Montag, 18.01.2021

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Große Pläne für das Norma-Zentrallager in Röttenbach

Filialen der Region sollen bald aus Unterfranken beliefert werden - 09.12.2020 15:35 Uhr

Im großen Norma-Zentrallager in Röttenbach tut sich was. Hier könnte künftig der Online-Handel forciert werden.

09.12.2020 © Digitales Orthophoto Bayerische Vermessungsverwaltung


Stattdessen soll künftig in Röttenbach der wachsende Online-Handel und Online-Versand von "Norma 24" gesteuert werden. Auf Anfrage bestätigte das Unternehmen "konkrete Überlegungen" in diese Richtung. Man befinde sich aber noch "in einer intensiven, internen Planungsphase".

Erweiterung auf alle Fälle nötig

Die Umstrukturierung bedeutet für den Standort Röttenbach offenbar keineswegs eine Verkleinerung: "Die zusätzliche Nutzung und Erweiterung im südlichen Bereich unserer Niederlassung wird sowohl für unseren jetzigen Betrieb als auch für eine zukünftige weitere Verwendung benötigt", teilt Norma mit. "Hier sind wir mit dem Landratsamt Erlangen-Höchstadt und der Gemeinde Röttenbach in enger Abstimmung."

Der Lebensmittel-Discounter Norma gliedert sich in 16 Regionalgesellschaften. Eine davon hat ihren Sitz in Röttenbach, sie kümmert sich um rund 150 Filialen. Zuerst hatte die Main-Post über die Pläne der Regionalgesellschaft berichtet. In Gerolzhofen nämlich bedeutet der Umzug von Röttenbach ins Unterfränkische eine der größten Investitionen seit Jahrzehnten. Die Norma-Pläne sind daher natürlich auch Thema im dortigen Gemeinderat und bei den Bürgern. Der Rat hat bereits mehrheitlich zugestimmt, es sollen 11,5 Hektar Ackerland überplant werden.

Mitarbeiter sind informiert

Eine Fraktion (Geo-net) stimmte dagegen, da die Ansiedlung zu wenig Positives bringe. Norma bestätigt: "Im kommenden Jahr werden wir einen Bebauungsplan für unser neues Logistikzentrum in Gerolzhofen aufstellen." Und: "Im Anschluss daran werden wir einen Bauantrag einreichen." Abhängig vom Genehmigungsprozess könnte eventuell 2022 mit dem Bau begonnen werden.

Die Main-Post zitiert den Norma-Expansionsleiter Uwe Sonneberg dahingehend, dass die über 200 Mitarbeiter in Röttenbach über die Pläne informiert worden seien. Außer den Führungskräften sei es allen Mitarbeitern freigestellt, mit nach Gerolzhofen zu gehen oder aber in Röttenbach zu bleiben. Denn auch für das Online-Geschäft brauche man viel Personal.

Probleme mit dem Lärm

 Am Mittwochabend, bei der Gemeinderatssitzung in Röttenbach, will Bürgermeister Ludwig Wahl die Räte über die neue Entwicklung informieren.

"Man wird sehen, wie sich das entwickelt", sagte Wahl auf Anfrage der NN. Zum einen sei die Norma ein großer Gewerbesteuerzahler und daher natürlich wichtig. Zum anderen habe es aus Teilen der Nachbarschaft in den vergangenen Monaten immer wieder Beschwerden über nächtlichen Lade-Lärm gegeben.

Kurz gefasst: Es gibt für Norma eine Genehmigung, bis 22 Uhr zu be- und entladen. Anwohner hatten kritisiert, dass oft noch nach 23 Uhr erheblicher Lärm von dem Gelände ausgehe. "Und daran hat sich bis jetzt nichts geändert", betonte einer der Anwohner diese Woche. Das Landratsamt bestätigte auf Nachfrage,dass von Norma ein Antrag über die Ausweitung der Betriebszeiten vorliegt.

Derzeit nur Vermutungen

Bürgermeister Wahl spricht bewusst im Konjunktiv: Vielleicht sei die Lärmproblematik ein Teil der Überlegungen bei Norma. Möglicherweise finde das Unternehmen in dieser Hinsicht in Gerolzhofen bessere Bedingungen für die Auslieferung von frischen Lebensmitteln vor.

mk

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