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Samstag, 19.10.2019

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Handball-Frauen enttäuschen in Sachsen

3. Bundesliga: TS Herzogenaurach kassieren 18:25-Niederlage beim Kellerkind Chemnitz - 11.03.2019 15:58 Uhr

Saskia Probst war mit sechs Toren noch die treffsicherste Herzogenauracherin. © Foto: Horst Linke


Die TSH hatte sich für ihr 16. Spiel in der 3. Liga Ost viel vorgenommen. Mit erfrischendem Tempohandball wollten sie zwei Punkte mitnehmen. Doch der sonntägliche Ausflug verlief anders als geplant. "Wir sind von Anfang an nicht ins Spiel gekommen und konnten im Laufe des Spiels den Schalter nicht mehr umlegen", so beschreibt TSH-Trainer René Friedrich den Spielverlauf. Von Beginn an ließen die Herzogenauracherinnen gute Chancen liegen und bekamen in der Abwehr keinen Zugriff auf die starken Chemnitzer Rückraumspielerinnen.

Nach zwei Minuten Spielzeit war es zunächst Laura Wedrich, die ihr Team in Front warf. Das 1:0 blieb jedoch die einzige Führung der Gäste an diesem Sonntagnachmittag. Chemnitz glich durch die starke Laura Luise Amtsberg aus, die insgesamt sechs Tore zum Sieg ihrer Mannschaft beitrugen. Von da an zeigte der HVC, dass er die Punkte zu Hause behalten wollte.

TSH-Trainer René Friedrich musste nach dem Spiel anerkennen, dass die Chemnitzerinnen den Sieg mehr wollten und seine Mannschaft nie die richtige Einstellung zum Spiel fand: "Wir haben den Kampf nicht angenommen. Statt Ruhe zu bewahren und die Chancen zu suchen, sind wir verkrampft. Wir haben versucht unmögliche Dinge zu machen und versucht, Halbchancen zu nutzen." Das konnte aber nur selten gelingen.

Gegen die sehr kompakt stehende 6:0-Abwehr fanden die Herzogenauracherinnen kein adäquates Mittel und verwarfen zudem zu viele Bälle von allen Positionen. Nach einer Viertelstunde hatte die Turnerschaft gerade einmal drei Tore auf dem Habenkonto. Erst in der 18. Minute verkürzte Laura Brockschmidt auf 4:7.

Obwohl Martina Ebersberger im Tor ein verlässlicher Rückhalt war, gelang es den TSH-Damen von hinten heraus nicht, wie gewohnt ihr Tempospiel aufzuziehen. Chemnitz verteidigte geschickt die fränkischen Angriffe und störte das schnelle Spiel schon in der gegnerischen Hälfte. Doch oftmals kam es gar nicht soweit, da die Abwehr der Fränkinnen zu schlecht abgestimmt war und gerade im Zentrum nicht zur gewohnten Stärke fand. Bezeichnend dafür war, dass die Turnerschaft selbst in Überzahl einfache Tore aus dem Rückraum hinnehmen musste.

So gelang es den Herzogenauracherinnen auch in der zweiten Hälfte nicht, das Spiel zu drehen. Vielmehr erhöhten die Chemnitzerinnen den Abstand auf bis zu elf Tore und gewannen am Ende verdient mit 25:18.

Weder das Trainerteam noch die Spielerinnen konnten sich eine der schlechtesten Saisonleistungen so richtig erklären. Kreisläuferin Kristin Lang: "Irgendwie kann keiner so richtig sagen, woran es gelegen hat. Wir haben einfach nichts auf die Reihe bekommen. Vorne haben wir die Bälle verloren und hinten war unsere Abwehr viel zu offen."

Immerhin konnte die direkte Konkurrenz auch nicht gewinnen, sodass sich an der Tabellenkonstellation erst mal nichts ändert. Dennoch hat René Friedrich für die nächsten Tage eine klare Devise: "Wir müssen die Köpfe freibekommen und den Schalter wieder umlegen." Denn in der nächsten Woche gibt es eine neue Chance zwei Punkte einzufahren. Am kommenden Sonntag empfangen die Powerhandballerinnen zu ungewohnter Uhrzeit um 16.30 Uhr den FSV Mainz 05 II in der heimischen Gymnasiumshalle.

TSH: Ebersberger, Gerling; Egle, Wedrich 2/1, Bestle, Probst 6/2, Schneidereit 1, Brockschmidt 2, Lang 3, Küffner 2, Neumann 2.

LENA MERGNER

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