Donnerstag, 21.11.2019

|

zum Thema

Höchstadt Alligators: Rückendeckung für Trainer und Team

Nach elf Spielen ist der HEC Tabellenletzter, das Präsidium wirbt um Verständnis - 01.11.2019 06:02 Uhr

Eine einfache Aufgabe hat Trainer Martin Sekera mit den Höchstadt Alligators sicher nicht übenrommen.


"Natürlich möchte niemand im Sport am Ende der Tabelle stehen. Sechs Punkte aus elf Spielen hört sich nicht so gut an, dennoch müssen wir das richtig einordnen. Die Liga ist in diesem Jahr stärker geworden, wir dagegen mussten unseren Etat senken und standen vor einem großen Umbruch", sagt Vize-Präsident Dominik Rogner.

Trotz des letzten Tabellenplatzes, den die Alligators momentan einnehmen, hat er in den vergangenen Spielen eine positive Entwicklung ausgemacht. "In Memmingen, zu Hause gegen Rosenheim und im ersten Drittel gegen Regensburg haben wir wirklich gut gespielt. Das zweite Drittel gegen Regensburg muss man natürlich ausklammern, doch am Sonntag ist die Mannschaft wieder richtig stark aufgetreten und konnte sich auch endlich belohnen."

Der Trainer? "Er hat es nicht ganz einfach"

Noch schlägt sich die Entwicklung allerdings nicht nachhaltig in den Ergebnissen nieder, das 4:2 gegen Riessersee war erst der zweite Saisonsieg. Rückendeckung bekommt aber nicht nur die Mannschaft, sondern auch der neue Trainer Martin Sekera. "Er hat es nicht ganz so einfach, weil wir den Etat kürzen mussten und dadurch auch einige Führungsspieler der vergangenen Saison gegangen sind. Aber er bleibt nach wie vor ruhig und sachlich. Und er passt gut nach Höchstadt, weil er offen ist, das ist sehr wichtig", sagt Rogner.

"Finanziell liegen wir voll im Plan"

Das sportliche Budget und damit auch den Kader zu verkleinern, sei mit Blick auf den gesamten Verein notwendig gewesen, betont HEC-Präsident Martin Müller: "Finanziell liegen wir voll im Plan und werden in diesem Jahr bereits einen großen Teil der Altlasten abtragen können, das ist für den Erhalt des Gesamtvereins ein riesiger Erfolg."

Die Standortbedingungen in Höchstadt seien schwieriger als bei anderen Oberliga-Vereinen wie Rosenheim oder Regensburg. "Wenn man sich die Zuschauerzahlen der gesamten Liga anschaut, befinden wir uns auf dem vorletzten Platz, unsere letzten Heimspielgegner Deggendorf, Rosenheim und Regensburg stehen ganz oben. Dort besuchen im Durchschnitt 2000 Zuschauer die Oberliga-Spiele, bei uns etwa 600. Als Kleinstadt können wir auf diese Zahl absolut stolz sein, müssen uns aber trotzdem mit diesen Städten messen, die durch ihre Zuschauerzahlen ganz andere finanzielle Möglichkeiten haben", sagt Rogner.

Zur Not über einen Umweg

An das Saisonziel Klassenverbleib glauben er und Präsident Müller ungebrochen. "Wenn man die Chancen nutzt und gegen die richtigen Teams voll da ist, kann uns das gelingen", sagt Müller. Allerdings beträgt der Abstand auf einen direkten Nicht-Abstiegsplatz schon jetzt acht Punkte. Rogner ergänzt deshalb: "Wenn nicht auf direktem Weg, dann über den Umweg der Verzahnungsrunde. Dafür müssen wir weiterhin hart arbeiten und die Mannschaft weiterentwickeln, denn wir haben sehr viele junge und talentierte Spieler, die in ihrer Entwicklung noch lange nicht am Ende sind."

Am Freitag reist der HEC nach Sonthofen

Der nächste Schritt soll im Idealfall schon am heutigen Freitag gelingen, da reisen die Alligators zum Tabellensechsten ERC Sonthofen mit Ex-Trainer Martin Ekrt (Bully 18 Uhr). Am Sonntag sind die Blue Devils Weiden zu Gast im Eisstadion Höchstadt, Spielbeginn ist ebenfalls um 18 Uhr. Der Sieg gegen Riessersee, so hoffen sie beim HEC, soll ihnen Auftrieb verleihen. "Unsere Mannschaft muss weiterhin motiviert bleiben", fordert Rogner: "Es wird Rückschläge geben, diese müssen wir aber so wie am vergangenen Wochenende gemeinsam wegstecken können."

 

ALEXANDER PFAEHLER/cah

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus: Höchstadt