Dienstag, 25.02.2020

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Herzogenaurach: Busgeld von der Stadt

Ab sofort sind 100 Euro Zuschuss für das VGN-Jahresabo in der Zone F möglich - 14.02.2020 18:00 Uhr

Einsteigen in den Herzo Bus wird für Jahres-Abonnenten billiger. Peter Prokop, Renate Schroff und Erich Petratschek (v. l.)verkünden den Start des Förderprogramms. © Foto: Rainer Groh


Zweite Bürgermeisterin Renate Schroff (SPD) und die beiden SPD-Stadträte Peter Prokop und Erich Petratschek, letztere Aufsichtsrat der Herzo Bäder und Verkehrs GmbH, haben den Beginn der Bezuschussung jetzt bekanntgegeben und auch erläutert, warum es nicht ganz unkompliziert ist, in den Genuss der Förderung zu kommen.

Gratis-Ticket nicht machbar

Die SPD-Fraktion hatte ursprünglich ein Gratis-Ticket für die Herzogenauracher in ihrer VGN-Tarifzone F – das sind die Kernstadt und alle Ortsteile, angefahren vom Herzo Bus und auch den VGN-Regionalbussen – haben wollen. Ein Projekt, das im Verkehrsverbund Großraum Nürnberg (VGN) und bei der Regierung auf ein deutliches "geht nicht" stieß.

Der öffentliche Personennahverkehr im VGN-Gebiet wird von der Regierung ebenfalls bezuschusst. Eine Sonderregel in Herzogenaurach hätte, sagt Renate Schroff, die Zuschussfähigkeit beendet und das Gefüge in den restlichen Tarifzonen des VGN durcheinandergebracht.

Also habe man das Projekt günstigere Bus-Fahrkarten in Form einer städtischen Subvention weiterverfolgt und auch durchgesetzt, zuletzt mit einer Summe Geldes zur Zahlung an die Verkehrs-Tochterfirma im städtischen Haushalt.

Nun, so Schroff, Prokop und Petratschek, sind auch die verwalterischen Voraussetzungen erfüllt: Es gibt ein Formular für den Zuschussantrag, abzuholen im Rathaus.

Rein städtischer Zuschuss

Anders gehe es nicht. Die 100 Euro für ein normales Jahresabo der Tarifzone F, das normal 286,80 Euro kostet, sind ein rein städtischer Zuschuss. Deshalb muss der potenzielle Herzo Bus-Fahrgast sein normales Jahresabo online beim VGN kaufen, den Zuschussantrag aber zusätzlich bei der Stadtverwaltung im Wiesengrund abholen.

Und die Stadt zahlt die 100 Euro auch erst nach einem Jahr. Denn das VGN-Abo ist monatlich kündbar, sprich die Stadt liefe Gefahr, dass Findige die Förderung einstreichen und einen Monat später das Busfahren einstellen.

Allerdings rechnen sich die Antrags-Mühe und das Warten wirklich. Wer zwei- bis drei Mal in der Woche Bus fährt, hat die Netto-Kosten der subventionierten Jahreskarte schon "drin", hat Renate Schroff bei der Präsentation vorgerechnet. Bezuschusst mit 100 Euro wird neben dem normalen Abo auch das "Jahres-Abo plus". Dabei hat der Abonnent noch eine Person mitnehmen. Besitzt man einmal die Jahreskarte, wird es wieder äußerst unkompliziert: Man muss keine Fahrscheine mehr einzeln lösen und kann ein- und aussteigen, so oft man will in Herzogenaurach und den Vororten.

Zuschuss auch für 9-Uhr-Abo

Bezuschusst werde, so die drei Stadträte, künftig auch das "9-Uhr-Jahresabo", das der VGN plant, aber noch nicht beschlossen hat. Damit sollen Passagiere billiger fahren, wenn sie nach 9 Uhr, also nach dem Berufspendler-Verkehr, einsteigen. Dieses Abo in der Normal- und auch in der "Plus"-Variante wird die Stadt Herzogenaurach in der Tarifzone F mit 50 Euro subventionieren.

Wer die Förderung bei der Stadt beantragt – zuständig ist die Finanzverwaltung – muss neben dem Antragsformular auch einen Nachweis für sein abgelaufenes Jahres-Abo vorlegen: die VGN-Bescheinigung, die abgelaufene Wertmarke oder eine Kopie des Verbundpasses.

rg

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