Donnerstag, 09.04.2020

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Idee für Silvesterfeier 2020: Problem Personal

Wird geprüft: CSU beantragte im Kulturausschuss gemeinsame Feier zum Jahreswechsel im Stadtzentrum - 11.01.2020 07:00 Uhr

Das Silvesterfeuerwerk über Herzogenaurach in einem der zurückliegenden Jahre. Für künftige Jahreswechsel schlägt die CSU eine zentrale Feier in der Innenstadt vor. Dem Kulturausschuss wurde nach ersten Berechnungen bereits ein Kostenrahmen dafür aufgezeigt.


Feinstaubbelastung, Lärm, "Solo-Feuerwerke" mit gefährlichen Nebenwirkungen, der seit Jahren immer wieder verschiedentlich geäußerte Bürger-Wunsch, gemeinsam in der Innenstadt zu feiern, waren die Hintergründe für den Antrag.

Bernhard Schwab, Kurt Zollhöfer und Walter Drebinger hatten ihn im Dezember für die CSU eingebracht.

Bürgermeister German Hacker positionierte sich, prüfen könne man sicherlich, es sei eine Frage, ob man es sich leisten könne und wolle. Die Werbegemeinschaft überlegte das Thema schon vor Jahren, nahm jedoch Abstand: teuer und schwierig.

Nur wenige gastronomische Betriebe öffneten in Herzogenaurach an Silvester. Judith Jochmann, Leiterin des Amts für Stadtmarketing und Kultur, beschrieb es als "schönen Wunsch", die Bühne vom Adventskalender sei schon da. Doch die eigentliche Arbeit komme angesichts der "Komplexität der Veranstaltung" erst noch.

Kostenfaktor

Ein Kostenfaktor sei der Zeitraum – maximal sei bis 2 Uhr möglich. Ein weiterer die Flächenvarianten. Die oft für Feste gedachte Idee "zwischen den Türmen" sei "verkehrsrechtlich aufwendig". Zwischen Fehnturm und Marktplatz könne man 2000 Personen unterbringen, bei der Variante Marktplatz und Hauptstraße 1500 Personen.

Für diese müsste eine kulinarische Infrastruktur erstellt werden und vor allem ein Sicherheitskonzept, sobald die öffentliche Hand als Veranstalter auftritt. Es dürften keine Feuerwerkskörper gezündet werden, Einlass- und Taschenkontrollen stünden an.

Auch im als Beispiel genannten Röttenbach, wo 4000 Personen in der neuen Mitte zugelassen waren, habe es Zulassungskontrollen gegeben.

Sanitätsdienst, Feuerwehr, Polizei müssten rekrutiert werden – an Silvester ohnehin schon personell problematisch. Für ein gemeinsames Feuerwerk von wenigen Minuten oder eine LED-Show sei eine nicht unbeträchtliche Summe aufzubringen, eine Band zu engagieren, für die Band-Pause ein DJ.

Den "Minimalaufwand" kalkulierte das Amt für Stadtmarketing auf 20 000 Euro. Mit Einnahmen könne man nicht rechnen, höchstens, wenn ein Sponsor gefunden würde. Schließlich das Problem, städtische Mitarbeiter an Silvester zu finden: Eine Dienstverpflichtung könne man nicht aussprechen.

"Ernüchterung" sei angesichts dessen eingetreten, kommentierte Sandra Wüstner (SPD) dazu, obwohl die Idee zunächst auf Beifall stieß. "Ich sehe keinen in der Stadtverwaltung, der dies leisten kann."

Für 5 Euro Eintritt könne man zwei Bands spielen lassen, eine Lasershow sei verzichtbar, unterstützte Peter Simon (Bündnisgrüne) die Idee. Zum Personal: Vielleicht ließen sich Freiwillige finden.

"Grundsätzlich dafür" war auch Siegbert Sendner (SPD), erinnerte jedoch, für das Feuerwerk zur Jahrtausendwende habe er als Feuerwehrverantwortlicher einen Sprengmeisterkurs absolvieren müssen.

Alle offenen Fragen klärt das Amt für Stadtmarketing, bevor ein Beschluss ergeht.

EDITH KERN-MIEREISZ

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