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Dienstag, 21.05.2019

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Nach dem Cyberangriff kam Hilfe auch aus Höfen

Bei einer Notfall-Übung testeten Amateurfunker ihre Fähigkeiten bei der Katastrophenhilfe - 14.05.2019 14:00 Uhr

Funkamateur-Ortsverbandvorsitzender Ottmar Beierl (links) und der Notfunkreferent des Ortsverbandes Herzogenaurach, Ulrich Stöcker, bei der Übung. © Robert Weigl


Das Gute daran: Es war nur eine Übung. Funkamateure haben vor kurzem frankenweit geübt, wie sie in diesem Katastrophenfall helfen können, die Kommunikation zwischen Behörden zu sichern. Auch die Funkamateure des Herzogenauracher Ortsverbands im Deutschen Amateur-Radio-Club (DARC) waren an der Übung beteiligt.

Das Szenario weiter: Es sieht danach aus, dass der Wiederanlauf einige Tage dauern wird. Insbesondere für Oberfranken wird mit einem längeren Ausbleiben der Stromversorgung gerechnet. In Mittel- und Unterfranken ist die Kommunikation per E-Mail und Telefon ausgefallen.

Die Aufgabe: Über Amateurfunk soll die Kommunikation für die Kreisverwaltungsbehörden (Landratsämter und kreisfreie Städte) zum jeweiligen Regierungssitz hergestellt werden sowie Kommunikation mit netzunabhängig arbeitenden Funkamateuren innerhalb der Regionen aufgebaut werden.

Ein besonderes Augenmerk soll auf der Verlässlichkeit liegen. Es ist also auch mit simulierten Ausfällen im Amateurfunk-Notfunk-Strukturen zu rechnen. Entsprechende Backup-Lösungen sollten im Verlauf der Übung getestet werden. Die Gruppe aus Herzogenaurach hatte ihre Geräte auf dem Spielplatz in Höfen unter der Leitung des Notfunkreferenten Uli Stöcker aufgebaut. Nach 16 Uhr wurde das Fazit gezogen: Die Notfunkübung war ein Erfolg. Alle zu übermittelnden Informationen wurden gefunkt. Es gab keinerlei Beeinträchtigungen bei den Notfunkstationen. Dies zeigte, dass die Funkamateure in der Lage sind, stromunabhängig fehlerfrei Informationen an Behörden oder Hilfsorganisationen zu senden.

Hauptsächlich wurde auf Kurzwelle und UKW gefunkt. Als Stromquellen standen nur Batterien und Akkus zur Verfügung. Auf das Stromnetz wurde komplett verzichtet.

Bisher wurde schon oft in den Medien von humanitären Hilfeleistungen durch Funkamateure berichtet. Stets sind es Funkamateure gewesen, die mit ihrer Technik die ersten Funkverbindungen in Katastrophenregionen aufgebaut hatten.

Funkamateure sind in der Lage, auch dann noch Kommunikationsverbindungen herzustellen, wenn Telefon, Handynetze, Internet und sogar das Stromnetz ausgefallen sind. 

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