Mittwoch, 23.10.2019

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Grüne bekräftigen ihr Ja zum Rathaus-Neubau

Herzogenaurach: Fraktionschef Peter Simon: schnell und sparsam durchziehen - 11.10.2019 18:49 Uhr

Peter Simon will den Stadtratsbeschluss so schenll wie möglich umsetzen und kritisiert dabei die wankelmütige CSU-Fraktion. © Horst Linke


Simon nennt in einer schriftlichen Stellungnahme dafür die Belebung der Innenstadt als Argument, ebenso die Aussicht auf einen Schlosshof als Veranstaltungsort und einen Park im Umgriff um ansprechende Architektur. Mit den neuen Neubaugegnern geht der Stadtrat hart ins Gericht, ebenso mit den Haltungen der CSU.

Man muss sich bisweilen stark wundern, schreibt Simon, was da so alles als völlig vernünftig, wahr und fair dargestellt werde. Die CSU schaffe es beispielsweise, innerhalb einer Woche, einen Antrag zu stellen, dass die Stadt prüfen solle, was es koste, das Interims-Rathaus zu kaufen. Gleichzeitig beteuere sie, dass es dabei nicht darum gehe, den Rathausneubau zu stoppen. Der Antrag solle lediglich zu eventuellen Mieteinsparungen verhelfen.

In der Stadtratssitzung selbst bekenne sich dann ein Teil der CSU-Fraktion klar zum Rathausneubau (Schwab, Drebinger, Lang), während Frank Gäbelein sage, dass man sich die Alternative, das Interims-Rathaus zum Dauerrathaus zu machen, durchaus offen halten wolle. Einen Tag später fordere dann die Bürgermeisterkandidatin der CSU ein Bürgerbegehren zum Rathausneubau und verlangt einen Bau- und Entscheidungsstopp bis zur Wahl. Somit schaffe es die CSU innerhalb weniger Tage sich für den Rathausneubau, für die Offenhaltung aller Alternativen bezüglich der Rathausthematik und für den Stopp des Rathausneubaus auszusprechen.

Schaue man dann in die Rubrik der Leserbriefe, wunderten sich Leo und Peter Hildel "und ihre bekannten Co-Autoren" (Simon), wieso die Grünen nicht für den Stopp des Rathausneubaus sind. Es würden ja im dort neu entstehenden Park auch einige neue Bäume hinzukommen.

Spätestens mit der Bewegung "Fridays for Future" und der dabei aufkommenden Aufklärungs- und Ideenwelle, wie nachhaltige und ökologische Stadtgestaltung aussehen kann und muss, sollte, schreibt Simon, jeder wissen, dass es um mehr als nur ein "paar Bäume" gehe, sondern beispielsweise um folgende Fragen:

Wie gestalten wir Mobilität, gibt es einen günstigen und schnellen ÖPNV, gibt es ausreichend Fahrrad-Trassen, verkehrsberuhigte oder autofreie Bereiche? Wie gestalten wir Wohnen, gibt es begrünte Dächer, klimaneutrale Häuser, weniger Flächenversiegelung?

Beim Rathausneubau stehen, so Simon, aber andere Argumente im Vordergrund. Zuerst gehe es den Grünen um die Belebung der Innenstadt. Dass im neuen Schlosshof auch wieder Feste wie das Mittelalter-, das Altstadtfest, das Sommerkino stattfinden können, sei ein weiterer Bonus. Die Grünen seien überzeugt, dass ein architektonisch ansprechendes Rathaus, welches im Übrigen ebenfalls einen Park habe, mehr Menschen in die Stadt bringe, als ein Park alleine.

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