Donnerstag, 17.10.2019

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Herzogenauracher Bürgerverein diskutiert neues StUB-Bürgerbegehren

Mitglieder sehen in der Vorzugstrasse auch ein Problem der Nachbarstraßen - 16.06.2019 06:57 Uhr

Der Bürgerverein wirbt weiter für die Aurachtalbahn statt der StUB. © Foto: Bürgerverein Rathgeberstraße


"Wir waren über die Resonanz und soviel Zuspruch überrascht", so Peter Dittrich, der Vorsitzende des BVs. In seinem Bericht stellte Dittrich erneut die "StUB Vorzugsvariante Rathgeberstraße" aufgrund des bereits vorhandenen hohen Verkehrsaufkommens in Frage.

Die Aussage, das Verkehrsaufkommen würde sich mit der Eröffnung der StUB-Trasse reduzieren, sei bis heute lediglich eine nicht belegte Annahme. Stand heute fahren laut Dittrich bis zu 8000 Kraftfahrzeuge durch die Rathgeberstraße und zukünftig werde die StUB bis zu 100 Mal am Tag zusätzlich durch die Straße fahren. Aktuell beruhige sich die hohe Frequenz des Verkehrs ab Samstagmittag bis in die frühen Morgenstunden des Montags. Zukünftig jedoch werde die StUB an sieben Tagen bis einschließlich Mitternacht und an Werktagen ab 4 oder 5 Uhr mit Taktzeiten zwischen zehn und 40 Minuten in der Straße verkehren.

Bereits heute, so Dittrich, stehe fest, dass durch die Erhöhung der bereits sehr hohen Verkehrsdichte, der Verkehr sich in die angrenzenden Straßen, wie Zum Flughafen, Eichendorffstraße oder Von-Hauck-Straße verlagern wird. Die "StUB-Vorzugsvariante Rathgeberstraße" werde so auch zum Problem der angrenzenden Straßen.

Ferner berichtete Manfred Horn, Vorstandsmitglied des Bürgervereins, über die Aktivitäten des Vorstands in den letzten Monaten. Er nannte vor allem die Kontakte zum Bayerischen Justiz- und Verkehrsministerium sowie die "aufschlussreichen Gespräche" mit Gabi Schmidt, Landtagsabgeordnete der Freien Wähler und mit Landrat Alexander Tritthart. Bei allen Gesprächen sei aufgefallen, wie wenig substantielle Informationen die Gesprächspartner zu StUB und Aurachtalbahn hatten.

An dieser Stelle zeige sich wieder einmal, so Horn, wie erfolgreich die Kommunikationsstellen des Zweckverbandes bei dem "Verkauf" von veralteten, längst überholten und unvollständigen Informationen seien. Nach wie vor werde in der Öffentlichkeit mit Gesamtkosten von nur rund 260 Millionen Euro für die StUB geworben, obwohl Nürnbergs Oberbürgermister Ulrich Maly bereits im Dezember 2018 von 500 Millionen gesprochen habe. Intern werde heute bereits von 650 Millionen gesprochen. Dittrich: "Ist es nicht an der Zeit endlich mit offenen Karten zu spielen?"

Ergänzend wurde in der Hauptversammlung über das Gespräch mit Hauptamtsleiter Gerhard Höfler über die Zulässigkeit von Fragen zu einem erneuten Bürgerbegehren berichtet. Martin Harrer warb eindringlich für ein erneutes Bürgerbegehren und um Unterstützung.

Eine rege Diskussion entzündete sich am Tagesordnungspunkt "Die StUB in der Rathgeberstraße". Die unzureichende Breite der Straße, eine mögliche Enteignung von Vorgärten, das Aufstellen der Masten in den Vorgärten bzw. die Verankerung der Oberleitung an den Hauswänden und die Problematik der in der Straße verlaufenden Versorgungsleitungen, erhitzte die Gemüter, denn bei neu zu bauenden Straßenbahntrassen dürften keine Versorgungsleitungen unter den Schienen verlaufen. Doch laut Aussage vom Zweckverband StUB, sei es in der Rathgeberstraße erstaunlicherweise kein Problem.

 

nn

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