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Lonnerstadt: Kita-Leben ist "sehr bewegt"

Die Kleinsten zogen in die neue Krippe, die Älteren schon mal in die Schule - 25.11.2020 14:00 Uhr

Die neue Krippe am alten Lonnerstadter Kindergarten ist schon mal fertig. Pfarrer Andreas Sauer und Bürgermeisterin Regina Bruckmann freuen sich, bleiben aber lieber draußen. Nun wird der Altbau von Grund auf saniert.

24.11.2020 © Karl-Heinz Panzer


"Sehr bewegt" ging es zu im Lonnerstadter Kindergarten. So fasst Doris Heubeck, die Leiterin der von der evangelischen Kirche betriebenen Einrichtung, das Geschehen der letzten Tage zusammen. Zwölf Füchse und neun Waschbären, so heißen die beiden Gruppen, haben samt Betreuungspersonal das nagelneue Gebäude bezogen.

Für Eltern nur von außen

Die bis zu drei Jahre alten Kinder würden kein bisschen mit ihrer schicken neuen Umgebung fremdeln, so Doris Heubeck. Ihre Eltern dagegen können sich bis auf Weiteres nur von außen ein Bild machen: Wegen Corona werden die Kinder schon am Eingang in Empfang genommen. Einen eigenen Außenbereich bekommen die Kleinen auch, aber der ist noch nicht fertig. Bis dahin können sie die bestehenden Anlagen hinter dem Gebäude nutzen.

Nicht nur Füchse und Waschbären haben sich in der vergangenen Woche bewegt. Auch die gegenwärtig 56 Regelkindergartenkinder sind umgezogen, wenn auch nur vorübergehend. Letzte Woche haben sie im alten Schulhaus Quartier bezogen. Dort hat die Gemeinde, die das gesamte Projekt als Bauherrin stemmt, im Obergeschoss eine Interimslösung geschaffen.

Alles nach Plan

Drei einstige Klassenzimmer sind bis auf Weiteres Gruppenräume. Direkt dorthin wurde ein neuer Zugang geschaffen, und zwar über einen außen angeflanschten Treppencontainer. Wenn alles nach Plan läuft, und darauf deutet laut Bürgermeisterin Regina Bruckmann gegenwärtig alles hin, können die Kinder Ende 2021 wieder zurück an die Goethestraße, dann in ein rundum saniertes Gebäude.

Denn nach der Räumung rücken nun die Bauhandwerker ein in den "alten" Kindergarten. Sanitäre Einrichtungen, Raumaufteilung, Installation, Wärmeschutz und die Ausstattung - alles entsteht neu. Im Nebengebäude wird darüber hinaus das Dach ausgebaut. Dort werden Räume für das Personal und für Verwaltungsarbeiten hergerichtet. Für Tageslicht sorgen Erker, die im Zug der Baumaßnahmen in die Dachhaut eingesetzt werden.

Erbpachtvertrag geschlossen

Nicht nur der zeitliche Ablauf, sondern auch die Kosten bleiben so weit absehbar im geplanten Rahmen, so Regina Bruckmann. Nach Abzug der staatlichen Fördermittel müsste der Markt Lonnerstadt voraussichtlich 1,6 Millionen Euro an Eigenmitteln investieren. Mit dem kirchlichen Eigentümer hat die Kommune einen Erbpachtvertrag abgeschlossen. Eine Erweiterung der Einrichtung war – wie derzeit in vielen Kommunen in der Region – wegen der wachsenden Nachfrage nach Betreuungsplätzen unumgänglich geworden.

khp

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