Donnerstag, 24.10.2019

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Höchstadt Alligators bei 1:6 in Selb ohne Chance

Partie war schon nach dem ersten Drittel entschieden - 06.10.2019 22:14 Uhr

Gegen Füssen (in gelb) reichte der Kampfgeist von Michal Mlynek (rechts) und den Höchstadt Alligators noch zu einem 2:1-Sieg. Gegen Selb erwachte er viel zu spät – und der HEC verlor mit 1:6. © Foto: Thomas Welker


Mit dem ersten Saisonsieg im Gepäck ließ sich auch die kürzeste Auswärtsfahrt der Höchstadt Alligators in der Oberliga Süd leichter an. Knapp 160 Kilometer sind es aus dem Aischgrund nach Oberfranken und zur deutsch-tschechischen Grenze.

Mit 2:1 hatten die Alligators am vergangenen Freitag gegen den EV Füssen gewonnen, hatten das Spiel im letzten Drittel nach frühem Rückstand noch zum Sieg gedreht. "Mir ist ein großer Stein vom Herzen gefallen", sagte HEC-Trainer Martin Sekera nach der Partie. "Heute haben wir von der ersten Minute an alles gegeben. Wir brauchen die Punkte für den Kopf."

Suchomer fällt sechs Wochen aus

Vor dem Spiel gegen die Wölfe gab es allerdings schlechte Nachrichten für die Alligators: Bei Angreifer Adam Suchomer wurde nach einem Check im Spiel gegen Lindau mittlerweile in Kieferbruch diagnostiziert. Der 21 Jahre alte gebürtige Münchner musste operiert werden und wird dem HEC voraussichtlich sechs Wochen lang fehlen.

Selb war mit zwei Niederlagen zwar nicht standesgemäß in die Saison gestartet, hatte zuletzt aber die Top-Teams aus Riessersee und Rosenheim besiegt. Die Wölfe brachten sich bereits in der ersten Minute durch einen Stockschlag in Unterzahl. Die konnten die Höchstadter nicht nutzen – stattdessen schlugen die Selber zweimal im Powerplay zu.

Wieder ein Zwei-Tore-Rückstand

Marius Schmidt – aus der DEL2 nach Selb gekommen – erzielte das 1:0 nach 4:15 Minuten, Nick Dolezal hatte sich da wegen Stockschlags gerade auf die Strafbank begeben müssen. Und als Robin Maly wegen Hakens nach 11:37 Minuten ebenfalls für zwei Minuten vom Eis musste, schlug Wölfe-Angreifer Charles Graaskamp postwendend zu (11:52). Da war er wieder, der demoralisierende Zwei-Tore-Rückstand noch im ersten Drittel, der die Alligators nun schon seit Saisonbeginn fast durchgehend begleitet. Nur eine Minute später traf Maximilian Hirschberger sogar zum 3:0 für Selb (12:53).

Die Wölfe blieben defensiv aufmerksam und ließen nur wenige Gelegenheiten zu. Eine vergab Michal Mlynek nach Zuspiel von Vitalij Aab, aus spitzem Winkel schoss er immerhin nur knapp vorbei. Treffsicherer waren die Gastgeber, der Ec-Nürnberger Christoph Kabitzky erhöhte nach 26 Minuten auf 4:0.

Die Partie war damit wieder einmal früh entschieden, auch wenn die mitgereisten HEC-Fans anfingen, "Wir wollen euch kämpfen sehen" zu singen. Der Kampfgeist der Alligators blitzte tatsächlich kurz auf, Jiri Neugebauer und Martin Vojcak kamen zu Chancen.

Zu spätes Feuer

Nach einem Crosscheck des Selbers Noah Nijenhuis lieferte der sich eine Schlägerei mit Patrik Rypar, was beiden happige Strafzeiten einbrachte. Nun war zumindest etwas Feuer drin – und Michal Petrak gelang tatsächlich wenige Minuten vor dem Drittelende noch der Anschlusstreffer zum 1:4 (36:38).

Auch wenn der HEC im letzten Drittel nun endlich in Schwung zu geraten schien, die Alligators konnten nicht nachlegen – die Treffer erzielten die Selber. Wieder Schmidt und Landon Gare erhöhten auf 6:1 (52:59, 59:32). Und die Aufgaben werden nicht leichter: Am Freitag reist der HEC zum Tabellensechsten EC Peiting – nur um am Sonntag niemand Geringeren als Spitzenreiter Deggendorf zu empfangen.

Selber Wölfe – Höchstadter EC 6:1 (3:0, 1:1, 2:0).

Selb: Tor: Kümpel (Deske). Verteidigung: Böhringer/Silbermann, Müller/Ondruschka, Nijenhuis/Bär. Angriff: McDonald/Kabitzky/Graaskamp, Klughardt/Hirschberger/Gare, Gelke/Schmidt/Zimmermann.

HEC: Tor: Henseleit (Vogt). Verteidigung: Cejka/Maly, Stütz/Vojcak, Otte/Ribarik. Angriff: Aab/Mikesz/Mlynek, Neugebauer/ Petrak/Rypar, Dolezal/F. Seelmann/Grau, P. Seelmann.

Tore: 1:0 Tor Schmidt/Vorlagen McDonald/Gare (4:15), 2:0 Graaskamp/Kabitzky/Müller (11:52), 3:0 Hirschberger/Zimmermann/Böhringer (12:53), 4:0 Kabitzky/Graaskamp/Gelke (25:57), 4:1 Petrak/Vojcak/Mikesz (36:38), 5:1 Schmidt/Gare/McDonald (52:59), 6:1 Gare/McDonald/Nijenhuis (59:32).

Schiedsrichter: Lamberger/Fauerbach/Pfeifer. Zuschauer: 1284. Strafzeiten: 12 (+10 Nijenhuis):20 (+10 Rypar).

cah/alep

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