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Mühlhausen: Allgemeine Rücklagen der Gemeinde sind aufgebraucht

Kommune muss dennoch u.a. für Neubauten Geld berappen - 29.12.2020 08:28 Uhr

In Mühlhausen stehen in den kommenden Jahren viele Investitionen auf dem Plan.

14.11.2018 © Matthias Kronau


Für solche Nachrichten gibt es eigentlich nie einen günstigen Zeitpunkt, aber den Markt Mühlhausen erwischt es in einem denkbar ungünstigen Moment. Die Finanzplanung lässt nämlich erwarten, dass die allgemeinen Rücklagen auch ohne den Aufschlag "nahezu komplett aufgebraucht" sein werden. Und das ohne KiTa- und Kläranlagenbau, die in den kommenden Jahren obendrein auf die Kommune zukommen.

Und trotzdem: "Machen müssen wir es. Da kommen wir nicht drum rum. Aber wenn ich in die Zukunft sehe, da wird mir anders", fasste Walter Jakob (CSU) die Haltung im Gremium zusammen. "Wir sollten tunlichst auf die Bremse treten, überall wo es geht" mahnte der 3. Bürgermeister nach vorn blickend an.

Kostenschätzungen sind z.T. über zehn Jahre alt

Teurer wird es aus unterschiedlichen Gründen. Beim Straßenbau im Zuge der Dorferneuerung in Schirnsdorf und Decheldorf haben die Planer und Behörden schlicht und einfach die Kostenkalkulation an die aktuelle Preisentwicklung im Tiefbausektor angeglichen. Unterm Stich kommen dabei auf die Gemeinde (die Zuschüsse abgezogen) rund 80.000 Euro mehr zu, wie Bürgermeister Klaus Faatz (CSU) in der Sitzung grob überrechnet hat.

Faatz war es auch, der bei allem Ärger im Gremium daran erinnerte, dass die Kostenschätzungen mitunter schon vor mehr als zehn Jahren angestellt wurden. Höher, geschätzt um rund 25.000 Euro, wird auch der gemeindliche Anteil am Straßen- und Wegebau für die Verbindungen zwischen Schirnsdorf und Horbach, zur Lempenmühle und dem Wirtschaftsweg in Richtung Limbach. Dies alles ist im Zug der Flurbereinigung geplant.

Nicht ohne neue Kredite

Wegen der knappen Kassen hatte die Finanzverwaltung nahegelegt, die Entscheidungen über die einzelnen Maßnahmen erst nach Aufstellung des Haushaltsplanes für 2021 vorzunehmen. Ohne neue Kredite werde es nicht gehen, so die Kämmerei. Der Gemeinderat setzte sich einstimmig darüber hinweg. Die Kostensteigerungen wurden akzeptiert, so dass sowohl für die Dorferneuerungs- als auch die Flurbereinigungsprojekte die Ausschreibungen ohne Verzug in die Wege geleitet werden können. Ein Aufschub würde die Sache nicht billiger machen, so die verbreitete Auffassung im Gemeinderat. Ein Stopp mitten auf dem langwierigen Verfahrensweg wäre nicht ratsam hieß es, auch wegen der bereits zugesagten Zuschüsse.

Kostenrechnend in Decheldorf

Ebenfalls teurer wird der Kanalbau in Decheldorf, aber da liegen die Dinge etwas anders. An der Straße nach Mühlhausen wird der Kanal weiter hinausgeführt als ursprünglich geplant, dazu kommen neue Haltungen, Straßenquerungen und Grabenarbeiten. In der Ortsmitte wird der Kanal auf einem Teilstück in eine andere Trasse gelegt, aus technischen Gründen. Alles in allem belaufen sich die Schätzungen für die Mehrkosten auf 36.700 Euro. Die Finanzierung gestaltet sich hier anders als bei der Dorferneuerung und der Flurbereinigung. Weil es sich um eine kostenrechnende Einrichtung handelt wird das Geld üblicherweise über Gebühren und/oder Beiträge der Nutzer eingebracht.

Quiz: Was wissen Sie über Adidas?

© Michael_Quiet, NN

Jede Menge Sport- und Lifestyleprodukte mit drei Streifen: Adidas feiert seinen 70.Geburtstag. Doch wie gut kennen Sie den fränkischen Exportschlager aus Herzogenaurach? Wir haben neun knifflige Fragen für Sie herausgesucht.

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Frage 1/9:

Wie kam es zu den drei Streifen von Adidas?

Die drei Streifen dienten der Verstärkung der Schuhseiten. Erst in der Praxis stellte sich heraus, welch hohen Wiedererkennungswert die Streifen besitzen. Als weiteres Markenzeichen etablierte sich 1971 ein weiteres Logo mit drei Blättern mit und ohne horizontale Streifen.

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Frage 2/9:

Welcher Superstar trat beim 70. Firmengeburtstag von Adidas auf?

Mit seinem Hit „Happy“ sorgte der US-amerikanische Rapper Pharrell Williams bei der Geburtstagsfeier von Adidas für gute Laune. Tennisspieler Stan Smith, der als Namensgeber für einen Kult-Sneaker fungiert, war ebenso von der Partie wie die Band Run-DMC.

© Daniel Karmann, dpa

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Frage 3/9:

Wofür steht der Firmenname von Adidas?

Der Name setzt sich aus dem Spitznamen Adi und den ersten drei Buchstaben des Nachnamens Dassler zusammen. Die heutige Adidas AG wurde am 18. August 1949 durch Adolf Dassler als Adi Dassler adidas Sportschuhfabrik mit 47 Mitarbeitern gegründet.

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Frage 4/9:

Mit welchem Promi arbeitet Adidas zusammen?

Sängerinnen und Sänger wie Kanye West, Rita Ora, Katy Perry oder Justin Bieber sind als Markenbotschafter für Adidas aktiv.

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Frage 5/9:

Welcher Partei gehörten der Firmengründer Adolf Dassler und sein Bruder Rudolf an?

Beide Brüder wurden 1933 Mitglieder der NSDAP – wohl vor allem aus wirtschaftlichen Gründen. Vor der Olympiade 1936 in Berlin wurden Dasslerschuhe von Hitler bevorzugt behandelt.

© Copal, dpa

© Andrew Milligan, dpa

Frage 6/9:

Bei welcher Sportart kamen die Dassler-Schuhe bei der Olympiade 1928 zum Einsatz?

Antwort: Athleten der Leichtathletik durften sich über Adidasschuhe freuen. Mitte der 30er Jahre wurden mehrere verschiedene Sportschuhmodelle für unterschiedliche Sportarten hergestellt, darunter ab 1931 Tennisschuhe.

© © adidas Group (photographer: H, NN

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Frage 7/9:

Die Brüder Dassler gingen getrennte Wege. Wie heißt die Firma von Rudolf Dassler?

Adolf Dassler führte die Firma Adidas zum Erfolg, Rudolf Dassler das Unternehmen Puma. Die Brüder zerstritten sich nach dem Krieg – und das auf Lebenszeit. Unter anderem spielten auch Streitigkeiten zwischen den beiden Ehegattinnen der Desslers eine große Rolle.

© Roland-Gilbert Huber-Altjohann, NN

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Frage 8/9:

Bei der Fußball-WM 1954 trug die deutsche Elf Schuhe von Adidas. Wo fand die WM statt?

Nicht wenige behaupten, dass Deutschland aufgrund der besseren Fußballschuhe beim „Wunder von Bern“ einen wichtigen Vorteil hatte. Adolf Dassler war zu diesem Zeitpunkt Zeugwart der Nationalelf.

© Oliver Berg/dpa

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Frage 9/9:

In welchem Land verloren 2011 2800 Fabrikzuarbeiter ohne Abfindung ihren Job?

2011 wurden in Indonesien 2800 Fabrikarbeiter des ehemaligen Adidas-Zulieferers PT Kizone ohne Abfindung entlassen. Nach öffentlichem Druck wurden den Arbeitern lediglich Lebensmittelgutscheine im Wert von 43 Euro angeboten.

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khp

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