanzen.

Erster Tubaspieler und Gründungsmitglied der Stadtjugendkapelle ist Peter Persin. Als „einen Menschen mit goldenen Händen“ und ein „Alleskönner und Meister seines Fachs“, bezeichnete ihn German Hacker. Herbert Peterle vom „Gemischten Vogelschutz- und Zuchtverein Herzogenaurach und Umgebung“ initiierte nicht nur die Partnerschaft mit dem Kleintierverein K 9 in Wolfsberg, sondern erstellte auch einen kleinen Natur- und Lehrpfad auf dem Vereinsgelände. Mit diesem Projekt gewann der Verein den Bayerischen Vogelschutzpreis. Eine „Institution“ des ASV Niederndorf ist Franz Regler, kurz „Xaver“ genannt. Platzwart, Schiedsrichter, Spielleiter, Betreuer – das alles in einer Person. Seit 25 Jahren ist Hans Schönfelder im Fischereiverein als Schriftführer tätig und managt nicht nur die Mitgliederverwaltung, sondern auch den schwierigen Schriftverkehr. Von der Turnerschaft wurde ein weiteres Mitglied geehrt: Christa Spitzer, im Vorstand zuständig für Jugend, Kultur und Soziales.

Sie ging denn auch, stellvertretend für die Geehrten, der Frage nach: Warum engagieren wir uns? Auf einen kurzen Nenner gebracht: Das Wohl der Mitglieder und damit des Vereins. Als ein „schönes Zeichen“ für die Internationalität der Stadt sah es German Hacker an, dass Radovan Tolimir, der Gründer des Clubs der Jugoslawen, unter den Geehrten war. Nur einige Aktivitäten von Hans Heinrich Weber vom ASV Herzogenaurach: Retter des ASV 1986, Beendigung des „Spielerstreiks“, Spendensammler. Den Reigen beendete Bernd Wüstner, der „seit gefühlten 100 Jahren“ der Schatzmeister des ASV Niederndorf ist. „Ihn drängt es nicht in den Mittelpunkt, da ist schon seine Frau“, witzelte der Bürgermeister. Sebastian Bohn, auch vom ASV Niederndorf, erhielt eine Anerkennung außer der Reihe. Mit gerade 25 Jahren ist er eine Nachwuchshoffnung des ASV.

Matthias Mühlhäußer, Präsident der Stadtjugendkapelle, verglich in seiner Rede einen Verein mit einem Haus. 

MARGOT JANSEN

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