Mittwoch, 20.01.2021

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Lonnerstadt: Vorbildliche Sanierung

Das "Kleebauernhaus" in Lonnerstadt hat eine neue Fassade bekommen - 19.12.2020 12:50 Uhr

Nicht nur außen ist der Fortschritt beim Sanierungsobjekt „Kleebauernhaus“ in Lonnerstadt (unser Bild zeigt die Ansicht von hinten) zu sehen . . .

18.12.2020 © Karl-Heinz Panzer


Eigentlich ist es weitgehend die alte, nur eben runderneuert: Die Putzstruktur, die Farben, die Fenster- und Fensterläden – alles ist so gehalten, wie es auf den alten Fotos zu sehen ist. Das 1839 fertiggestellte Gebäude steht unter Denkmalschutz.

Vierzimmerwohnung eingerichtet

Nicht nur außen ist der Fortschritt sichtbar: Im Obergeschoss wurde eine Vierzimmerwohnung eingerichtet, die Anfang des kommenden Jahres vermietet werden soll. In den Räumlichkeiten, die schon als Werkstatt und Wohnung, zeitweise auch als Notunterkunft genutzt wurden, entstand in den vergangenen Monaten ein komfortables Wohnumfeld, das heutigen Ansprüchen genügt.

Historischer Hintergrund

Richtungsweisend bei der Gestaltung war der historische Hintergrund. Die Planer der Sanierung arbeiteten in enger Abstimmung mit dem Landesamt für Denkmalpflege. Der Lehmputz und die Fachwerkbalken sind im Original erhalten, auch einige Farbmuster an der Wand und die massiven Kieferdielen am Fußboden sind am Vorbild angelehnt. Im Mittelpunkt steht der vormalige Saal der Kleebauernwirtschaft, wo bis in die 30er Jahre des vergangenen Jahrhunderts hinein getanzt wurde. Nach einem Brand im Innern dümpelte das markante Gebäude an der Hauptstraße lange vor sich hin. Die Fassade begann zu bröckeln.

Der Bauhof liegt dahinter

. . . auch im Inneren hat sich einiges getan. Im Obergeschoss wurde eine Vierzimmerwohnung eingerichtet, die Anfang des kommenden Jahres vermietet werden soll.

18.12.2020 © Karl-Heinz Panzer


Als die Gemeinde das Anwesen Ende der 1980er Jahre kaufte, geschah das nicht unbedingt aus Liebe zu alter Bausubstanz. Vielmehr ging es um die dahinter liegende Fläche, weiß Bürgermeisterin Regina Buckmann. Dort wurde nämlich der Bauhof eingerichtet. Erst mit der Zeit kamen die Gemeindeoberen zur Einsicht "Leer stehen lassen bringt es auch nicht".

Die Restaurierung des Hauses begann vor sechs Jahren mit dem Dach. Auch wenn demnächst das Gerüst abmontiert sein wird, bleibt noch einiges zu tun: Das Museum in Erdgeschoss, das der Heimatverein betreibt, soll auf Vordermann gebracht werden. Etwas geschehen soll auch mit dem rückwärtigen Gelände und der Einfahrt, unter anderem soll Platz für mehr Grün geschaffen werden.

khp

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