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Herzogenaurach: Großer Andrang zur Osternachtfeier

Mit Osterfeuer auf dem Kirchenplatz und feierlicher Liturgie beging St. Otto-Pfarrei das höchste Fest der Christenheit. - 22.04.2019 16:08 Uhr

Mit einem Osterfeuer auf dem Platz vor der Kirche begann die Feier der Osternacht in der Pfarrei St. Otto. In der Flammenschale wurden, eine Tradition, die restlichen geweihten Öle aus dem vergangen Kirchenjahr verbrannt und an dem Feuer die Osterkerzen entzündet.


Die Messfeier wurde durch den Kirchenchor St. Otto unter der Leitung von Reinhold Weber und Organist Alex Ort musikalisch umrahmt.

Auf dem Kirchenplatz war das Osterfeuer entzündet worden, das auch dazu diente, die Wattebäusche der Taufe und die verbliebenen geweihten Öle des vergangenen Jahres zu verbrennen. Kaplan Fehn nahm zunächst die Weihe des Feuers vor, bevor er an diesem Osterfeuer die Osterkerze entzündete.

Danach wurde die brennende Osterkerze mit dem dreifachen Ruf "Lumen Christi" in das Gotteshaus hineingetragen. Dadurch gelangte das Licht in die St.-Otto-Kirche, beim Weg durch das Kirchenschiff entzündeten die Gläubigen ihre mitgebrachten Kerzen an dieser Osterkerze, sodass der Raum sich allmählich aufhellte. Eine einzige Kerze brach die Macht der Dunkelheit. Nach der Prozession durch die Kirche wurde die Osterkerze auf ihren Ständer beim Altar gestellt. Das Exsultet trug Fehn in Liedform vor.

Nach der dritten Lesung ertönte das Gloria, der Chor und die Gemeinde stimmten in den Gloriaruf ein. Die Glocken verkündeten der ganzen Stadt die Osterbotschaft und die Orgel ertönte wieder, nachdem sie am Gründonnerstag verstummt war.

Die vierte Lesung aus dem Römerbrief hatte den Inhalt, dass alle auf Christus getauft sind. Fehn trug das Evangelium zur Auferstehung nach Lukas vor. Im Anschluss daran predigte er zu den Gläubigen.

Wenn sich schwierige Situationen ins Positive wenden oder wir schwere Zeiten überstehen, beenden wir sie mit einer Feier, so Fehn. Auch das Volk Israel feierte, als es die Zeit in Ägypten überstanden hatte, die Befreiung aus dem Leiden mit dem Pascha-Fest. Auch für uns sei dieses Fest wichtig. Denn Jesus, so der Prediger, hat mit seinen Jüngern das Pascha-Fest gefeiert, er wurde nach seinem triumphalen Einzug in Jerusalem gefangen genommen und hat den Tod am Kreuz erlitten. Aber Jesu überwand den Tod. Mit den Worten: "Der Sieg Jesu über Kreuz und Tod wird jeden Sonntag gefeiert", beendete Fehn seine Predigt.

Da es zu Zeiten des frühen Christentums Brauch war, nur einmal im Jahr, nämlich in der Osternacht, das Sakrament der Taufe zu spenden, wird alljährlich zu diesem Termin das Taufwasser geweiht. Zu diesem Zweck wurde die Allerheiligenlitanei durch den Chor und die Gemeinde in Gesangsform vorgetragen. Wer wollte, konnte dieses Taufwasser in kleinen Fläschchen mit nach Hause nehmen.

Im Gottesdienst waren auch die Osterkerzen für St. Elisabeth in Hammerbach und die Kapelle in der Reha-Klinik geweiht worden. Fehn übergab sie den Verantwortlichen, um sie an ihren Bestimmungsort zu bringen. Der Gottesdienst schloss mit der Speisenweihe.

Auf einem Tisch hatten die Gläubigen ihre geschmackvoll arrangierten Körbchen aufgestellt, die mit Eiern, Salz, Brot, gebackenen Osterlämmern und Fleisch gefüllt waren.

An den Kirchentüren verteilten die Ministranten an die Gläubigen geweihte Eier. Wer nach der Feier der Osternacht noch über Zeit verfügte, war zur Agape in das Pfarrzentrum eingeladen. 

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