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Grüne Höchstadt: Gegen den Flächenfraß

Ortsverband wil mit ihrer Nominierungsliste auch ein Zeichen gegen Ausländerfeindlichkeit setzen. - 08.12.2019 17:00 Uhr

Grüne Kandidaten (von links): Frank Meyer-Fembach, Hermann Grau, Andreas Popp, Eva Beadling, Irmgard Schlehlein, Peter Winkler, Landratskandidat Manfred Bachmayer, Sunil Shankar, Lydia Göbel und Christoph Reuß. © Foto: Filiz Mailhammer


Noch etwas unsicher über den formellen Ablauf einer Nominierungsversammlung, aber ganz klar in den politischen Zielen, trafen sich die Grünen im Restaurant Aischblick. Verstärkung bekamen sie von Landratskandidat Manfred Bachmayer, der als Versammlungsleiter alle Wahlgänge korrekt nach Vorschrift durchführte.

Frauenstatut eingehalten

"Wir haben hier eine geringe, aber zulässige Zahl an Wahlberechtigten." Dies wurde mit Zwei- bis Dreifachbelegungen ausgeglichen. Schwierig werde es, das Frauenstatut der Grünen zu erhalten. Demnach bekommen immer Frauen die ungeraden Listenplätze. "Das ist bei so jungen Ortsverbänden nicht immer so einfach", sagte Bachmayer.

Mit der Unterstützung von der Vorsitzenden Sonja Koenigk und Peter Winkler wurden die Plätze der Stadtratsliste gewählt. Irmgard Schlehlein nimmt die Plätze 1 bis 3 ein. "Ich möchte eine ökologisch sinnvolle Planung und keine zubetonierten Einkaufszentren. Wären wir an der Planung des AischPark-Centers beteiligt gewesen, wäre es von Anfang an anders geplant worden", so Irmgard Schlehlein.

Umdenken notwendig

Auch Peter Winkler (Platz 4 bis 6) schloss sich der Meinung an. "Wir müssen für unsere Kinder und Enkel um die ökologischen Ressourcen kämpfen und den Flächenfraß beenden", so Winkler. Ein Umdenken und paradigmatische Änderungen in allen Strukturen müssten erreicht werden.

Biobauer Hermann Grau (Platz 21 bis 22), sei der einzige, der eine Normenkontrollklage gegen die Stadt Höchstadt geführt habe. "Ich möchte, dass diese sich auch daran hält. Mich haben die Rechtsverstöße der Stadt dazu bewegt, in die Politik zu gehen". Doch man warf der Stadt nicht nur eine konzeptlose Betonierung und die unwirtschaftliche Nutzung der entstandenen Gewerbeflächen vor.

Auch die zunehmende Aggressivität und Ausländerfeindlichkeit der Gesellschaft hat einige Kandidaten veranlasst, für den Stadtrat zu kandidieren.

"Die Zukunft von Kindern aus Mischehen macht mir Sorgen", sagte Sunil Shankar (Rang 23 bis 24). Noch stelle man keinen Bürgermeisterkandidaten, aber dies könne sich jederzeit ändern, so Manfred Bachmayer.

Weitere Kandidaten der Höchstadter Bündnis90/Die Grünen sind: Andreas Popp (Rang 7-9), Christoph Reuß (10-12), Eva Beadling (13-14), Lydia Göbel (15-16), Frank Meyer Fembach (17-18) und Jörg Gugel (19-20).

FILIZ MAILHAMMER

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