Dienstag, 19.11.2019

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Jazz-Session übertraf alle Erwartungen

Tafelkonzert mit Thomas Fink und drei weiteren Spitzenmusikern - 16.01.2019 12:00 Uhr

Mit viel Verve beim Tafelkonzert: Thomas Fink, Norbert Nagel, Norbert Meyer-Venus und Werner Treiber (von links). © Foto: Jansen


Für das alljährliche Benefizkonzert zugunsten der Herzogenauracher Ausgabestelle der Erlanger Tafel hatte Fink sich wieder Spitzenmusiker der Jazzszene ausgesucht: den Bassisten Norbert Meyer-Venus, den Schlagzeuger Werner Treiber und als Stargast Norbert Nagel (Klarinette, Querflöte, Saxofon).

Nagel übernahm mit dem Paradestück für Saxofon "Don’t get around much anymore" von Duke Ellington den fulminanten Auftakt des Konzerts. Bei Ellingtons "Satin Doll" konnten Meyer-Venus sein Können als Solist am Kontrabass und Nagel seine Virtuosität an der Klarinette unter Beweis stellen, bevor Nagel und Fink in einen musikalischen Dialog eintraten. "Die heizen mir ganz schön ein, wir haben nicht geprobt, aber die wissen immer, was ich will", meinte Fink. Kein Wunder, denn mit 17 Jahren hatte Norbert Nagel Thomas Fink zum ersten Mal gehört und war von ihm fasziniert. "Da war ein Pianist, der so unfassbar gut spielte, mit außergewöhnlichen Akkorden", gestand Nagel.

Die Spielfreude, die das Quartett ausstrahlte, war ansteckend. Wahre Begeisterungsstürme löste nicht nur "Honeysuckle Rose", eines der meistgespielten Jamsession-Stücke der Swing-Ära aus, sondern auch das vom Drive des Schlagzeugs geprägte "Take Five". Treiber begeisterte die Zuhörer dabei mit Spielwitz, Einfallsreichtum und rhythmischer Perfektion.

"Meine Frau hat manchmal auch musikalische Wünsche" — und die erfüllte Fink ihr mit "My foolish Heart". Ursprünglich gehörte dieser Song zum Träumen in das Repertoire der Popmusik, hat sich aber inzwischen zu einem Jazzstandard entwickelt. "You are the Sunshine of my Life" – Stevie Wonders Ohrwurm – setzte das Jazzensemble mit Nagel an der Querflöte mit viel Verve um.

Das Publikum war restlos begeistert und feierte die Musiker mit enthusiastischem Applaus. Da gab es natürlich etliche Zugaben, unter anderem den wunderschönen Song "As Time goes by" aus dem Film "Casablanca".

MARGOT JANSEN

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