Sonntag, 22.09.2019

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Kirche in Höchstadt auf neuen Wegen

Die katholische Kirchengemeinde bittet zum "Auszeit"-Gottesdienst an interessanten Orten. - 18.08.2019 14:00 Uhr

Die neue Gottesdienstreihe „Auszeit“ in Höchstadt soll so ansprechend und abwechslungsreich wie das „Nightfever“ werden. © Archivfoto: Georg Paszek


Höchstadts katholischer Dekan Kilian Kemmer erklärt die Hintergründe: Seit der letzten Pfarrgemeinderatswahl gibt es an Sankt Georg einen "Sachausschuss Liturgie", besetzt mit Jutta Paulini und Eva Decker-Döring. Die Frauen sind laut Kemmer "sehr aktiv" und haben unter anderem ein spezielles "Mütterbeten" ins Leben gerufen – eine Andachtsform, die im irischen Bürgerkrieg entstand.

Die "Auszeit" soll neue Wege gehen und ungewöhnliche Gottesdienstformen an ungewöhnlichen Orten realisieren. Zum Auftakt am Sonntag, 15. September, 17 Uhr, gibt es eine Messe im syro-malabarischen Ritus.

Familiengottesdienste sollen im Rahmen der "Auszeit" ebenfalls einen Schwerpunkt bilden: Der erste geht am Sonntag, 20. Oktober, 17 Uhr, in der Kindertagesstätte Sankt Michael über die Bühne.

Krankenhausseelsorger und Diakon Georg Paszek bietet am Sonntag, 24. November, 17 Uhr, eine besondere Andacht zum Christkönigsfest an. Den Reigen der "Auszeiten" beschließt ein Taizé-"Abend der Lichter" am Sonntag, 15. Dezember, 17 Uhr, bei dem es Gesang und Musik zum Advent geben soll.

"Auszeit"-Schauplätze können laut Kilian Kemmer der Platz vor der neuen Lourdes-Grotte im Schwesterngarten, der Sonnenstuhl, die Orgelempore der Georgskirche oder die Krypta am Kellerberg sein. Das Bestreben wird deutlich, eingefahrene Strukturen aufzubrechen und "Menschen in die Kirche zu bringen, die normalerweise nicht in den Gottesdienst gehen", wie es Kilian Kemmer formuliert. Der Geistliche spricht auch von "Brückenbau" in einer Zeit, in der sich immer mehr Gläubige von der Institution Kirche abwenden.

Und in der bis dato keine der beiden großen christlichen Kirchen ein Patentrezept gegen die anhaltende Austrittswelle gefunden hat.

Eine "Auszeit" soll maximal eine Stunde dauern. Kilian Kemmer rechnet damit, dass sich der Terminkalender der neuen Reihe auch 2020 schnell füllen wird. "Danach prüfen wir die Resonanz und entscheiden danach, ob die ,Auszeit’ weitergeführt wird", erklärt Kemmer. Gefragt ist auch die Kreativität der Mitglieder der Kirchengemeinde, der "Sachausschuss Liturgie" ist jederzeit offen für Vorschläge und Konzepte zu "Auszeiten", damit diese möglichst viele Menschen ansprechen.

InfoKontakt: eva.decker.doering@t-online.de oder jutta.paulini@gmx.de 

hvd

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