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Hauptstraße in Höchstadt: Die Polizei soll es richten

Verkehrsausschuss diskutiert über Gefahrensituationen - 16.02.2017 18:24 Uhr

In der neuen Hauptstraße in Höchstadt stehen zwar Pflanzkübel am Rand, eine Unterscheidung zwischen Fahrbahn und Gehsteig ist aber nicht vorgesehen. Archivfoto: Michael Müller


Der folgende kleine Unterschied hat theoretisch Auswirkungen auf das Gaspedal: Das Ingenieurbüro Valentin Maier trennt beim Verkehrskonzept für die Innenstadt zwischen verkehrsberuhigtem Bereich und verkehrsberuhigtem Geschäftsbereich.

Laut den Plänen, die der Ausschuss berät, bleiben Hauptstraße, Marktplatz und die Kleine Bauerngasse verkehrsberuhigt. Das heißt: Es gibt keine Abgrenzung zwischen Geh- und Fahrbahn, denn es herrscht "Mischverkehr" – Autofahrer und Fußgänger sind gleichberechtigt. Alle sind in "Schrittgeschwindigkeit" unterwegs, also mit sieben bis zehn km/h. Diese Entscheidung wird damit begründet, dass im Sommer Cafés und Restaurants außen bestuhlt und mehr Besucher unterwegs sind.

Seit die Hauptstraße neu gestaltet ist, gibt es immer wieder Kritik, weil sich Autofahrer nicht an die gekennzeichneten Flächen halten. Vielen sei außerdem nicht klar, dass sie langsam fahren müssten, weil die Schilder leicht zu übersehen seien. "Gelegentliche Kontrollen der Polizei" sollen hier Abhilfe schaffen, heißt es im Beschlussvorschlag, den der Ausschuss diskutieren wird. Außerdem: "Der Arbeitskreis Verkehr findet die derzeitige Situation in der Hauptstraße nicht optimal und beantragt die Einführung einer kommunalen Verkehrsüberwachung."

Außerdem schlägt das Gremium vor, die Hauptstraße vom Stadttor bis zur Kreissparkasse in den verkehrsberuhigten Bereich mit einzubeziehen. Ebenso Marktbrunnenstraße, Brauhausgasse und gegebenenfalls einen Teil der Gerbergasse.

Laut Verkehrskonzept soll die restliche Innenstadt aber als verkehrsberuhigter Geschäftsbereich ausgewiesen werden — mit abgegrenzten Geh- und Fahrbahnen, ohne "Mischverkehr" und mit einer Begrenzung der Geschwindigkeit auf beispielsweise 20 km/h. Hier gibt die Polizei zu bedenken, dass eine Beschilderung der Zone 20 nicht ausreicht, damit Autofahrer wissen, wie sie sich zu verhalten haben.

Neben der Diskussion über das Verkehrskonzept stehen mehrere Anträge von Bürgern auf der Tagesordnung. Sie reichen von der Bitte nach Hundetoiletten in der Innenstadt über die Parksituation in der Oswaldstraße und ein Tempolimit An der Birkach. Die CSU hat außerdem einen Fußgängerüberweg an der Anton-Wölker-Schule gefordert. cf

Der Ausschuss trifft sich am Donnerstag, 23. Februar, um 18 Uhr im Kommunbrauhaus.

Claudia Freilinger NN

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