Mittwoch, 14.04.2021

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Lockdown: Brauereien in ERH sind in Gefahr

Brandbrief des Deutschen Brauer-Bundes an die Politik warnt vor Folgen der Krise - 25.02.2021 14:24 Uhr

Alexander Heller beim Brauen: Der Herzogenauracher verströmt Zweckoptimismus, aber die Lage der Brauerei-Branche ist ernst.

24.02.2021 © Hans von Draminski


Dazu kommt, dass es manche Förder- und Hilfsgelder, die vonseiten der Politik für die durch die Corona-Einschränkungen ebenfalls darbende Gastro-Branche ausgeschüttet werden, im Brauereisektor nicht gibt. Brauereigaststätten gelten (oft, nicht immer) als "nicht bezuschussungsfähige" Betriebe.

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Unterwegs im Land der 1000 Biere - die erste Runde

Erstes Ziel unserer Reise durch das Land der 1000 Biere war die Region Forchheim. Aus dieser ersten Runde sind in das Finale zur Wahl zum Bier des Jahres eingezogen: das Vollbier der Brauerei Penning-Zeißler, das Bier der Brauerei Meister sowie das Weißbier der Brauerei Hebendanz und das "punktgleiche" Kellerbier der Brauerei Rittmayer aus Hallerndorf. Wie die einzelnen Biere in der Gunst der User abgeschnitten haben, sehen Sie in der Galerie.


Den vom Deutschen Brauer-Bund an die politischen Entscheidungsträger hierzulande adressierten Brandbrief haben über 300 Brauereien deutschlandweit unterschrieben, darunter auch bekannte Betriebe aus dem Landkreis Erlangen-Höchstadt. Wir haben uns bei ihnen umgehört.

Verluste im sechsstelligen Bereich

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Unterwegs im Land der 1000 Biere - die dritte Runde

Runde drei unserer Reise durch das Land der 1000 Biere hat uns ins südwestliche Mittelfranken bis Nahe an die Grenze zu Oberbayern geführt. Die ersten drei Plätze belegten hier die Brauerei Gutmann aus Titting, das Hochholzer Brauhaus und die Spalter Brauerei. Klicken Sie rein um zu sehen, welches von den restlichen Bieren das Rennen gemacht hat.


"Die Verluste aus dem Corona-Jahr belaufen sich auf einen höheren sechsstelligen Betrag", bilanziert Ingo Sauer, Chef der "Brauerei Sauer" in Röttenbach und der "Brauerei Blauer Löwe" in Höchstadt. Mit "Click & Collect" würden Brauereien zu wenig verdienen, um schwarze Zahlen schreiben zu können. Der Hauptumsatz werde bei Großveranstaltungen gemacht.

Und damit sieht es auch im Jahr Zwei nach Ausbruch der Corona-Pandemie vorerst mau aus. Gerade erst wurde der Erlanger "Berg" abgesagt, weitere Fest-Ikonen in der Region werden sicher folgen. Wann die Gastronomie wieder annähernd normal öffnen darf, steht ebenfalls in den Sternen. Ingo Sauers lakonisches Fazit: "So macht man Geschäfte kaputt."

Versandhandel boomt

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Unterwegs im Land der 1000 Biere - die vierte Runde

In Runde vier haben wir uns dann die Brauereien in Nürnberg, Fürth, Erlangen und dem Nürnberger Land angeschaut. Hier treffen die ganz Großen wie Tucher auf ganz Kleine wie das Schanzenbräu. Ins Finale sind aus dieser Runde eingezogen: das Schanzenbräu Rotbier sowie das Barfüßer "Naturtrübe" und das Rotbier der Brauerei Altstadthof. Die Ergebnisse im Detail gibt's in der Galerie.


Dass im Gegenzug der Versandhandel boomt, dass Internetriesen sich in der Krise eine goldene Nase verdienen, macht Sauer extrem sauer. Zumal er sich auch von der inzwischen etwas schneller laufenden Impfkampagne keine rasche Änderung des derzeitigen Zustands verspricht: "Unsere Zielgruppe, das Publikum, das wir brauchen, wird voraussichtlich erst im Spätsommer oder Herbst geimpft", sagt Sauer voraus und fügt hinzu: "Die Lage ist einfach bescheiden."

"Wir würden alt aussehen, wenn wir Pacht zahlen müssten"

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Unterwegs im Land der 1000 Biere - die fünfte Runde

In der fünften Runde sind wir rund um die Flinderer-Stadt Pegnitz unterwegs gewesen. Wir haben aber auch Abstecher nach Bayreuth, Pottenstein und Oberailsfeld gemacht. Gewonnen haben hier: die Brauerei Gradl aus Leups, die Brauerei Hufeisen aus Pottenstein und den dritten Rang in der Gunst der User erreichte die Brauerei Held aus Ahorntal Die Ergebnisse sehen Sie in der Bildergalerie.


Alexander Heller von der Herzogenauracher Brauerei Heller ist froh, dass die Gaststätte der Traditionsbrauerei an der Hauptstraße in Familienbesitz ist: "Müssten wir momentan Pacht zahlen, dann würden wir alt aussehen", sagt Heller, während er den Sud ansetzt – wohl wissend, dass er noch für eine ganze Weile nur wenig Bier brauen muss.

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Unterwegs im Land der 1000 Biere - die sechste Runde

In der sechsten Runde sind wir im Aischgrund unterwegs gewesen, rund um Neustadt a. d. Aisch, Höchstadt/Aisch und Bad Windsheim und auch in Herzogenaurach. Gewonnen haben hier: das Brauhaus Höchstadt, die Brauerei Hofmann in Pahres und die Brauerei Döbler in Bad Windsheim. Die Ergebnisse finden Sie in der Bildergalerie.


Auch wenn er "die Hoffnung nie aufgibt", hat Alexander Heller sich wie seine Branchenkollegen von der Idee verabschiedet, im Laufe des Jahres 2021 auch nur ansatzweise normale Umsätze verbuchen zu können. Die Herzogenauracher Sommerkirchweih und die vielen kleinen Kärwas in der Umgebung stehen samt und sonders auf der Corona-Streichliste.

"Konzepte haben funktioniert"

Nicht verstehen kann Heller, dass die Bundespolitik an der Schließung gastronomischer Betriebe festhält: "Die Hygienekonzepte in der Gastronomie haben doch funktioniert", meint Heller. Er hofft darauf, dass es für Brauereigaststätten wenigstens anteilig Hilfsgelder gibt. "Wenn man diese Zuschüsse allerdings nach der Pandemie zurückzahlen muss, dann sind das keine echten Hilfen", betont Heller, der als einzigen Lichtblick derzeit den Flaschenbier-Absatz sieht, der über Supermärkte "mehr schlecht als recht" noch klappt.

Klein ist in der Krise von Vorteil

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Unterwegs im Land der 1000 Biere - die siebte Runde

Zum Start des interaktiven Brauerei-Führers auf nordbayern.de suchen wir das beliebteste Bier aus Franken und der Oberpfalz. Bei unserer Reise durch das Land der 1000 Biere sammeln wir Biere aus den unterschiedlichen Bierregionen, über die wir dann die User abstimmen lassen. In Runde sieben waren wir in Bamberg unterwegs. Das idyllische oberfränkische Studentenstädtchen rühmt sich, in Sachen Bier nicht weniger zu sein als eine Weltmetropole. Außerdem haben wir noch ein paar Highlights aus dem Umland aufgetan. Die Ergebnisse finden Sie in der Bildergalerie.


"Wir sind eher klein" und das sei in der aktuellen Krise durchaus ein Vorteil, meint Siglinde Hennemann von der Brauerei Hennemann in Pommersfelden-Sambach. Denn im Gegensatz zu größeren Brauereien, deren Produktionskapazitäten auf erheblich größeren Durchsatz abgestimmt seien, schafft es der Familienbetrieb Hennemann, mit den geringen Mengen, die derzeit über Getränke- und Supermärkte in der Region abgesetzt werden können, zumindest eine "schwarze Null" zu schreiben. Das Besitzerehepaar Hans und Siglinde Hennemann ist "nicht mehr weit von der Rente entfernt", wie Siglinde Hennemann erzählt. Deshalb wurde in jüngster Vergangenheit auch mit dem Umbau der Gastwirtschaft begonnen. Küche und Gastraum in den ehemaligen Saal verlegt. Der frei werdende Raum soll zum Wohnraum werden.

Über der Zukunft steht ein Fragezeichen

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Ausbruch, Lockdown, Impfstoff: Die Chronik der Corona-Pandemie

Das Coronavirus Sars-CoV-2 hat die Welt verändert wie wohl kein anderer Erreger vor ihm. Über zwei Millionen Menschen weltweit starben bisher an oder mit dem Virus. Die Chronik der Pandemie vom Ausbruch bis zum Impfstoff.


Mit laufenden Personalkosten muss sich die Brauerei Hennemann im Lockdown nicht plagen, der überwiegende Teil der Arbeit wird Familien-intern oder mit Saison-Aushilfen gestemmt. Siglinde Hennemann sieht mit Besorgnis, dass unter dem Lockdown auch die Zulieferer leiden. Über der Zukunft steht ein großes Fragezeichen.

 

HANS VON DRAMINSKI

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