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HerzoGarten erhält Auszeichnung der Vereinten Nationen

Projekte überzeugte beim Sonderwettbewerb "Soziale Natur – Natur für alle". - 09.07.2020 12:30 Uhr

Vor vielen Mitwirkenden am Projekt „HerzoGarten“ stellten Bürgermeister German Hacker (li.) und VHS-Chef Oliver Kundler die UN-Auszeichnung vor.


Der HerzoGarten An der Schütt wurde 2019 als öffentlich zugänglicher Gemeinschaftsgarten im Stadtzentrum eröffnet; hier arbeiten die Volkshochschule Herzogenaurach und das städtische Planungs- und Umweltamt zusammen. Wichtig ist den Machern des HerzoGartens der Gedanke der Inklusion: Menschen mit und ohne Beeinträchtigung sollen sich hier in jeder Hinsicht barrierefrei zum gemeinsamen Gärtnern treffen können.

Deshalb finden sich im rund 200 Quadratmeter großen HerzoGarten ein befestigtes Wegenetz und ein Hochbeet, das mit dem Rollstuhl unterfahren werden kann. Im Garten werden auch regelmäßig inklusive Bildungsangebote der vhs zusammen mit der Lebenshilfe Herzogenaurach umgesetzt. Das Konzept des HerzoGartens erstellte Anna Meißner als Teil ihrer Masterarbeit im Studiengang "Geografie: Bildung für Nachhaltige Entwicklung".

An dem preisgekrönten "Urban Gardening"-Projekt sind viele fleißige Hände und kluge Köpfe beteiligt – Stichwort Netzwerk. So hat beispielsweise das Jugendhaus rabatz mit Hilfe Jugendlicher im Rahmen eines Workshops ein Hochbeet angelegt, Sonderschülerinnen und -schüler der Wilhelm-Pfeffer-Schule bauten zusammen mit ihrem Werklehrer Michael Leipold ein Insektenhotel für heimische Bienen. Möglich wird dies auch durch die Unterstützung regionaler Sponsoren. So hat beispielsweise die Stiftung Bildung, Natur und Umwelt der Sparkasse Erlangen einen vierstelligen Förderbetrag für die Anlage von acht Hochbeeten und einer Reihe von Pflanzkübeln zur Verfügung gestellt.

Bürgermeister German Hacker erinnerte beim verregneten Festakt zur UN-Urkundenübergabe daran, dass die Stadt das Grundstück seinerzeit hauptsächlich wegen der darauf zu errichtenden Bushaltestelle erworben hatte. Dass daraus ein Naturtreffpunkt für alle Herzogenauracher Bürger wurde, fasste Hacker unter dem Slogan "Natur für alle" zusammen.

Den Gemeinschafts-Aspekt, den hohen Stellenwert des Miteinanders im HerzoGarten belegt ein wichtiges Detail: Die Sitzgruppe in der südöstlichen Ecke des "HerzoGartens" wurde von den "HerzoHeinzelmännchen" gebaut, einer seit zehn Jahren bestehenden Gruppe im Seniorenbüro, die ehrenamtlich technische und handwerkliche Hilfe für Senioren leistet. Am Bau waren Werner Zimmermann, Klaus Bedner, Rudolf Bienias und Peter Grimm beteiligt, die jeweils etwa 25 Stunden Arbeitszeit einbrachten. Sie konstruierten stabile Bänke samt Tisch aus Steigerwälder Douglasien-Holz. Die Sitzgruppe hat eine Tragfähigkeit von rund 350 Kilo. Das sei auch ein Sicherheitsaspekt, betonen die Erbauer.

Die Materialkosten für den Bau der Sitzgruppe wurden von der Stadt übernommen. Die Sitzgruppe ist fast fertig. Es fehlt nur noch die Auswahl des passenden Farbtons für den Anstrich.

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