Sonntag, 15.12.2019

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HSG:Totaler Blackout bei unötigem Remis

Handballer der HSG Erlangen/Niederlindach verteilen nach klarer Führung Geschenke gegen Altdorf - 14.10.2019 17:55 Uhr

Trotz zärtlicher Umarmung kommt Lukas Stübinger hier zum Abschluss. Lange Zeit hatte die HSG Erlangen/Niederlindach die Gäste aus Altdort sicher im Griff, verschenkte aber in einer schwarzen Schlussviertelstunde den Sieg.


Die Gäste, in der vergangenen Saison Dritte, zeichnen sich bereits jahrelang durch schier unendliche Laufbereitschaft und unbeugsamen Einsatzwillen aus. Einmal mehr musste dies die HSG schmerzlich erfahren, denn trotz starker 45 Minuten gab es nur ein Remis.

Trainer Klaus Watzinger konnte bei seiner Personalplanung in dieser Woche nicht aus dem Vollen greifen. Gleich fünf Abwesende zwangen den Trainer, den erst in der Woche ins Training eingestiegenen Marco Loncar (zuvor Außenbandriss) sowie Rainer Rowold aus der "Zweiten" in den Kader zu berufen.

Dennoch lief es lange glänzend. In zehn starken Anfangsminuten setzten sich die Hausherren schnell mit einem Drei-Tore-Vorsprung ab. Vor allem Kreisläufer Hauer durfte sich in den ersten fünf Minuten gleich zweimal in die Torschützenliste eintragen. In der Defensive ging man den Gegner von Beginn an aggressiv und offensiv an, was den Spielfluss der Altdorfer während der gesamten ersten Halbzeit zunichte machte. In Kombination mit dem bis dorthin gut aufgelegten Torhüter Hückel ergab dies einen Spielstand von 15:9 zur Pause.

In der Halbzeitansprache lobte Watzinger die Führung, doch mahnte zugleich, diese nicht wieder durch uncleveres Verhalten herzugeben. Mittels guten Teamspiels im Angriff und einer phasenweise guten Abwehr schien man einem klaren Sieg entgegenzusteuern. In der 47. Minute war es immer noch die Sechs-Tore-Führung der Halbzeit, die sich im Spielstand von 22:16 widerspiegelte.

Was dann folgte, kann man nur als Totalausfall bezeichnen. Beherzteres Anpacken der Gäste in einer offensiveren Abwehr mit Manndeckung brachte die HSG ins Straucheln. Die Altdorfer verkürzten so zwischenzeitlich auf vier Treffer und in den letzten fünf Spielminuten folgte ein 4:1-Lauf der Gäste. Ein nach Spielschluss direkt ausgeführter und souverän verwandelter Freiwurf besiegelte das Unentschieden.

Für Watzinger gilt es nun, Ursachen für diesen Blackout auszumachen und mit der Mannschaft in dieser Woche die richtigen Schlüsse zu ziehen. Kommendes Wochenende geht es auswärts gegen die SG Auerbach/Pegnitz, wobei es für die HSG eine erneute Schwächephase unbedingt zu vermeiden gilt.

HSG: Hückel, Käppner; Erhardt 5, Gilg 1, Hauer 2, Laubmann 3, Loncar 2, Schmieding 7/2, Sackmann, L. Stübinger 5, Rowold n.e.

maxe

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