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Montag, 23.09.2019

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Höchstadter Pilger im Fürstensaal empfangen

25. Wallfahrtsjubiläums: Abt der Benediktinerabtei Maria Einsiedeln nahm sich Zeit für Gläubige - 21.08.2019 07:00 Uhr

Auf der Jubiläumsreise nach Einsiedeln in der Schweiz machten die Höchstadter Gläubigen auch einen Abstecher zur Einsiedelei des schweizerischen Nationalheiligen Nikolaus von Flüe, wo Dekan Kemmer (M.) über dessen Leben informierte.


Insgesamt bot die Pfarrei in den vergangenen zweieinhalb Jahrzehnten 29 Pilgerreisen und 28 Jugendreisen an. Und auch heuer setzten sich von Höchstadt aus vier Reisebusse in Richtung Schweiz in Bewegung.

Nach einer Station der barocken Basilika von Weingarten zog die Pilgergruppe in das Einsiedler Wallfahrtsheiligtum ein. Von hier aus nutzte man im Laufe einer Woche die Gelegenheit, die Städte Chur, Luzern und Zürich zu besuchen.

Ein Abstecher führte zum Grab des schweizerischen Nationalheiligen Nikolaus von Flüe und zu dessen Einsiedelei in Flüeli-Ranft. Die Berge lernten die Teilnehmer bei einer Fahrt über den Oberalppass und im Kloster Disentis kennen, sie ließen sich vom Rheinfall in Schaffhausen beeindrucken und erkundeten während einer Schifffahrt auf dem Zürichsee und zur Insel Ufenau die Seenlandschaft.

Das Kreuzweggebet im "Finsteren Wald" von Einsiedeln verband sehr eindrücklich Spiritualität und Natur. Das Benediktinerkloster von Einsiedeln eröffnete viele Einblicke in Kultur und Geschichte.

Immer wieder beschäftigten sich die Pilger an dieser Jubiläumsfahrt mit thematischen Programmpunkten. So erlebten sie ein festliches Konzert in der Einsiedler Wallfahrtskirche, gestaltet vom Höchstadter Orgelvirtuosen Gabriel Konjaev an den beiden großen Orgeln.

Zwei namhafte Künstler, Tianwa Yang (Violine) und Vital Frey (Cembalo) begeisterten mit ihren Beiträgen unter dem Motiv "Wallfahrt meets Klassik". Der Abt der Benediktinergemeinschaft Urban Federer empfing die Höchstadter anlässlich des Pilgerjubiläums im Fürstensaal des Klosters. Dabei ging er auf den Sinn einer Wallfahrt ein. Pilgerschaft bedeutet, sich auf Gott hin zu bewegen: "Im Bewusstsein, dass Gott immer schon vor mir da ist, wartet oder auf mich zukommt". Bürgermeister Gerald Brehm zeigte sich erfreut, dass das Angebot der St. Georgspfarrei mittlerweile die gesamte Region erreicht. Ein solches Angebot über die Jahre hinweg aufrechtzuerhalten sei eine Meisterleistung.

Zwischen vier- und fünftausend Menschen nahmen im Laufe der Jahre an den Pilgerreisen teil. Gerald Brehm dankte dem bayerischen Pilgerbüro, das die Wünsche und Planungen von Dekan Kilian Kemmer umsetzt und anerkannte besonders die Bemühungen der Höchstadter Pfarrsekretärin Silvia Lohmann, die mit viel Herzblut die Reisen mit dem Dekan organisiert und durchführt.

Abt Federer feierte mit den Höchstadtern ein feierliches Pontifikalamt in der Wallfahrtskirche. Dabei assistierten dem Gastgeber die mitgereiste Höchstadter Ministranten. In einzelnen Pilgergottesdiensten erinnerte Dekan Kilian Kemmer immer wieder an die Präsenz Gottes im Alltag und an die Bedeutung der Teilkirchen in der großen Universalkirche. Eine gesteigerte Lebensqualität ereigne sich stets da, wo Gott absolute Priorität eingeräumt wird.

Wegzehrung für den Alltag

Gegen Ende der Pilgerreise gab es auch einen Tauferneuerungsgottesdienst in dem Kilian Kemmer empfahl, die religiösen Erlebnisse von Orten, die die Berührung von Himmel und Erde spürbar werden lassen, nicht als Highlights zu "archivieren", sondern sich ihrer im oft tristen Alltag zu erinnern und davon zu zehren.

Eine Pilgerreise sei dazu da, sich immer wieder spirituelle Sternstunden zu ermöglichen, auch beim Sonntagsgottesdienst. Die Jubiläumswallfahrt habe hier starke Zeichen gesetzt. Das Ziel im nächsten Jahr steht übrigens schon fest: Die Wallfahrt führt ins bosnisch-kroatische Medjugorje. 

LM

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