Mittwoch, 23.10.2019

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Herzogenauracher Blitzbesuch in zwei Partnerstädten

Fahrt nach Nova Gradiska diente der Vorbereitung der 40-Jahrfeier der Partnerschaft. Auf dem Rückweg Stippvisite in Wolfsberg. Baum der Städtefreundschaft gepflanzt. - 10.10.2019 17:58 Uhr

Besprachen in Nova Gradiska die 40-Jahrfeier der Städtepartnerschaft: Von links Marijan Radic, Vizepräsident des Stadtrats, Professor Mijo Matoševic, Direktor der Industrie-gewerblichen Schule Nova Gradiska, Pfarrer Branko Gelemanovic, German Hacker, Vinko Grgic, Bürgermeister von Nova Gradiska, Vizebürgermeisterin Ivana Trupina, Vizebürgermeister Borislav Vidosic.


Flächenmäßig größter Ausdruck dafür ist das Industriegebiet, das Nova Gradiska vor einigen Jahren ausgewiesen hat und das Hacker und Tanja von Jagemann, im Herzogenauracher Rathaus bekanntlich zuständig für die Städtepartnerschaften mit Nova Gradiska und Wolfsberg, gezeigt bekamen.

Das bis jetzt ausgewiesene Areal ist größer als die ganze Herzo Base samt World of Sports: 120 Hektar "Industriepark" locken direkt an der Balkan-Autobahn und der Haupt-Eisenbahnstrecke mit Preisen von 3,40 Euro für den sogar mit Breitband voll erschlossenen Quadratmeter – und einem Büro für EU-Fördermaßnahmen mittendrin. Man hat Option, erzählt Hacker von Gesprächen mit seinem Amtskollegen Vinko Grgic, die Erschließungsstraße noch um einen Kilometer zu verlängern. Grgic ist jüngst auch ins kroatische Parlament gewählt worden, hat also Zagreb als zweiten Arbeitsort.

Weiter bekamen die Vertreter Herzogenaurachs auch die Marketing-und die Tourismus-Aktivitäten der kroatischen Städtepartner für deren Stadt mit. Mit Dinka Matijevic haben sie eine äußerst dynamische Managerin, berichtet Hacker. Ähnlich wie Herzogenaurach hat Nova Gradiska demnach eine Marken-Kampagne laufen, und auch ein neues Tourismus-Büro eingerichtet. Es liegt im historischen Teil der erst vor 270 Jahren gegründeten "Neuen Stadt" (Nichts anderes bedeutet der Ortsname), in einem Gebäude der ehemaligen österreichischen Garnison, der Nova Gradiska seine Gründung verdankt. Die Garnisonskirche ist auch das Wappenbild der Stadt.

Segensreich, so Hacker, ist die Finanzhilfe der Europäischen Union auch für die Stadt Nova Gradiska. Dort gibt es jetzt auch ein Museum, von dem man sich touristisch einiges verspreche. Den Gästen aus Herzogenaurach zeigte man dort die aktuelle Ausstellung zur Geschichte des Weinbaus in der Region. Im Museum auch ausgestellt: das Kleid, das "Miss Kroatien 2018" bei ihrer Wahl trug. Die Schönheit ist aus Nova Gradiska.

Außerdem hat die Partnerstadt auch ein schönes Kino mit Theatersaal. Würde man sich hier auch wünschen, sagt Hacker. Die Reise diente auch zur Vorbereitung des 40. Jahrestags der Städtepartnerschaft 2020. Fest steht schon jetzt, dass die Partner am ersten Sommerkerwa-Wochenende (vom 2. bis 5. Juli) nach Herzogenaurach kommen werden. Eine Woche später ist die Feier dann in Kroatien.

Auf dem Rückweg haben Hacker und von Jagemann noch in Wolfsberg Halt gemacht. Anlass: Zum Herbstmarkt-Wochenende ist dort der schmucke Hohe Platz komplett geworden – mit einem "Baum der Städtefreundschaft". Hacker und sein Kollege Hans-Peter Schlagholz haben ihn gemeinsam gepflanzt.

Auf dem zentralen Platz der Kärntner Stadt stehen nur zwei Bäume. Den anderen stiftete Wolfsbergs ungarische Partnerstadt Varpalota. Der Hohe Platz, ein typischer Straßen-Markt an der historischen Durchfahrtsroute, hat seine Markfunktion wiederbekommen. Jeden Samstag, berichtet Hacker, wird er für Autos gesperrt. Dann bieten Markthändler aus der Region dort ihre Waren feil.

RAINER GROH

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