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Mit Gerald Fink zu musikalischer Harmonie

Der Herzogenauracher Musiker wird künstlerischer Leiter der neuen „Chorakademie Franken“ in Weißenohe - 22.12.2016 16:09 Uhr

Gerald Fink freut sich auf die neue Aufgabe, weiß aber, dass viel Arbeit wartet. © Foto: Matthias Kronau


Berufen wurde er vom Präsidium des Fränkischen Sängerbundes und der „Chorakademie gGmbH“. Diese Entscheidung wurde vom Musikausschuss des FSB bestätigt. Dadurch wird, so der Vorsitzende des Fördervereins Eduard Nöth bei der Jahreshauptversammlung, das Vorhaben „Chorzentrum Weißenohe“ konkreter und mündet in die Zielgerade.

Der 47-jährige Kantor der evangelischen Gemeinde Herzogenaurach ist auch Leiter des Liederkranzes Herzogenaurach und ehrenamtlich tätiger Kreischorleiter des Sängerkreises.

Gerald Fink entstammt einer Niederndorfer Musikerfamilie, studierte nach dem Abitur zunächst Kirchenmusik in Stuttgart, dann beendete er ein künstlerisches Aufbaustudium im Fach Orgel-Solo mit dem Konzertreife-Diplom.

In einem dritten Studium erreichte Gerald Fink den akademischen Grad eines Magister Artium an der FAU- Erlangen und promovierte schließlich im Jahre 2008 zum Dr. phil. mit dem Thema „Bühnenmusik Richard Wagners“ an der Universität Würzburg. Als Komponist gewann er viele Preise, unter anderem beim Valentin Becker-Komponisten-Wettbewerb, und wurde 2011 als Kulturpreisträger der Stadt Herzogenaurach ausgezeichnet.

Der Präsident des Fränkischen Sängerbundes Peter Jacobi hielt die frühzeitige Besetzung der Position des künstlerischen Leiters des Chorzentrums gerade im Sinne einer guten Aufbauarbeit für wichtig. Bundesschatzmeister Herbert Meier, der gleichzeitig als Geschäftsführer der „Chorakademie gGmbH Weißenohe“ fungiert, bezeichnete die breite und vielseitige Ausbildung, die tiefe Verankerung und Erfahrung im Chorwesen, aber auch die menschliche Qualität als ausschlaggebend für die Auswahl Gerald Finks.

Der Herzogenauracher bezeichnete es als sein Ziel und seine Aufgabe, alle Bereiche der Chorarbeit, der Chorszene und damit alle Menschen, die mit dem „Lebenselexier Singen“ zu tun haben, mit diesem neuen Chorzentrum ansprechen zu wollen. „Ob Chorsänger, Chorleiter, Komponisten, Vereinsvorstände, Verleger, Erzieher/innen, Stimmtrainer, Helfer in der Seniorenarbeit und in der integrativen Arbeit, Lehrer/innen, Verbandsvertreter, kleine Ensembles, große Chorgemeinschaften, Kinder-, Schul-, Seniorenchöre usw. sollen in unserem Haus motivierende Angebote finden, sodass wirklich ein lebendiges musikalisches Zentrum entsteht“, so Fink.

Des Weiteren betonte er bei seiner Vorstellung, dass seine hochgesteckten Ziele einer Menge an konzeptioneller Vorarbeit, an Gesprächen und Überlegungen bedürfen, die parallel zu und mit den baulichen Maßnahmen erfolgen müssen.

Indessen ist ein weiterer Schritt zur Realisierung des ehrgeiziges „Leuchturm“-Projektes getan worden. Anfang der Woche hat der städtebauliche und hochbauliche Realisierungswettbewerb „Umfeld Kloster Weißenohe“ begonnen.

2008 war der Förderverein „Chorakademie des Fränkischen Sängerbundes im Benediktinerkloster Weißenohe gemeinnützige GmbH“ gegründet worden. 2012 folgte die Gründung der Chorakademie selbst, ein Jahr später die entsprechende gemeinnützige Stiftung Chorakademie des Fränkischen Sängerbundes.

2013 wurde der Kaufvertrag zum Erwerb des Klosters Weißenohe durch die „Chorakademie des FSB im ehemaligen Benediktinerkloster Weißenohe gGmbH“ unterzeichnet.

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