Sonntag, 18.04.2021

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Hommage an Menschen, die Flüchtlingen helfen

Wanderausstellung „Fluchthelfer“ der lokalen Bündnisse für Familien erneut in ERH aufgebaut - 21.10.2016 08:00 Uhr

Willkommensschürze und Milchkanne: Helmut Biehler und Jana Dupke vom Kulturamt zeigen Exponate.

20.10.2016 © Ulrich Schuster


Zu sehen war die Schau bereits im April im Höchstadter KreisLauf-Kaufhaus, bis Freitag, 28. Oktober steht sie im Foyer des Rathauses Herzogenaurach. Die Ausstellung, die das freiwillige Engagement für Flüchtlinge in der Europäischen Metropolregion Nürnberg widerspiegelt, portraitiert 15 der Fluchthelfer – ein Wort, das zu DDR-Zeiten noch anders klang – und ihr Engagement.

Konzipiert wurde sie von Lokalen Bündnissen für Familie aus 15 Städten und Landkreisen: Ansbach, Stadt und Kreis, Amberg, Bamberg, Bayreuth, Erlangen, Landkreis Erlangen-Höchstadt, Fürth, Kitzingen, Nürnberg Stadt und Landkreis, Schwabach, Weiden, Neustadt/Waldnaab, Weißenburg-Gunzenhausen. Im Landratsamt Erlangen-Höchstadt ist Katja Engelbrecht-Adler dafür zuständig.

Im Vorwort bekräftigen Erlangens Oberbürgermeister Florian Janik und Alexander Tritthart, Landrat im Kreis Erlangen-Höchstadt: „Ohne die große Unterstützung der vielen ehrenamtlich arbeitenden Vereine, Initiativen und Einzelpersonen stünde die Verwaltung auf verlorenem Posten.“

Großformatige Rollups erzählen etwa von Nazlican und Gjenif, zwei jungen Frauen, die sich in der Clearingstelle in Erlangen für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge einsetzen.

Oder von Dorothea aus Hersbruck, die 50 Fahrräder für Flüchtlinge sammelte, so dass sie zum Fußballspielen radeln konnten.

Oder auch von Petra Kleineisel aus Wachenroth, die eines Tages von einer Flüchtlingsfrau gefragt wurde, wo man Milch vom Bauern für Joghurt kaufen könne: Symbol dieser Geschichte ist die Milchkanne. Frau Kleineisel ist eine von drei Sprecherinnen der Flüchtlingsinitiative „FIERH“ im Landkreis. Das Banner „Willkommen... Welcome... Bienvenue“ der Flüchtlingsbetreuung Herzogenaurach (www.fb-herzogenaurach.de) und Bilder des Niederndorfer Hobbymalers Bernhard Belzer stellen zusätzlich Bezug zu Herzogenaurach her. Belzers Bilder zeigen Menschen auf der Flucht nach dem Zweiten Weltkrieg und das aktuelle Leid von Bootsflüchtlingen aus Afrika.

Die Flüchtlingsbetreuung Herzogenaurach gründete sich 2013 und betreut aktuell 300 Flüchtlinge. Unter den Helfern sind auch Engagierte, die durch den Zweiten Weltkrieg selbst von Flucht und Vertreibung betroffen waren.

Die nächste Verantwortlichenrunde der FBH kommt am Montag, 24. Oktober, um 19.30 Uhr im Martin-Luther-Haus zusammen.

Edith Kern-Miereisz

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