Sonntag, 18.04.2021

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Höchstadt: Lichtblick im Schaeffler-Arbeitskampf

Auf Arbeitgeber-Seite gibt es Bewegung: Es sollen weniger Arbeitsplätze wegfallen - 09.02.2021 15:32 Uhr

Protest-Aktion vor dem Schaeffler-Standort Schweinfurt: Höchstadter Betriebsräte und Vertrauenskörper haben mit neun Autos dort teilgenommen.

09.02.2021 © Schaeffler Höchstadt


Es geht um die Sparte Industrie. Rund 450 Arbeitsplätze würden in Höchstadt wegfallen, wenn das Programm „space“, dass Schaeffler im September 2020 angekündigt hat, unverändert Anwendung fände. 
Es sieht unter anderem vor, dass der Werkzeugbau von verschiedenen Standorten, darunter Herzogenaurach, nach Höchstadt verlagert wird. Die Industriesparte wäre damit verdrängt und eine Halle von knapp 10.000 Quadratmeter stünde am Ende leer.

Alternativkonzept vorgelegt

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Angesichts drohenden Stellenabbaus und Standortschließungen beim Autozulieferer Schaeffler hat der Betriebsrat eine Mahnwache vor dem Nordtor der Konzernzentrale in Herzogenaurach gehalten


Hier setzt das Alternativkonzept an, das die Arbeitnehmervertreter in Zusammenarbeit mit dem Info-Institut vorgelegt haben. Diese Fläche ließe sich demnach von der Industriesparte nutzen, so dass mehrere hundert Stellen erhalten bleiben könnten. Unter anderem, weil man dabei auf umsatzstarke Produkte setzen will und Fixkosten für den Leerstand wegfielen, hätte das Vorteile für Schaeffler.

Noch keine Spitzengespräche

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Auch im Höchstadter Schaeffler-Werk wurde am Aktionstag gegen den drohenden Arbeitsplatz-Abbau demonstriert, unter anderem mit einem symbolisch durch das Gelände getragenen Sarg.


Weitere Details und genaue Zahlen will Roland Holler mit Blick auf die laufenden Gespräche nicht nennen. Der Betriebsrat möchte die Belegschaft heute mit weiteren Informationen versorgen. 
In der Sparte Werkzeugbau laufen derzeit noch keine Spitzengespräche. Die Verhandlungen befinden sich in der Sondierungsphase.

4400 Stellen an 17 Standorten in Gefahr

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Bei Schaeffler in Herzogenaurach hat der Kampf um Arbeitsplätze begonnen. Alleine in der Konzernzentrale sollen 1211 Stellen abgebaut werden.


Schaeffler baut nach aktuellem Plan in ganz Deutschland massiv Arbeitsplätze ab. Betroffen könnten 4400 Stellen an insgesamt 17 Standorten sein. Mit Protesten an mehreren Schaeffler-Werken hatte der Betriebsrat am vergangenen Freitag auf die prekäre Situation bei Schaeffler aufmerksam gemacht. Vertreter aus Höchstadt fuhren nach Schweinfurt, wo die wichtige Verhandlungsrunde stattfand, die jetzt ein bisschen Hoffnung macht.

 

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