Montag, 12.04.2021

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Höchstadter Wegbereiterinnen für die digitale Welt

Verein "Macher von Morgen" hilft Schulen bei der Digitalisierung - 05.11.2020 05:55 Uhr

Die Vorstandschaft der „Macher von Morgen“ bei einem internen Treffen, aufgenommen noch vor Corona und der zugehörigen Maskenpflicht: Elena Andolin Müller, Saskia Grossmann und Franziska Gerner (von links).

04.11.2020 © Elmar Gerner/privat


Die "Macher von Morgen" möchten Zukunftskompetenzen vermitteln und Lehrern dabei helfen, diese an Kinder und Jugendliche weiterzugeben. Der junge Verein arbeitet bereits mit zwei Schulen zusammen, darunter die Montessori-Schule Herzogenaurach.

"Wir müssen etwas tun"

Und das nicht erst seit Corona. Die Idee, endlich etwas zu bewegen, ist schon älter. Franziska Gerner arbeitet in der strategischen IT bei einem internationalen Großkonzern in der Region, ihre beiden Freundinnen Elena Müller und Saskia Grossmann beide in einem Start-up. "Wir saßen oft zusammen und haben irgendwann gedacht: Es nutzt nichts, sich nur zu beschweren – wir müssen was tun."

Denn wer von Digitalisierung spreche, denkt meist an Software wie Microsoft Teams oder Hardware wie Smartphones. Doch die digitale Transformation beinhaltet mehr, meinen die "Macher von Morgen": "Konsumenten gibt es genug, wir benötigen Menschen, die die digitale Zukunft mitgestalten." Das ist das Credo des Vereins.

Vernetzen heißt die Devise

Vernetzen heißt die Devise, voneinander lernen, Ideen entwickeln, Zukunftskompetenzen greifbar und erlebbar machen. "Wichtig ist es", sagt Elena Müller, "dass allen Beteiligten klar wird, dass die Digitalisierung nicht hinter verschlossenen Türen passiert, sondern von der gemeinsamen Interaktion lebt."

Die mittlerweile zehn Vereinsmitglieder kommen aus ganz unterschiedlichen Bereichen und bilden auf diese Weise ein umfangreiches Kompetenzfeld ab. "Wir arbeiten alle ehrenamtlich daran, Lehrern und Schülern neue Impulse zu geben, um die Schule von Morgen zu gestalten", betont Franziska Gerner. "Dabei möchten wir nicht das Bildungssystem ändern, sondern durch unterschiedliche kreative Methoden neue Ideen generieren."

Die "Macher von Morgen" bringen bei ihrer Zusammenarbeit mit Schulen moderne Kreativ-Werkzeuge mit, um beispielsweise komplexe Sachverhalte und Zukunftsszenarien vor Augen zu führen.

Visionen spielerisch beleuchten

"Wir verwenden unter anderem ,Design Thinking’-Methoden, um mit Schülern und Lehrern gemeinsam in unseren Workshops die Schule der Zukunft zum Leben zu erwecken und auch scheinbar verrückte Ideen oder Visionen spielerisch zu beleuchten", erklärt Saskia Grossmann.

"Durch die Neugründung unseres Vereines haben wir aktuell noch Kapazitäten frei", stellt Elena Müller interessierten Schulen und Bildungseinrichtungen in Aussicht. "Da wir alle ehrenamtlich arbeiten, werden wir versuchen unsere Ressourcen überwiegend regional zu bündeln. Daher freuen wir uns besonders über Anfragen aus der Region."

Beim Digital Festival vertreten

Den nächsten großen Auftritt mit einem Vortrag hat der Verein "Macher von Morgen" beim Digital Festival in Nürnberg am Donnerstag, 12. November. Und wie soll es anders sein: Interessierte können sich online zuschalten, den Link findet man unter www.diemachervonmorgen.de

 

CLAUDIA FREILINGER

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