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Höchstadt: "Frauen sind die besseren Schützen"

Beim Drei-Franken–Cup traf sich die weibliche Elite der drei fränkischen Bezirke - 19.06.2018 07:00 Uhr

Star beim Bogenschießen war die dreifache DM-Teilnehmerin Heidi Hopfengärtner aus Neuses (im Vordergrund). © Niko Spörlein


Simone Hackenschmidt, Bezirksdamen-Leiterin für Oberfranken, hatte heuer die Gesamtorganisation in ihren Händen. Die Ergebnisse in sechs Disziplinen wurden addiert: Kleinkaliber, Luftgewehr (freihändig und Auflage), Luftpistole (freihändig und Auflage) und Sportbogen.

Insgesamt zählte "frau" 45 gelistete Teilnehmer, die sich samt Begleitpersonen bei der Schützengilde gut aufgehoben fühlten. Werner Fumy, der Vorsitzende des Ausrichtervereins, sorgte sich samt seiner eingespielten Mannschaft auch gastronomisch um die Gäste.

Dieser Drei-Franken-Cup, ein Wanderpokal, der seit 2008 ausgetragen werde, so Hackenschmidt, werde von Jahr zu Jahr in einem anderen Bezirk und bei einem anderen Verein ausgetragen, nicht nur um Ringe und Punkte zu sammeln, sondern auch um die Geselligkeit zu pflegen. Schließlich sehe man sich in dieser Konstellation nicht oft.

"Man" müsse wissen, dass "frau" eigentlich die besseren Sportschützen seien, meinte die aus Fichtelberg stammende Simone Hackenschmidt. Dies habe sicher auch etwas mit der Geduld und der erforderlichen Konzentration bei diesem Sport zu tun.

Innen wurde mit Patronen auf Scheiben geschossen. © Niko Spörlein


Der Austragungsort Höchstadt sei (fast) zentral, schließlich zählt die Schützengilde zum Gau Oberfranken und liegt dort im Südwesten. Die Schützinnen beim Drei-Franken-Cup mussten mindestens 21 Jahre alt sein, nach oben gibt es keine Grenze.

Echte Topsportlerinnen waren am Sonntag vertreten; etwa Heidi Hopfengärtner aus Neuses bei Eggolsheim, die mit ihrem Recurve-Sportbogen schon drei Mal bei den deutschen Meisterschaften vertreten war, meinte Herbert Sucker, zusammen mit Günther Schirl Wertungsrichter bei den Bogenwettbewerben. Bei den Bogenschützen wurde beispielsweise der Abstand vom besten Schuss zum Zentrum (Teiler, Ringe) gewertet, der zum Gesamtergebnis gezählt wurde. Da musste Sucker schon hie und da mit der Schieblehre zum Auswerten an die Scheiben.

Da aber laut Hackenschmidt auch die Geselligkeit zählte, organisierte sie nach dem Mittagstisch zwei Reisebusse und fuhr mit den Damen zur Schlossführung nach Pommersfelden. Hernach dann war Siegerehrung bei der Schützengilde in Höchstadt. Schon 2017 bekam die Bezirksdamenleiterin aus Mittelfranken, Brigitte Loy-Hanke aus Ellingen, den Drei-Franken-Pokal mit zu sich. 2018 ging die Trophäe erneut in den Bezirk Mittelfranken, der vor Ober- und Unterfranken gewann.

NIKO SPÖRLEIN

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