Zukunftsideen

Lonnerstadt: Noch kein Geld für eine Westernstadt

12.6.2021, 18:43 Uhr
Die beiden Tipis im Garten des Lonnerstadter Kindergartens werden versetzt, um im Brandfall keine Fluchtwege zu versperren.

Die beiden Tipis im Garten des Lonnerstadter Kindergartens werden versetzt, um im Brandfall keine Fluchtwege zu versperren. © Karl-Heinz Panzer

Dort sollen sich im kommenden Jahr wieder die Kinder austoben. Sie werden eine leicht veränderte Umgebung vorfinden. Die Bürgervertreter gaben grünes Licht für die Pläne der Architektin Kathrin Nißlein. Einiges wird sich ändern, vieles aber bleibt wo und wie es ist.

Tipis werden versetzt

Die Wippe, die Rutsche und das Gartenhaus zum Beispiel. Auch in die gebretterten Tipis können die Kleinen weiterhin unterschlupfen. Allerdings werden sie versetzt. An ihrem aktuellen Standort könnten sie bei einer Evakuierung im Wege stehen, so die Planerin. Die Tipis könnten Teil einer Westernstadt werden, mit ein paar hölzernen Reitpferden und einem Saloon vielleicht. Aber das ist bis auf Weiteres Zukunftsmusik. Die dafür benötigten rund 13.000 Euro gibt der Etat momentan nicht her, gab Bürgermeisterin Regina Bruckmann zu verstehen. Spenden könnten die Anschaffung vielleicht einmal möglich machen, so die Hoffnung.

Windpark-Betreiber spenden für Kindergarten

In diesem Zusammenhang erwähnenswert ist die Mitteilung der Bürgermeisterin, wonach die Betreiber des örtlichen Windparks 5000 Euro für den Kindergarten gespendet haben. Auch ohne Westernstadt werden die Arbeiten an den Außenanlagen mit gut 120.000 Euro zu Buche schlagen, schätzt Nißlein. Neue Spielgeräte werden angeschafft und der durch die Bauarbeiten strapazierte Rasen muss erneuert werden. Der Gemeinderat machte den Weg frei für die Ausschreibung. Im Herbst sollen die Bauarbeiten beginnen.

Abschluss zum Jahresende

Die Bürgermeisterin zeigt sich hinsichtlich der Einhaltung des Zeitplanes zuversichtlich. Wenn nichts Unerwartetes passiert könnten der Um- und Ausbau bis zum Ende des Jahres abgeschlossen sein. Bis dahin werden die Kinder im alten Schulhaus betreut. Der Umbau im Innern geht indessen voran. Im Mai hat der Gemeinderat die Estricharbeiten in einem Gesamtvolumen von knapp 57 000 Euro in Auftrag gegeben.

Salzsilo für 26.000 Euro

Auch andernorts wird investiert: Ein Silo für Streusalz, das im Bauhof aufgestellt wird, ist für 26.000 Euro bestellt. Zudem berichtete die Rathauschefin von bevorstehenden Straßenarbeiten in Mailach. Dort werden die Fahrbahnen, Bankette und Entwässerungsrinnen zwischen Feuerwehr und alter Schule sowie die Strecke vom Ortsschild bis zur Kräutertrocknungsanlage hergerichtet. Darüber läuft teilweise auch der Kräuterrundweg. Alles zusammen wird rund 110 000 Euro kosten.

Photovoltaik kommt

Nachdem es in der vorangegangenen Sitzung an Details gescheitert war haben die Bürgervertreter jetzt den Weg freigemacht für die Einrichtung einer Photovoltaikanlage auf der Höhe zwischen Ailsbach und Lonnerstadt, unweit vom Windrad „ERH3“. Bebauungsplan und die Änderung im Flächennutzungsplan gehen ins Genehmigungsverfahren. Die Projektierer konnten die Räte davon überzeugen, dass die Anlage nirgendwo ins Sichtfeld von Wohnhäusern rückt. Auch die übrigen selbst gestellten Kriterien sind erfüllt, so dass die Ratsmehrheit keine Hinderungsgründe mehr sah.

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