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Longhorns: Zwei Türme zum Sieg

TSH-Basketballer atmen nach 85:62 gegen OSB Hellenen München auf - 04.10.2018 18:08 Uhr

Herzogenauracher Lufthoheit: Hier steigt Matthew Meredith zum Korb, der Münchner „Hellene“ kann nicht mehr eingreifen. © Foto: Jürgen Petzoldt


Nach der deutlichen Niederlage in Leitershofen konnte Longhorns-Trainer Nikola Jocic wieder auf Verstärkung aus der 2. Bundesliga (ProA) bauen – die Nürnberger Nils Haßfurther, Matthew Meredith und Moritz Sanders trugen entscheidend zum Heimsieg bei.

Der Gegner hatten bislang ebenfalls zwei Niederlagen kassiert. Auf den Warmup-Shirts der Hellenen war "Uniting Cultures", also "Zusammenführen von Kulturen" zu lesen – recht passend auch zum Spieltagsdatum, schließlich spielte man am Tag der deutschen Einheit, der auf Englisch "German Unity Day" genannt wird.

Hinein inas sportliche Geschehen. Longhorn Nils Haßfurther sorgte per Dreier für die ersten Punkte des Spiels. Und auch die zwei "Türme" der Aurachstädter – Patrick Horstmann und Moritz Sanders – trugen sich bereits früh in die Scorerliste ein.

Trainer Jocic wusste um die physische Überlegenheit am Brett, betonte aber die Bedeutung der anderen Mitspieler: "Wir haben beide gut ins Spiel gebracht, aber die anderen Jungs haben genauso zum Sieg beigetragen." Der Sieg musste erst noch erkämpft werden, die Hellenen ließen sich im ersten Viertel noch nicht abschütteln – sie hielten besonders mit ihren schnellen Zügen zum Korb und Würfen aus der Mitteldistanz Anschluss. Horstmann sorgte mit einem Dunk Mitte des Viertels bereits für ein kleines Highlight: 24:19-Führung der Turnerschaft nach dem ersten Viertel.

Auch im zweiten Viertel konnten sich die Longhorns zunächst noch nicht absetzen. Angeführt von den beiden besten Schützen William Bessoir und Omari Knox bot München Paroli. Bis die Longhorns knapp vier Minuten vor der Halbzeit einen 15:2-Lauf starteten – mit engagierter Verteidigung schufen die Aurachstädter die Basis für den Sieg und erzwangen viele Ballverluste bei den Hellenen, die am Ende 24 Ballverluste im gesamten Spiel zu beklagen hatten (TSH: 14). Diese Ballverluste führten dann auch zu leichten Punkten für die Longhorns, die mit einer 47:34-Führung in die Kabine gingen.

In der Halbzeit sprach Trainer Jocic wie im ersten Heimspiel wieder intensiv mit Aufbauspieler Larry Hall: "Er ist mein Point Guard und ein sehr erfahrener Spieler, wir tauschen uns aus und analysieren, was bisher auf dem Feld passiert ist und besprechen Verbesserungen."

Das dritte Viertel gestaltete sich ausgeglichen, beide Teams leisteten sich Ballverluste, besonders die Longhorns zeigten sich nach der Pause etwas unkonzentrierter. Michael Kaiser übernahm mit zwei Dreipunktewürfen in diesem schwierigeren Viertel offensiv Verantwortung. So hielt mit 64:53 die psychologisch wichtige zweistellige Führung für die Turnerschaft vor dem Schlussabschnitt.

In diesem legten die Longhorns wieder eine Schippe drauf, offensiv wie defensiv. Mitte des vierten Viertels hatte man sich einen 20-Punkte-Vorsprung erarbeitet – zunächst glänzte Haßfurther mit einem weit entfernten Dreier und einem Korbleger, dann schloss einer der Türme, Horstmann, drei Angriffe erfolgreich ab. Sein Zwillings-Turm, Sanders, ließ sich direkt danach auch nicht bitten – Hakenwurf und Korbleger, alles dabei. Und auch der starke Matthew Meredith sorgte zwischendurch mit einem Fastbreak-Dunk nochmal für Jubel auf der Tribüne. So konnten die Longhorns ihren ersten Saisonsieg feiern.

Coach Jocic war nach dem Spiel angetan von seiner Mannschaft: "Vier Spieler haben mehr als die anderen gescort, aber die anderen haben auch hart gearbeitet. Das war der Schlüssel. Wir waren präsent beim Rebound und der Verteidigung. Dann konnten wir auch besser in die Offensiv-Systeme kommen. Wenn das Resultat so ist, kann ich mich nicht beschweren. Aber wir wollen natürlich noch besser sein."

TSH: Horstmann 20, Übbing 2, Haßfurther 17, Meredith 15, Kaiser 6, Hall 9, Schlindwein 2, Sanders 14, Dorberth, Kwilu, Buniatian.

DOMINIK GERLING

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