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Montag, 06.07.2020

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Hemhofen: Studie für neues Leben am Bahnhof

Gemeinde lässt verödetes Areal in Zeckern untersuchen - 06.02.2020 07:00 Uhr

Ludwig Nagel (l.) und Bauamtsleiter Michael Friedrich vor dem alten Zeckerner Bahnhof.


Möglich macht diesen Schritt auch in diesem Fall das Städtebauförderprogramm, aus dem großzügig Gelder fließen könnten. Gleichwohl subventioniert die Regierung nur solche Projekte, die ausgereift und auch möglichst beplant sind. Hemhofen sieht sich diesbezüglich schon recht gut aufgestellt, hat nicht nur in einigen Versammlungen mit Bürgerbeteiligung die Eckpunkte der Ortsverschönerung mit einem Bamberger Planungsbüro abgesteckt.

60 Prozent Zuschuss?

Im Oktober vergangenen Jahres hatte der Gemeinderat beschlossen, eine erste Machbarkeitsstudie in Auftrag zu geben, mit dem Ziel, das ehemalige Bahnhofgelände samt Umfeld zu beplanen. "Wir dürfen alleine für diese ersten Planungskosten mit 60 Prozent Zuschuss rechnen", ließ Bürgermeister Ludwig Nagel die Gemeinderäte wissen.

Auf dieser Grundlage werden nun vom örtlichen Planungsbüro Andreas Volkmar Grundlagenermittlungen zu dem Gelände samt Immobilie angestellt, Bestandsaufnahmen und Nutzungsideen gesammelt, bei denen auch die Bürger "bei mindestens zwei Workshops" (Bauamtsleiter Michael Friedrich) mitwirken sollen. Die von Volkmar ausgearbeiteten Pläne sollen dann zwecks weiterer Bezuschussung dokumentiert und im Gemeinderat debattiert werden. Die Machbarkeitsstudie kostet 19 700 Euro, Haushaltsmittel, so der Bürgermeister, stünden bereit.

"Grünes Licht" gab es bei der Ratssitzung auch für das Projekt "Singklasse", das von der Musikschule unter Leitung von Sahra Szarek angestoßen wurde. Szarek stellte das für die Gemeinde bisher einzigartige Projekt vor, das ab dem kommenden Schuljahr mit allen Erstklässlern gestartet werden soll. Musik zu machen, so Szarek, das sei für die Kinder auch eine Schulung, bei der das Sozialverhalten gestärkt werde. Unter dem Strich könnte irgendwann einmal ein großer "Grundschulchor" ins Leben gerufen werden, hieß es. Die Singstunde werde in den normalen Regelunterricht integriert, sie soll kostenlos sein und wöchentlich zweimal stattfinden.

Szarek habe hierfür schon einige Sponsoren gefunden (weitere wären willkommen), denn die rund 6000 Euro jährliche Kosten müssten erst aufgebracht werden. Der Förderverein der Musikschule übernehme ein Drittel, "Pro Schule" ein weiteres Drittel, den Rest (2000) übernimmt die Gemeinde; womöglich, so der Bürgermeister, könne man auch noch Zuschüsse vom Freistaat generieren.

Das von Szarek im vergangenen Jahr angestoßene Projekt "Musik für alle" sei ja ohnehin schon bestens angenommen worden; auch das einzigartige Konzert mit der Hochschule in Nürnberg sei ein riesiger Erfolg gewesen und erfahre heuer am 23. März eine Neuauflage. "Musik für 60plus" und Ähnliches würden für die Musikschule und ihren neuen Aktivitäten sprechen. Man sei in Hemhofen "froh darüber, eine solche Musikschule zu haben", meinte Kurt Koch (SPD) zu dem neuen Vorhaben "Singklasse". Der Gemeinderat war einstimmig für die finanzielle Unterstützung des neuen Projektes.

NIKO SPÖRLEIN

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